Goldman Sachs AM:

10 Punkte, die für Anleger im Jahr 2023 wichtig sind

Frankfurt/Main (17.1.23) – Wir gehen davon aus, dass 2023 ein Jahr voller makroökonomischer Wendepunkte werden wird, denn der Druck durch die Inflation und die Geldpolitik wird langsam nachlassen. Neben dieser Wende wird es unserer Ansicht nach von größter Bedeutung sein, dass Anleger Rentabilität und verlässlichen Erträgen einen höheren Stellenwert einräumen als Umsätzen und der Unsicherheit von Kapitalzuwachs. Bei den Marktchancen hat bereits eine Neukalibrierung stattgefunden und für Anlagen werden in diesem Jahr erstens Aktien mit beständigem Cashflow, zweitens hochwertige Anleihen mit beträchtlichen Kupons und drittens alternative Anlagen mit volatilitätsreduzierenden Merkmalen eine größere Rolle spielen. weiterlesen
BNP Paribas AM:

Die vierte Revolution hat bereits begonnen

Frankfurt/Main (17.1.23) – Auch wenn es im Moment düster aussieht: Die aktuelle geopolitische und Umweltlage haben das Tempo beschleunigt, mit dem die Welt auf mehr Nachhaltigkeit und gleichzeitig mehr Wohlstand zusteuert. Die industrielle Revolution, die dies ermöglicht, ist bereits auf dem Weg. Fortschritte in der Entwicklung künstlicher Intelligenz, 3D-Druck und Big Data sowie bei der Erzeugung günstiger, erneuerbarer Energie könnten bald in großem Maßstab dazu beitragen, nicht nur die heutigen Energieprobleme, sondern auch die Klimakrise zu bewältigen, Kapazitäten und Ressourcen effizienter zu nutzen und einen höheren Lebensstandard sowie bessere Beschäftigungsmöglichkeiten zu gewährleisten. Gleichzeitig könnten sie helfen, die Biosphären zu erneuern und die Energie- und Nahrungsmittelsicherheit zu steigern. weiterlesen
Ernst & Young EY:

Deutsche Unternehmen schalten in den Krisenmodus um

Stuttgart (17.1.23) – Während die Pandemie und die weltweiten Lieferkettenunterbrechungen für deutsche Unternehmenslenker an Schrecken verlieren, entwickeln sich nun die hohe Inflation und die Konjunkturschwäche zu den Hauptsorgen der Manager. Und die Reaktion darauf besteht in deutschen wie in ausländischen Firmen zunehmend aus Kostensenkungsmaßnahmen – die auch beim Personal nicht Halt machen: Sowohl weltweit als auch in Deutschland planen 36 Prozent der Großunternehmen Umstrukturierungen bzw. Einschnitte bei der Beschäftigung. Jedes vierte deutsche Unternehmen (weltweit: 28 Prozent) hat vor, Lohnerhöhungen auszusetzen – trotz Rekord-Inflation. Und 27 Prozent der Unternehmen in Deutschland und 25 Prozent der Unternehmen weltweit planen einen Einstellungsstopp.

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VDIK: Jeder zweite neue Pkw hatte 2022 einen alternativen Antrieb

Bad Homburg (16.1.23) – Die Neuzulassungen von Fahrzeugen mit alternativen Antrieben stiegen im Dezember um 81 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Im Gesamtjahr 2022 wurden 17 Prozent mehr Elektroautos, Hybride mit und ohne Stecker, Mild-Hybride und Gas-Pkw neu zugelassen, insgesamt über 1,3 Millionen Fahrzeuge. Damit erreichten die alternativen Antriebe 2022 einen Marktanteil von genau 50 Prozent.

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Statistisches Bundesamt:

BIP stieg 2022 um 1,9 Prozent – Deutsche Wirtschaft erholt sich trotz schwieriger Rahmenbedingungen

Wiesbaden (13.1.23) – Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2022 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 1,9 % höher als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug das Wirtschaftswachstum 2,0 %. „Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2022 geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine wie den extremen Energiepreiserhöhungen“, sagte Dr. Ruth Brand, seit 1. Januar 2023 neue Präsidentin des Statistischen Bundesamtes, bei der Pressekonferenz „Bruttoinlandsprodukt 2022“ in Berlin. „Hinzu kamen verschärfte Material- und Lieferengpässe, massiv steigende Preise beispielsweise für Nahrungsmittel sowie der Fachkräftemangel und die andauernde, wenn auch im Jahresverlauf nachlassende Corona-Pandemie. Trotz dieser nach wie vor schwierigen Bedingungen konnte sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 insgesamt gut behaupten“, so Brand weiter. Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2022 um 0,7 % höher.
Bruttoinlandsprodukt, preisbereinigt
Veränderung gegenüber dem Vorjahr in %
2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022
4,2 3,9 0,4 0,4 2,2 1,5 2,2 2,7 1,0 1,1 -3,7 2,6 1,9
Bruttoinlandsprodukt, preis- und kalenderbereinigt
Veränderung gegenüber dem Vorjahr in %
2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022
4,0 4,0 0,6 0,6 2,2 1,2 2,1 3,0 1,0 1,1 -4,1 2,6 2,0

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IW:

Baubranche, Industrie und Handel erwarten schlechtes Jahr

Köln (9.1.23) – Wegen hoher Energiekosten und gestörter Lieferketten rechnen 39 Prozent der Unternehmen in Deutschland mit einem Rückgang ihrer Geschäftstätigkeit. Das zeigt die neuste Konjunkturumfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Vor allem die Baubranche stellt sich auf eine Rezession ein. weiterlesen

Ethenea:

Wohin die Weltwirtschaft 2023 steuert

Luxemburg (9.1.23) – Wird 2023 Besserung bringen? Oder kommt der große Wirtschaftskollaps? Dr. Andrea Siviero, Investment Strategist bei ETHENEA Independent Investors S.A. geht in seinem Ausblick davon aus, dass die globale Gesamtinflation im neuen Jahr wahrscheinlich ihren Höhepunkt erreichen wird. „Ein erhöhter Preisdruck ist nach wie vor die größte Bedrohung für die Weltwirtschaft“, findet er.

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AllianceBernstein:

Leichte Rezession für die wichtigsten

Volkswirtschaften erwartet

von Eric Winograd, Economist bei AllianceBernstein
London (9.1.23) -Das Jahr 2022 war geprägt von der anhaltenden Inflation und der geld- und fiskalpolitischen Reaktion darauf. 2023 wird ein Übergangsjahr, in dem der Preisdruck allmählich nachlässt. Allerdings sind die Wachstumsaussichten für die Weltwirtschaft insgesamt trotzdem noch düster und die Inflation muss weiter bekämpft werden.

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IMK:

Wirtschaftspolitische Herausforderungen 2023 – Relativ gute Ausgangsposition in Deutschland, Zinspolitik großer Risikofaktor

Düsseldorf (5.1.23) – Die Bundesregierung hat den akuten Druck auf Einkommen und Wachstum infolge explodierender Preise reduziert, es bleibt aber deutlicher Verbesserungsbedarf bei der Verteilungsgerechtigkeit der Entlastungpakete; erste Fortschritte bei der Stärkung von langfristigen Qualifizierungen sind absehbar, auch durch das Bürgergeld; eine überzeugende Antwort auf die offensive Industriepolitik der USA, eine Stärkung des Tarifsystems und ein beschleunigter Ausbau erneuerbarer Energien sind wichtige Aufgaben für die nahe Zukunft – so lauten Eckpunkte einer neuen Studie zur wirtschaftspolitischen Situation in Deutschland, die das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung zum Jahresbeginn 2023 vorlegt.* Neben der Bundesregierung steht in diesem Jahr die Europäische Zentralbank (EZB) im Zentrum der Analyse von Herausforderungen und Risiken: Deren schnelle Zinserhöhungen kritisieren die Ökonominnen und Ökonomen als „überzogen“. Eine Fortsetzung dieses forcierten Kurses berge große Risiken für die weitere wirtschaftliche Entwicklung, ohne die Ursache des starken Inflationsschubs entscheidend bekämpfen zu können, warnt das IMK.

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Ernst & Young EY:

Last-Minute-Elektroneuzulassungen sorgen für Plus auf dem Neuwagenmarkt – durchwachsene Aussichten für 2023

Stuttgart (4.1.23) – Die wichtigsten Entwicklungen auf dem deutschen Neuwagenmarkt im Dezember 2022 und im Gesamtjahr: Im Dezember wurden in Deutschland deutlich mehr Pkw neu zugelassen als im Vorjahresmonat: Um 38 Prozent stiegen die Neuzulassungen gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Damit lag der Neuwagenmarkt sogar um 11 Prozent über dem Vorkrisenniveau von Dezember 2019. Für das Gesamtjahr ergibt sich dank dieses Jahresendspurts ein leichtes Plus von 1,1 Prozent. 2022 wies damit aber das zweitniedrigste Absatzniveau seit der Wiedervereinigung auf. weiterlesen
VDIK:

Pkw-Markt – Versöhnliches Jahresende nach starkem Endspurt

Bad Homburg (4.1.23) – Der deutsche Pkw-Markt hat das Jahr 2022 mit einem starken Endspurt abgeschlossen. Im Dezember wurden 314.300 Pkw neu zugelassen. Das entsprach einem Zuwachs von 38 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Damit drehte der Pkw-Markt kurz vor Jahresende ins Plus und beendete 2022 mit einem geringen Wachstum von 1 Prozent. Insgesamt fuhren 2,65 Mio. neue Pkw auf die Straßen.

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BVR:

Genossenschaftsbanken weiten 2022 ihr Kreditgeschäft erneut deutlich aus

Berlin (2.1.23) – In einem gesamtwirtschaftlich anspruchsvollen Umfeld konnten die deutschen Genossenschaftsbanken ihr Kreditgeschäft mit ihren rund 30 Millionen Privat- und Firmenkunden im Geschäftsjahr 2022 erneut ausweiten. Nach vorläufigen Zahlen des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) stiegen die Kreditbestände über alle Kundengruppen hinweg im Vergleich zum Vorjahr um gut 7 Prozent auf 758 Milliarden Euro. weiterlesen
Ernst & Young EY:

Die wertvollsten Konzerne der Welt haben sieben Billionen US-Dollar an Börsenwert verloren

Stuttgart (29.12.22) – An den Weltbörsen ging es im Jahr 2022 für die meisten Top-Konzerne abwärts. Allein die 100 aktuell höchstbewerteten Unternehmen verloren im Jahresverlauf insgesamt 7,2 Billionen US-Dollar an Marktkapitalisierung. Ihr Wert sank im Verlauf des vergangenen Jahres um 20 Prozent auf 28,6 Billionen US-Dollar. Besonders betroffen waren Technologiekonzerne, deren Börsenwert insgesamt um 33 Prozent einbrach. Allein die Top US-Konzerne Tesla, Apple, Meta, Microsoft, Alphabet und Amazon verloren zusammen 4,6 Billionen US-Dollar an Wert. Aber auch Konsumgüterhersteller und Telekommunikationsunternehmen verzeichneten mit 29 bzw. 27 Prozent kräftige Wertverluste. weiterlesen
Genossenschaftsverband:

Jeder zweite Bundesbürger rechnet 2023 mit weiter steigender Inflation

Neu Isenburg (27.12.22) – Die Hälfte der Deutschen rechnet für 2023 mit einer steigenden Inflation – nur 13 Prozent erwarten im kommenden Jahr einen Rückgang der Inflationsrate. In einer repräsentativen YouGov-Umfrage mit 2.057 Teilnehmer*innen rechnen zugleich bei einem Zeithorizont von drei Jahren 35 Prozent mit einer weiter steigenden Inflation – nur 28 Prozent glauben, sie wird rückläufig sein und weitere 24 Prozent sehen sie unverändert hoch.12 Prozent machen keine Angabe. Die Online-Befragung wurde im Auftrag der Volksbanken und Raiffeisenbanken im Genossenschaftsverband – Verband der Regionen zwischen dem 16. und dem 19. Dezember durchgeführt, also unmittelbar nach der Ankündigung einer weiteren Leitzinserhöhung um 0,5 Prozentpunkte auf nunmehr 2,5 Prozent durch die EZB. Im deutlichen Kontrast zu den Umfrageergebnissen erwartet die Bundesbank in ihrer jüngsten Projektion im Jahresvergleich eine sich von 8,6 Prozent auf 7,2 Prozent in 2023 abschwächende Teuerung und bis 2025 einen deutlichen Rückgang auf 2,8 Prozent. weiterlesen
Ernst & Young EY:

Krieg, Krisen?! Na, und! – Deutsche Top-Konzerne verbuchen 2022

Rekordumsätze bei anhaltend hohen Margen

Stuttgart (26.12.22) – Das klingt ziemlich zynisch: Deutschlands Top-Unternehmen konnten im vergangenen Jahr erneut Rekordumsätze erwirtschaften: Von den 100 umsatzstärksten börsennotierten Konzernen Deutschlands verzeichneten fast alle – 93 Prozent – in den ersten drei Quartalen des Jahres 2022 ein Umsatzwachstum gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Unterm Strich legte der Gesamtumsatz der Unternehmen um 30 Prozent auf 1,78 Billionen Euro zu. – Das sind Ergebnisse einer Analyse der Entwicklung der 100 umsatzstärksten börsennotierten Unternehmen Deutschlands im Zeitraum Januar bis September 2022 durch die Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY. Banken und Versicherungen wurden nicht mit einbezogen, da hier der Umsatz keine relevante Kennzahl ist. weiterlesen
KfW-ifo-Mittelstandsbarometer:

Stimmungsaufhellung zum Jahresabschluss

Frankfurt/Main (22.12.22) – In der Vorweihnachtszeit steigt das mittelständische Geschäftsklima zum dritten Mal in Folge, und zwar um deutliche 4,9 Zähler auf -14,5 Saldenpunkte Dabei setzt sich die schon im Oktober begonnene Aufhellung der Geschäftserwartungen fort (+7,3 Zähler auf -27,1 Saldenpunkte), wie das KfW-ifo-Mittelstandsbarometer für den Dezember zeigt. Von Optimismus sind die Unternehmen jedoch weiterhin weit entfernt – liegt das aktuelle Niveau der Erwartungen doch noch immer so niedrig wie bisher nur in der Corona- und Finanzkrise. Zum ersten Mal seit Juni verbessert sich jetzt aber auch die Beurteilung der aktuellen Geschäftslage: Sie steigt im Dezember um 2,0 Zähler auf -0,5 Saldenpunkte. Aufgrund des erheblichen Rückgangs zu Herbstbeginn ist sie im Quartalsdurchschnitt aber dennoch um 6,8 Zähler gesunken, was auf einem Rückgang der Wirtschaftsleistung im vierten Quartal hindeutet. weiterlesen
Moventum S.C.A:

Zwischen Rezession und Inflation –

Was Aktienanleger beachten sollten

Luxemburg (22.12.22) – Die ökonomische Großwetterlage stellt Aktienanleger vor besondere Herausforderungen: Drohende Rezession, anhaltend hohe Inflationsraten und steigende Zinsen dämpfen die Aussichten. Daneben kommt es an den Märkten phasenweise zu plötzlichen Trendwechseln. „Vor diesem Hintergrund setzen wir auf eine ausgewogene Mischung bei Aktien“, sagt Carsten Gerlinger, Managing Director und Head of Asset Management bei Moventum AM. „Gleichzeitig nehmen wir gezielte Anpassungen vor, um selektive Chancen zu nutzen.“ weiterlesen
J O Hambro Capital Management Limited:

Aktienmarkt 2023 –

Viele Wege führen zum Bankensektor

Frankfurt/Main (22.12.22) – Paul Wild, Senior Fund Manager des J O Hambro Continental European Fund, hat einen klaren Favoriten für das nächste Jahr: Nachdem der Bankensektor lange als Paria für Investoren galt, führe nächstes Jahr kaum ein Weg an ihm vorbei. Aber auch in anderen Bereichen sieht er trotz Krieg, Zinsen, Inflation und einer Beinahe-Rezession Gelegenheiten für Stockpicker – besonders in Europa.    weiterlesen
Aviva Investors:

Die Märkte bleiben im Jahr 2023 weiterhin volatil wegen des globalen Abschwungs und der anhaltenden Inflation

London (22.12.22) – Aviva Investors, die global tätige Asset-Management-Gesellschaft des britischen Versicherers Aviva plc. („Aviva“) rechnet mit einer weiterhin starken Abschwächung des globalen Wachstums im Jahr 2023, da die wichtigsten Volkswirtschaften in eine Rezession eintreten dürften. Der Abschwung wird sich auf die entwickelten Volkswirtschaften konzentrieren, von denen viele Schwierigkeiten haben dürften, überhaupt Wachstum zu erzielen. Der Konflikt in der Ukraine hat die Probleme auf der Angebotsseite nach der COVID-Pandemie erheblich verschärft, aber auch die aggressiven Maßnahmen der Zentralbanken zur Bekämpfung der anhaltenden Inflation sind ein wichtiger Faktor für diese Entwicklung.

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DIW-Konjunkturbarometer Dezember:

Konjunkturaussichten hellen sich etwas auf

Berlin (21.12.22) – Das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) liegt im Dezember fast unverändert bei 82,8 Punkten. Nach dem relativ großen Sprung nach oben im Vormonat stabilisiert sich das Barometer damit auf dem höheren Niveau. Von der neutralen 100-Punkte-Marke, die ein Quartalswachstum von 0,3 Prozent anzeigt, ist der aktuelle Barometerwert aber nach wie vor weit entfernt.

„Wir dürfen deutlich weniger pessimistisch in das neue Jahr blicken als noch im Spätsommer erwartet.“ Guido Baldi

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Neue IMK-Prognose:

Deutsche Wirtschaft wächst 2022 um 1,8 Prozent und schrumpft 2023 um 0,3 Prozent

Düsseldorf (21.12.22) – Der massive Anstieg der Energiepreise als Folge des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine, deutlich höhere Kosten für Lebensmittel sowie Lieferengpässe, die sich nur langsam auflösen, belasten die Konjunktur in Deutschland so stark, dass sie im Winterhalbjahr in die Rezession gerät. Doch gemessen an den enormen Herausforderungen zeigt sich die deutsche Wirtschaft robust – auch, weil die massive staatliche Entlastungspolitik in der Bundesrepublik und anderen EU-Ländern Wirkung zeigt. Vor allem die Energiepreisbremsen sind wesentliche Gründe dafür, dass der private Konsum im kommenden Jahr nicht so stark einbrechen wird wie noch im Frühherbst erwartet. Daher setzt das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung seine Prognose für die wirtschaftliche Entwicklung in diesem und im kommenden Jahr gegenüber seiner letzten Voraussage vom September herauf.* Im Jahresdurchschnitt 2022 wird das Bruttoinlandsprodukt (BIP) nach der neuen IMK-Prognose um 1,8 Prozent wachsen (September: 1,6 Prozent). Im kommenden Jahr wird die Wirtschaft zwar um 0,3 Prozent im Jahresmittel schrumpfen – im September waren die Düsseldorfer Forschenden allerdings noch von einem BIP-Rückgang um 1,0 Prozent ausgegangen. Die Lage am Arbeitsmarkt bleibt trotz der leichten Rezession im Winter und der eher zögerlichen Erholung im weiteren Jahresverlauf relativ stabil. Die Arbeitslosigkeit sinkt im Jahresdurchschnitt 2022 moderat und wird 2023 trotz eines leichten Wiederanstiegs noch geringfügig unter dem Wert von 2021 bleiben (Detaildaten unten und in der Tabelle im Anhang). Allerdings wird in diesem Winter die Kurzarbeit wieder spürbar zunehmen. Die Inflationsrate geht etwas zurück von 7,8 Prozent im Mittel 2022 auf 5,1 Prozent 2023, sie bleibt damit jedoch weiterhin auf hohem Niveau.

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BNY Mellon IM:

Inflation wird 2023 hartnäckiger bleiben als erwartet

Frankfurt/Main (20.12.22) – die entscheidende Frage für das kommende Jahr ist, ob es tatsächlich zu einer Rezession kommt oder sich die Hoffnung aller Zentralbanker auf eine „weiche Landung“ erfüllt, bei der sich die Inflation auf das Zielniveau zubewegt, ohne dass es zu einem erheblichen Rückgang der Produktion und einem wesentlichen Anstieg der Arbeitslosigkeit kommt. Das sagt Shamik Dhar, Chefökonom bei BNY Mellon Investment Management. Jedoch führt eine anhaltend hohe Inflation fast immer zu einer Rezession – das letzte Mal, dass die US-Wirtschaft bei einer so hohen Inflation wie heute eine Rezession vermeiden konnte, war in den 1950er Jahren. weiterlesen

Deutsche Apotheker- und Ärztebank:

So geht es weiter bei Zins und Inflation

Düsseldorf (20.12.22) – Er ist die zentrale ökonomische Steuergröße schlechthin – der Zins. 2022 hat er im Rahmen der Zinswende als Folge der stark gestiegenen Inflation seine Bedeutung noch einmal ganz besonders gezeigt. Was begründet den Zins? Was bestimmt seine Höhe? Und ist die langfristige Trendwende beim Zins bereits vollzogen oder steht sie erst am Anfang? Antworten gibt eine aktuelle Kapitalmarktstudie der Deutschen Apotheker- und Ärztebank (apoBank). weiterlesen

KfW: 2022 brachte Rekord-Mittelaufnahme in Höhe von rund 90 Mrd. EUR –

‚Green Bonds – Made by KfW‘

übersteigen 50 Mrd. Euro-Marke

Frankfurt/Main (19.12.22) – 2022 stellt ein Ausnahmejahr auch für die KfW dar. Der Krieg in Europa, die damit verbundene Energiepreiskrise sowie hohe Inflationsraten und die eingeleitete Zinswende haben ein Umfeld geschaffen, das von Unsicherheit und Volatilität geprägt war. Die KfW hat in dieser Lage gleichwohl das höchste Finanzierungsvolumen ihrer Geschichte bereitgestellt und hierfür allein über Anleiheemissionen an den internationalen Kapitalmärkten ein Rekordvolumen von umgerechnet rund 90 Mrd. EUR aufgenommen. Ergänzend hat sie, wie im Juli 2022 angekündigt, ihre Geldmarkt-Aktivitäten erweitert, um im Rahmen von Zuweisungsgeschäften des Bundes zur Sicherstellung der Energieversorgung in Deutschland und Europa kurzfristig benötigte Liquidität („Brückenfinanzierungen“) bereitzustellen.

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BDEW: Erneuerbare Energien deckten 2022 fast die Hälfte des Stromverbrauchs

Berlin (16.12.22) – Erneuerbare Energien haben im Jahr 2022 rund 47 Prozent des Bruttostromverbrauchs gedeckt. Das zeigen vorläufige Berechnungen des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). Damit ist der Anteil um fünf Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gestiegen. Für den Zuwachs verantwortlich waren vor allem der windreiche Jahresbeginn mit Rekordwerten in der Stromerzeugung aus Windenergie an Land und die sonnigen Sommermonate. Auch bei Windenergie auf See und Biomasse gab es leichte Zuwächse. weiterlesen