Euro-Wegweiser: Für eine Weltwährung kann der Euro nur eine extrem kurze Geschichte vorweisen. Ihm wird aber eine große Zukunft vorhergesagt. Warten wir es ab. Europa hängt dran. Sein deutsches historisches Fundament hat bis zu 1000-jährige Wurzeln. – Und jetzt sollen über diesen Amboss auch noch die Etats der EU-Staaten geschmiedet werden. Einer zahle des Nachbarn Schulden. Das kann zum Untergang der EU führen. In seinem Buch „10 Jahre Euro. Wie er wurde, was er ist“ beschäftigt sich Christoph Wehnelt mit der Vergangenheit, aber immer mit Blick auf die Zukunft und warnt. – 9. Teil

 

Der Untergang der Galen-Bank

(Galen 1)

Nach der Rückkehr aus Washington von der Georgetown- Fete Ende September 1983 wurde Ferdinand Graf von Galen bald sehr besinnlich: „Mein Vater hielt zeitlebens Banken für etwas Unmoralisches.“ Wie sehr der alte Herr Recht hatte, demonstrierte der Sohn als Partner der SMH- Bank. Die Bruchlandung des Bankhauses Schröder, Münchmeyer, Hengst & Co. ist nicht nur der Unerfahrenheit des Grafen zuzuschreiben (Galen: Ich bin zweimal im ersten Staatsexamen durchgefallen), sondern ist ein Kabinettsstück verfeinerter Wirtschaftskriminalität. Das wird von Tag zu Tag immer deutlicher. Mitten im SMH-Schlamassel, dieses sogar provozierend, steckt der Mainzer Baumaschinen-Kon- zern IBH. Der SMH-IBH-Skandal wird Gesetzgeber und Aufsichtsämter, Banken und Gerichte noch lange beschäfti- gen. Gefängnisstrafen liegen im Bereich des Möglichen. Die Staatsanwaltschaft hat die Akten zur Recherche angefordert.

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Ad hoc: Deutsche Bank veröffentlicht vorläufige Ergebnisse

für das zweite Quartal 2018, die über Konsens liegen

Frankfurt/Main (16.7.18) -Mit guten Nachrichten hält die Deutsche Bank nicht gern hinterm Berg. Dies erklärt, warum sie nun ihre Bilanz fürs zweite Quartal und für das erste Halbjahr 2018 früher als geplant vorgelegt hat. Mit ihrem Zahlenwerk kann sie tatsächlich Anleger beeindrucken. Der Kurs der Deutschen Bank-Aktie springt – zunächst jedenfalls – hoch. In ihrer am Montagvormittag verbreiteten Ad-hoc-Meldung heißt es: Die Deutsche Bank (XETRA: DBKGn.DE / NYSE: DB) erwartet für das zweite Quartal 2018 einen Gewinn vor Steuern von etwa 700 Millionen Euro und einen Gewinn nach Steuern von etwa 400 Millionen Euro. Für das erste Halbjahr rechnet die Bank mit einem Gewinn vor Steuern von rund 1,15 Milliarden Euro. Das Management sieht in diesen Ergebnissen einen Beleg für die Stabilität des Geschäfts der Deutschen Bank. Die Ergebnisse liegen erheblich über dem Konsens der Analystenschätzungen, der von der Bank zusammengestellt und am 11. Juli 2018 veröffentlicht wurde. Aus diesem Grund veröffentlicht die Bank entsprechend der Vorgaben der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) eine Ad-hoc-Mitteilung. Im Durchschnitt lagen die Schätzungen der Analysten für den Gewinn vor Steuern zuletzt bei 321 Millionen Euro und für den Gewinn nach Steuern bei 159 Millionen Euro.

Konzernzentrale der Deutschen Bank – Foto: Deutsche Bank/Archiv

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VCI: Unterzeichnung EU-Japan-Handelsabkommen auf EU-Japan-Gipfel –

Wichtiges Signal in unruhigen Handelszeiten

Frankfurt/Main (16.7.18) – Die Unterzeichnung des Freihandelsabkommens zwischen der EU und Japan auf dem Gipfeltreffen in Tokio wertet Utz Tillmann, Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI), als äußerst positives und psychologisch wertvolles Zeichen für die europäische Wirtschaft: „In Zeiten zunehmender handelspolitischer Spannungen zwischen den USA, China und der EU ist es wichtiger denn je, dass sich Europa mit gleichgesinnten großen Wirtschaftsnationen eng verbindet und Perspektiven für freien Handel schafft.“ Der EU-Handelsministerrat hatte Anfang Juli den Weg zur Unterzeichnung des Abkommens freigemacht. Der VCI-Hauptgeschäftsführer setzt darauf, dass auch das Europäische Parlament dem Abkommen noch in dieser Legislaturperiode zustimmt, damit die Vereinbarungen so bald wie möglich angewendet werden können.

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Ernst & Young: Weniger Zukäufe chinesischer Unternehmen

in Deutschland und Europa – Investitionsvolumen halbiert

Düsseldorf (16.7.18) – Die Zahl chinesischer Zukäufe in Europa ist weiter rückläufig: So gab es in der ersten Hälfte dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 12 Prozent weniger Übernahmen und Unternehmensbeteiligungen in Europa, die Zahl sank von 126 auf 111. Das Investitionsvolumen hat sich sogar mehr als halbiert: von 31,6 auf 14,9 Milliarden US-Dollar.

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VCI: Neue Brexit-Verhandlungsrunde – Pragmatische Lösungen finden

Frankfurt/Main (15.7.18) – Durch die Regierungsumbildung im Vereinigten Königreich hofft Utz Tillmann, Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI), auf einen inhaltlichen Neustart der Brexit-Verhandlungen: „Nach den Rücktritten im Kabinett scheint der Weg frei für einen lösungsorientierten Verhandlungsansatz von Großbritannien. Premierministerin May sollte sich nicht durch die Einlassungen des US-Präsidenten unter Druck setzen lassen.“ Vorrang hat für Tillmann, dass man wegen des Zeitdrucks bis zur entscheidenden Tagung des Europäischen Rates im Oktober schnell an den Verhandlungstisch zurückkehrt: „Bis Oktober muss mit aller Kraft ein Verhandlungsergebnis erreicht werden. Die Wirtschaft braucht dringend Klarheit, wie es weitergeht, und die Sicherheit, dass es eine Übergangsphase geben wird.“

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Euro-Wegweiser: Für eine Weltwährung kann der Euro nur eine extrem kurze Geschichte vorweisen. Ihm wird aber eine große Zukunft vorhergesagt. Warten wir es ab. Europa hängt dran. Sein deutsches historisches Fundament hat bis zu 1000-jährige Wurzeln. – Und jetzt sollen über diesen Amboss auch noch die Etats der EU-Staaten geschmiedet werden. Einer zahle des Nachbarn Schulden. Das kann zum Untergang der EU führen. In seinem Buch „10 Jahre Euro. Wie er wurde, was er ist“ beschäftigt sich Christoph Wehnelt mit der Vergangenheit, aber immer mit Blick auf die Zukunft und warnt. – 8. Teil

 

„Wir haben in unserem erprobten System in Deutschland qualifizierte Minderheiten von 25 Prozent nicht nur des Schachtelprivilegs wegen sondern auch, um einmal ‚Nein’ sagen zu können.“ Hatte schon sein Kollege Herrhausen in der Bankenstrukturkommission alles getan, um den Macht- missbrauch der Banken bei Unternehmen erheblich zu rela- tivieren, so rückte Christians in diesem Falle dem Minister direkt zu Leibe. Unter Anspielung auf die immer schlechter werdende Wirtschaftspolitik der Sozialliberalen wies Chris- tians darauf hin: „Alle die wir hier sitzen, haben mehr Ange- bote auf Übernahme von 25 Prozent als wir wollen und ver- kraften können.“ Das hat sich bis heute nicht geändert. Die Banken, mit der Deutschen an der Spitze, haben sich in pun- cto Industriebeteiligungen eindeutig durchgesetzt. Kein Mensch spricht mehr von einer Senkung der Quote. Der offene Schlagabtausch im Jahre 1979 hätte die Deutsch- Banker nicht daran gehindert, ihrer väterlichen Fürsorge- pflicht, wie es einer aus dem Haus ausdrückt, nachzukom- men und Herrn Lambsdorff auf den Sessel des Vor- standsvorsitzenden bei der immer schwächer werdenden Metallgesellschaft zu hieven. Zynismus wird ab und zu auch gepflegt.

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Mittelstandspräsident zu Heils Rentenplänen:  überteuert und ineffizient

Berlin (13.7.18) – Zu den Rentenplänen von Arbeitsminister Hubertus Heil erklärt Mittelstandspräsident Mario Ohoven: „Arbeitsminister Heil verspricht Generationengerechtigkeit, tatsächlich wird aber wieder einmal die junge Generation zur Kasse gebeten. Sein Rentenpaket macht Versprechungen, die uns alle am Ende teuer zu stehen kommen.

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KfW: Unternehmensbefragung 2018 – Stimmung am Kreditmarkt unverändert gut

Frankfurt/Main (13.7.18) – Das Finanzierungsklima der Unternehmen in Deutschland hat sich im zurückliegenden Jahr nochmals verbessert und somit ein neues Allzeithoch erreicht. In der Unternehmensbefragung 2018, die die KfW gemeinsam mit Spitzenverbänden sowie Fach- und Regionalverbänden der deutschen Wirtschaft durchführt, berichten nur 12,5 % der befragten Firmen von Schwierigkeiten beim Kreditzugang (-2,6 % gegenüber dem Vorjahr). Dies ist der niedrigste Wert seit dem Jahr 2012. weiterlesen

Chinesischer Markt treibt Venture Capital-Investitionen auf Rekordhöhe –KPMG Venture Pulse: Knapp 70 Mrd. Dollar Risikokapital im 2. Quartal 

Frankfurt/Main (13.7.18) – Vor allem dank massiver Investitionen auf dem chinesischen Markt ist zwischen April und Juni dieses Jahres mit 69,8 Milliarden Dollar so viel Risikokapital wie nie zuvor innerhalb eines Quartals in junge Unternehmen geflossen. Das zeigt der aktuelle „Venture Pulse“ von KPMG, für den die weltweit abgeschlossenen Venture Capital-Investitionen des 2. Quartals 2018 analysiert wurden. So machten zwischen April und Juni China-basierte Deals acht der weltweit zehn größten Finanzierungsrunden aus. Den Löwenanteil beanspruchte dabei das chinesische Fintech Ant Financial, das mit eingeworbenen 14 Milliarden Dollar den größten VC-Deal der Geschichte überhaupt abschloss. Mehr als eine Milliarde Dollar VC flossen im Reich der Mitte auch an den Elektroauto-Entwickler Weltmeister (3,1 Mrd.), die Onlinehandel-Plattform Pinduoduo (3 Mrd.) und den Logistiker ManbangGroup (1,9 Mrd.).

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Bundesbank: Geldvermögensbildung und Außenfinanzierung in Deutschland im ersten Quartal 2018

Frankfurt/Main (13.7.18) Zum Ende des ersten Quartals 2018 betrug das Geldvermögen der privaten Haushalte in Deutschland 5 875 Mrd €. Gegenüber dem vierten Quartal 2017 verzeichnete es mit einem Plus von 14 Mrd € oder 0,2 % einen nur mäßig starken Anstieg. Im ersten Quartal wurden vor allem Ansprüche gegenüber Versicherungen aufgebaut (22 Mrd €), gefolgt von Bargeld und Einlagen, bei denen es Zuflüsse in Höhe von knapp 15 Mrd € gab. Wenngleich auch das Engagement in Aktien und Investmentfondsanteilen abermals erhöht wurde, hielt damit die Präferenz der privaten Haushalte für liquide oder als risikoarm empfundene Anlagen weiter an. Diesen transaktionsbedingten Zuflüssen zum Geldvermögen der privaten Haushalte standen kräftige Bewertungsverluste gegenüber. Da die Verbindlichkeiten im ersten Quartal 2018 um rund 12 Mrd € zunahmen, stieg das Nettogeldvermögen insgesamt um knapp 3 Mrd € auf 4 136 Mrd €. weiterlesen

EID: Kohleausstieg muss Kosten und sichere Versorgung berücksichtigen

Düsseldorf (13.7.18) – Die Energieintensiven Industrien in Deutschland (EID) haben im Vorfeld der Tagung der Kommission „Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“ eine Energiepolitik gefordert, die stärker als bisher auch die Kosten von politischen Maßnahmen berücksichtigt. Die EID-Branchen Baustoffe, Chemie, Glas, Papier, NE-Metalle und Stahl mit 880.000 Mitarbeitern haben einen jährlichen Strombedarf von etwa 120 Terrawattstunden. Dies entspricht fast einem Viertel des gesamten deutschen Strombedarfs. weiterlesen

Euro-Wegweiser: Für eine Weltwährung kann der Euro nur eine extrem kurze Geschichte vorweisen. Ihm wird aber eine große Zukunft vorhergesagt. Warten wir es ab. Europa hängt dran. Sein deutsches historisches Fundament hat bis zu 1000-jährige Wurzeln. – Und jetzt sollen über diesen Amboss auch noch die Etats der EU-Staaten geschmiedet werden. Einer zahle des Nachbarn Schulden. Das kann zum Untergang der EU führen. In seinem Buch „10 Jahre Euro. Wie er wurde, was er ist“ beschäftigt sich Christoph Wehnelt mit der Vergangenheit, aber immer mit Blick auf die Zukunft und warnt. – 7. Teil

 

Deutsche Banken zeigen Flagge am Finanz- platz New York

Schatzminister Miller, der sich beim Regieren sonst wenig um die Auslandsbanken und deren Wünsche schert, musste umdenken. Die DG-Bank hatte den Treasurer, der in der Chrysler-Affäre die Vermittlung übernommen hatte, ins Abseits laufen lassen. Mit einem 10-Millionen-Dollar- Scheck von VW an Chrysler, der über ihre Filiale in New York lief, hat die DG-Bank ihr Konto gegenüber der US- Autofirma glatt gestellt. Von diesem Zeitpunkt an war ihr der Restrukturierungsplan für die Chrysler-Schulden schnuppe. Miller läutete schließlich den DG-Bank-Chef, Helmut Guthardt, an und weil er ihn in Frankfurt nicht erreichte, holte er ihn in Hongkong aus dem Bett. In unge- wohnt freundlicher Ausdrucksweise warb Miller, dass sich das Spitzeninstitut der Kreditgenossen der internationalen Gläubiger-Gemeinschaft anschließt, weil sonst die ganze Chrysler-Sanierung infrage stehe. Guthardt mimte einen ent- gegenkommenden Gläubiger und behielt das Geld.

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Verbraucherpreise Juni 2018:

Inflationsrate zum 2. Mal in Folge über 2 Prozent

WIESBADEN (13.7.18) – Die Verbraucherpreise in Deutschland lagen im Juni 2018 um 2,1 % höher als im Juni 2017. Damit lag die Inflationsrate − gemessen am Verbraucherpreisindex – den zweiten Monat in Folge über zwei Prozent (Mai 2018: + 2,2 %). Zuvor hatte es eine Inflationsrate über zwei Prozent im Februar 2017 gegeben (+ 2,2 %). Im Vergleich zum Vormonat Mai 2018 stieg der Verbraucherpreisindex im Juni 2018 um 0,1 %. Das Statistische Bundesamt (Destatis) bestätigt somit seine vorläufigen Gesamtergebnisse vom 28. Juni 2018.

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IMK-Indikator: Wachstum trotz Handelsstreits robust, Rezessionsrisiko nahezu unverändert

Düsseldorf (13.7.18) – Die deutsche Wirtschaft setzt ihren Aufschwung fort. Keine Hochkonjunktur, aber solides Wachstum. Dementsprechend bleibt das Risiko konjunktureller Turbulenzen in den nächsten drei Monaten moderat und hat sich zuletzt kaum verändert. Das signalisiert der Konjunkturindikator des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung. Für den Zeitraum von Juli bis Ende September weist das Frühwarninstrument, das die aktuellsten verfügbaren Daten über die Wirtschaftslage bündelt, eine mittlere Rezessionswahrscheinlichkeit von 18,3 Prozent aus. Im Juni hatte das Rezessionsrisiko bei 16,5 Prozent gelegen. Der nach dem Ampelsystem arbeitende Indikator liegt damit weiter sicher im „grünen Bereich“ (Rezessionswahrscheinlichkeit unter 30 Prozent).

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IG BAU: Rentenpolitik muss noch mutiger werden

Frankfurt/Main (13.7.18) – Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) unterstützt das Ziel von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil, die gesetzliche Rente armutsfest auszugestalten, fordert aber gleichzeitig ein noch entschiedeneres Vorgehen der Bundesregierung gegen einen drohenden sozialen Abstieg im Alter. „In einigen unserer Branchen sind immer mehr Beschäftigte von Altersarmut bedroht. Es zeichnet sich ab, dass ihre gesetzliche Rente nicht reichen wird, ihren Lebensstandard auch nur annähernd zu halten. Experimente zur Sicherung des Alterseinkommens wie die Riester-Rente sind gründlich gescheitert. Deshalb brauchen wir jetzt eine Politik, die entschieden das Niveau der gesetzlichen Rente stabilisiert. Dazu ist das von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil vorgelegte Rentenpaket ein wichtiger Schritt“, sagte der IG BAU-Bundesvorsitzende Robert Feiger. „Um die drohende Altersarmut umfassend wirksam zu bekämpfen, reicht es aber noch nicht aus, das Rentenniveau auf 48 Prozent einzufrieren. Wir brauchen eine mutigere Rentenpolitik. Um Niedrigrenten vorzubeugen, muss das Rentenniveau zügig auf mindestens 50 Prozent steigen.“

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Euro-Wegweiser: Für eine Weltwährung kann der Euro nur eine extrem kurze Geschichte vorweisen. Ihm wird aber eine große Zukunft vorhergesagt. Warten wir es ab. Europa hängt dran. Sein deutsches historisches Fundament hat bis zu 1000-jährige Wurzeln. – Und jetzt sollen über diesen Amboss auch noch die Etats der EU-Staaten geschmiedet werden. Einer zahle des Nachbarn Schulden. Das kann zum Untergang der EU führen. In seinem Buch „10 Jahre Euro. Wie er wurde, was er ist“ beschäftigt sich Christoph Wehnelt mit der Vergangenheit, aber immer mit Blick auf die Zukunft und warnt. – 6. Teil

 

Eidgenossen in der europäischen Geldpolitik

 

Den Advocatus Diaboli spielt Fritz Leutwiler nicht häufig und auch nicht gerne. „Es fehlt an Geld, nun gut, so schaff’  es denn“, zitiert der Präsident des Direktoriums der Schwei- zerischen Nationalbank den Mephisto aus Goethes Faust. „Aber“, setzt er nach, „enthält dieser Rat wirklich das Rezept zur Überwindung der gegenwärtigen weltweiten Rezession und der Finanzkrise? Die Streitfrage, ob Geld Wohlstand schaffen kann, ist uralt, so alt wahrscheinlich, wie das Geld selbst.“ Leutwiler will es hier nicht mit Me- phisto halten. Die Krise der 30er-Jahre und die Inflations- welle der 70er-Jahre zeigen nach Leutwiler deutlich, was die Geldpolitik nicht leisten kann. Die Geldpolitik gehe dann in die Irre, wenn sie sich an Größen orientiert, die sie im Grunde nicht kontrollieren kann. Ziele wie die Verteidigung der Währungsparität in den 30er-Jahren oder die Sicherung der Vollbeschäftigung in neuerer Zeit haben sich für die Geldpolitik als ungeeignet erwiesen. Leutwiler: „Sie liegen auf die Dauer außerhalb ihrer Grenzen.“

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KfW und französische Förderbanken CDC und Bpifrance

schließen Rahmenvereinbarungen für erweiterte Zusammenarbeit

Paris (11./12.7.18) – In Anwesenheit von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier und des französischen Wirtschaftsministers Bruno Le Maire haben die KfW und die französischen Förderbanken Bpifrance und Caisse des Dépôts 11. Juli in Paris eine Vereinbarung über eine engere Zusammenarbeit unterzeichnet, die auch für weitere europäische Partner offen ist. Darin schließen KfW, Caisse des Dépôts und Bpifrance bilaterale Rahmenvereinbarungen und verständigen sich auf Grundsätze ihrer Zusammenarbeit. Diese umfassen die Felder der Zusammenarbeit, die Umsetzung gemeinsamer Vorhaben, die Kooperation im Kontext von EU-Initiativen oder den Austausch von Informationen und Personal. Die Vereinbarung ist nicht exklusiv und steht weiteren europäischen Förderbanken offen.

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VCI: Gute Zwischenbilanz –

aber sorgenvoller Ausblick

Frankfurt/Main (12.7.18) – Die Geschäfte der chemisch-pharmazeutischen Industrie verliefen im ersten Halbjahr 2018 erfreulich, aber die Perspektive für den Rest des Jahres ist verhaltener. Wie der Verband der Chemischen Industrie (VCI) in seiner Halbjahresbilanz berichtet, erhöhte sich der Umsatz von Januar bis Juni 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 5,5 Prozent auf gut 100 Milliarden Euro. Die Produktion der drittgrößten Branche in Deutschland legte insgesamt um 5 Prozent zu. Nicht alle Sparten konnten von der guten Wirtschaftslage gleichermaßen profitieren, stellt der VCI fest: Während Spezialchemikalien ein Produktionsplus von 4,5 und Pharmazeutika sogar von über 11 Prozent erzielten, legte die Produktionsmenge bei Petrochemikalien und Polymeren nur um 1,5 Prozent zu. Die Zahl der Beschäftigten erhöhte sich leicht auf 455.200 Mitarbeiter (+0,5 Prozent).

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Bankenverband BdB: Sparen für den Nachwuchs –

was sind Alternativen zum Sparbuch?

Berlin (12.7.18) – Das Baby ist da – und nicht selten fragen sich Eltern, Großeltern und Paten schon bald, wie für den Nachwuchs vorgesorgt werden kann – ob für den Führerschein, das Studium oder einen Auslandsaufenthalt. War das Sparbuch, der Banksparplan oder der Bausparvertrag in der Vergangenheit das Mittel der Wahl, so müssen in Zeiten historisch niedriger Zinsen für längerfristige Anlagen mit einer positiven Rendite Alternativen her. Soll von der Geburt an bis zur Volljährigkeit, ein kleines Vermögen angespart werden, stellt ein solches Modell jedoch keine sinnvolle Möglichkeit dar. weiterlesen

POSTBANK WOHNATLAS 2018:

DIE TILGUNG ZÄHLT

Bonn (12.7.18) – In Deutschland ist die Attraktivität von Wohnimmobilien in den vergangenen Jahren immer weiter gestiegen. Und auch die Preise kennen nur eine Richtung: Im Bundesschnitt steigen sie seit Jahren. Ist der Traum vom Eigenheim noch finanzierbar? Antworten gibt der Postbank Wohnatlas, für den das Hamburger WeltWirtschaftsInstitut (HWWI) die Immobilienmärkte in 401 kreisfreien Städten und Landkreisen untersucht hat. Die Studie zeigt, was der Wohnungskauf monatlich kostet – und wo die Raten im Rahmen bleiben. So kann bei einer Tilgungsdauer von knapp 20 Jahren in 186 Städten und Landkreisen, also fast der Hälfte aller Regionen, eine 70-Quadratmeter-Wohnung mit einer monatlichen Belastung von unter 500 Euro erworben werden. Steigert man den monatlichen Betrag auf bis zu 750 Euro, ist die Wohnung sogar in 324 der 401 Regionen nach knapp 20 Jahren abbezahlt. In den Metropolen wird es allerdings teurer. Wer mit Wohneigentum liebäugelt, sollte nicht zu lange warten. Noch sind die Zinsen niedrig, aber diese Phase könnte schon bald vorbei sein.

Monatliche Zahlung für die Finanzierung einer 70-Quadratmeter-Wohnung in den 20 größten deutschen Städten, sortiert nach monatlichen Zahlbeträgen

Unterschiedliche Tilgungsdauern im Vergleich

Rang Stadt 2% Anfangstilgung 4% Anfangstilgung 6% Anfangstilgung
Tilgungsdauer 32 Jahre, 10 Monate Tilgungsdauer 19 Jahre, 8 Monate Tilgungsdauer 14 Jahre, 1 Monat
1 München 1.410 2.044 2.677
2 Frankfurt a. M. 935 1.355 1.775
3 Hamburg 875 1.268 1.661
4 Stuttgart 798 1.157 1.516
5 Berlin 763 1.107 1.450
6 Düsseldorf 716 1.038 1.359
7 Köln 686 995 1.304
8 Münster 593 860   1.127
9 Nürnberg 561 814   1.066
10 Bonn 531 769   1.008
11 Hannover (Region) 434 629   824
12 Dresden 430 623   817
13 Bremen 418 607   795
14 Leipzig 404 586   768
15 Dortmund 302 438   574
16 Essen 323 469   614
17 Duisburg 231 335   439
18 Bochum 299 434   568
19 Wuppertal 258 375   491
20 Bielefeld 343 497   651

Quellen: empirica-systems Marktdatenbank (2018), Berechnungen HWWI

Rechengrundlage: Zins 2,45% p.a. Eigenkapital 20% des Kaufpreises, Nebenkosten nicht einbezogen, Zinssatz über den gesamten Tilgungszeitraum stabil.

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Euro-Wegweiser: Für eine Weltwährung kann der Euro nur eine extrem kurze Geschichte vorweisen. Ihm wird aber eine große Zukunft vorhergesagt. Warten wir es ab. Europa hängt dran. Sein deutsches historisches Fundament hat bis zu 1000-jährige Wurzeln. – Und jetzt sollen über diesen Amboss auch noch die Etats der EU-Staaten geschmiedet werden. Einer zahle des Nachbarn Schulden. Das kann zum Untergang der EU führen. In seinem Buch „10 Jahre Euro. Wie er wurde, was er ist“ beschäftigt sich Christoph Wehnelt mit der Vergangenheit, aber immer mit Blick auf die Zukunft und warnt. – 5. Teil

 

Gutes Standing der D-Mark erfordert viele Aktivitäten

 

„Was die Bundesbank angeht“, so verabschiedete sich (1982) ihr Präsident Karl Otto Pöhl von den Frankfurter Bankern, „so werden wir jedenfalls alles in unseren Kräften tun, um auch im Ausland das Vertrauen in die D-Mark zu erhalten.“ Anschließend begab er sich auf die Goodwill- Reise nach Arabien. So wiederholte er die Sentenz wenig später vor Kuwaitis und Saudis. Für die daheim gebliebenen Bundesbanker handelt es sich um eine normale Informati- onsreise des Präsidenten. Von Kreditaufnahme könne keine Rede sein. „Wenn überhaupt wäre das Sache des Bundesfi- nanzministers.“ Zwar ist es nicht ganz ausgeschlossen, dass sich die Nachbarn aus Kronberg im Taunus, Pöhl und Finanzminister Hans Matthöfer, gelegentliche Freund- schaftsdienste erweisen. „Doch in Arabien werden nicht aus dem Sofa heraus Milliarden geswitcht. Die Bundesbank ist kein Kreditnehmer.“ Ihr außenwirtschaftliches Interesse liegt – wenn möglich – in der Steuerung von Kapital- und Devisenströmen, um die D-Mark zu stabilisieren und die Leistungsbilanz besser zu fahren. weiterlesen

DJE Kapital AG: Christian Janas wird neuer Leiter Vermögensverwaltung

Pullach/Isartal (11.7.18) – Christian Janas übernimmt spätestens ab Januar nächsten Jahres die Leitung der Vermögensverwaltung bei der DJE Kapital AG. Der 46-Jährige folgt auf Dr. Markus Küppers, der das Unternehmen Ende Juni verlassen hat. Janas verantwortet als Mitglied der erweiterten Geschäftsführung künftig den gesamten Geschäftsbereich der Vermögensverwaltung mit Standorten in Pullach, Frankfurt und Köln. Auch Solidvest, die digitale Vermögensverwaltung von DJE, fällt damit in seine Zuständigkeit. Christian Janas wird an Dr. Jan Ehrhardt, stellvertretender Vorstandsvorsitzender bei DJE und unter anderem im Vorstand für die Vermögensverwaltung verantwortlich, berichten.

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Münchener Rückversicherung:

Wenige schwere Naturkatastrophen im 1.Halbjahr

München (11.7.18) – Naturkatastrophen haben im 1. Halbjahr 2018 weltweit deutlich weniger Schäden verursacht als üblich. Die Gesamtschäden betrugen nach vorläufigen Zahlen rund 33 Mrd. US$, der niedrigste Stand seit 2005 (inflationsbereinigt 29 Mrd. US$).

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Grünes China: Die zentrale Rolle der Gashersteller von Colin Croft, Fondsmanager im Jupiter Emerging Markets Team

London (11.7.18) – Während unserer jüngsten Reise nach China standen die dortigen Energie- und Petrochemieunternehmen im Fokus. Mindestens ebenso beeindruckend war allerdings Chinas anhaltender Wandel hin zu einer verbraucherorientierten Wirtschaft, die stärker als in der Vergangenheit auf Umweltfragen Rücksicht nimmt. Die Frage ist, welche Chancen sich aus diesem Trend für Anleger ergeben.

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