BDEW: Kluge Ladeinfrastrukturpolitik gelingt nur

mit realistischen Ausbauzielen

Berlin (13.6.22) – Die Bundesregierung hat mit ihrem Ziel, bis 2030 insgesamt 15 Millionen vollelektrische Pkw auf Deutschlands Straßen zu haben, ihren Willen zur Antriebswende unterstrichen. Und auch Brüssel treibt mit dem Vorschlag zum Verbrenner-Aus die Verkehrswende konsequent weiter voran. Wo heute jedes zehnte Auto vollelektrisch fährt, ist es im Jahr 2030 dann jedes dritte Auto. weiterlesen

BDEW-Umfrage: Haushalte gehen

sparsamer mit Energie um –
Hauptmotiv sind die gestiegenen Energiepreise

Berlin (10.6.22) – Angesichts der gestiegenen Energiepreise gehen die Deutschen bewusster mit Energie für die Wärmeversorgung um. Das zeigt eine aktuelle repräsentative Umfrage des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. (BDEW) zum Energiesparen (siehe auch die Grafiken untenstehend zum Download). In der Umfrage gaben mehr als drei Viertel (77 Prozent) der Befragten an, dass sie in den vergangenen Monaten ihr Verhalten geändert und versucht haben, beim Heizen oder beim Warmwasserverbrauch Energie einzusparen. Nur jeder Fünfte gab an, sein Verhalten nicht verändert zu haben. weiterlesen

Commerzbank-

Wachstumsprognosen bis Jahresende:

1,5% für Deutschland, 2,4% für den Euroraum, 2,5% für die USA

Frankfurt/Main (10.6.22) – Die Volkswirte der Commerzbank erwarten, dass das Wachstum der deutschen Wirtschaft bis in den Herbst hinein schwach ausfallen wird. Die Auftragseingänge bei der Industrie, insbesondere aus dem Ausland, sind zuletzt den dritten Monat in Folge deutlich gefallen. Besonders die Nachfrage in China – dem wichtigsten deutschen Handelspartner – hat sich aufgrund einer strafferen Geldpolitik und nach mehrmaligen Lockdowns im Zuge der Null-Covid-Politik der Regierung deutlich abgeschwächt. Nach Einschätzung der Commerzbank-Volkswirte dürfte die chinesische Regierung bis Jahresende hinsichtlich der Pandemie nicht maßgeblich davon abrücken. Außerdem führen Lieferengpässe in den meisten Industriesektoren zu sinkenden Bestellungen von Vorprodukten.

„Der Auftragsboom ist zunächst vorbei. Auf der Entstehungsseite beobachten wir eine sich weiter öffnende Schere zwischen dem Dienstleistungsbereich und dem verarbeitenden Gewerbe: Während sich der Dienstleistungssektor erholen konnte, leiden die Industrie und das verarbeitende Gewerbe noch immer unter den Lieferkettenproblemen als Folge der weltweiten Pandemie. Hinzu kommt die hohe Unsicherheit durch die Folgen der russischen Invasion in der Ukraine.  – Trotz aller Schwierigkeiten droht Deutschland aber keine Rezession – sofern es zu keinem Lieferstopp für russisches Gas kommt“. Chefvolkswirt Dr. Jörg Krämer.

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Ernst & Young EY: Biotech-Höhenflug geht weiter – aber auf etwas niedrigerem Niveau

 Stuttgart (9.6.22) – Im Kampf gegen Corona zeigte die deutsche Biotech-Branche, was sie kann. Aber auch ohne die Ausnahmefinanzierungenfürdie Impfstoffentwicklung gegen COVID19 entwickeln sich die Unternehmen weiter und zeigen, dass sie zu den Innovationsmotoren Deutschlands gehören. Nach 2020, mit rund 3,1 Milliarden Euro dem Rekordjahr bei der Kapitalaufnahme, sammelten die Unternehmen im vergangenen Jahr 2,4 Milliarden Euro ein – das zweitbeste Jahresergebnis aller Zeiten. Gegenüber 2019 stieg die Finanzierung um 170 Prozent. Der Höhenflug geht also weiter, wenn auch leicht gebremst. weiterlesen

DIW: Haushaltsnettoeinkommen

steigen seit 1995 um 26 Prozent –

Ungleichheit stagniert

Berlin (9.6.22) – In den vergangenen 25 Jahren sind sowohl Löhne und Renten als auch die Haushaltsnettoeinkommen preisbereinigt gestiegen. Die Ungleichheit bei den Löhnen ist seit rund zehn Jahren deutlich gefallen, bei den verfügbaren Einkommen liegt sie weiterhin auf dem Niveau von 2005. Dies sind die wichtigsten Ergebnisse einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin), die auf Basis des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) jährlich die Einkommensentwicklung untersucht. Studienautor Markus M. Grabka legt in diesem Jahr den Fokus auf die langfristige Entwicklung von 1995 bis zur Corona-Pandemie.

„Es ist erfreulich, dass die Lohnungleichheit in den vergangenen zehn Jahren real wieder deutlich gesunken ist. Die hohe Inflation könnte diesen Trend nun umkehren.“ Studienautor Markus M. Grabka weiterlesen

BVR: Leitzins sollte bis Jahresende auf 0,75 Prozent erhöht werden

Berlin (8.6.22) – Die Europäische Zentralbank (EZB) sollte auf ihrer Ratssitzung am 10. Juni einen Fahrplan für ihren Zinserhöhungskurs in den kommenden Monaten bekanntgeben. Der Anstieg der Verbraucherpreise bewegt sich bereits seit dem vergangenen Herbst weit oberhalb des geldpolitischen Zielwerts von 2 Prozent und lag zuletzt im Mai bei 8,1 Prozent im Euroraum. Dennoch habe die EZB den Zinssatz bislang noch nicht angehoben. „Es ist eine klare Zinsansage der EZB erforderlich. So können die obersten Währungshüter ihre Entschlossenheit zeigen, der hohen Inflation Paroli zu bieten, und ein starkes Signal gegen einen breiteren Inflationsdruck setzen“, so Dr. Andreas Martin, Vorstandsmitglied beim Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR). Nach einem Stopp der Anleihekäufe bis Anfang Juli solle der Leitzins zügig bis auf 0,75 Prozent am Jahresende erhöht werden. Im kommenden Jahr sollte der Fortgang der Zinserhöhungen von der Inflationsentwicklung und der Konjunktur im Winter 2021/22 abhängig gemacht werden.

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Commerzbank: Dritter Green Bond

Frankfurt/Main (7.6.22) – Die Commerzbank hat heute erfolgreich einen weiteren Green Bond mit einem Emissionsvolumen von 500 Millionen Euro begeben. Mit dem Erlös finanziert die Bank Projekte im Bereich der erneuerbaren Energien. Bereits 2018 und 2020 hatte die Commerzbank eigene Green Bonds emittiert. weiterlesen

KfW-ifo-Mittelstandsbarometer:

Geschäftsklima im Mittelstand steigt, aber Sorge vor Absturz wächst

München/Frankfurt/Main (7.6.22) – Die leichte Stimmungsaufhellung im Mittelstand setzt sich im Mai den zweiten Monat in Folge fort, nachdem das Geschäftsklima im März wegen des russischen Kriegsüberfalls auf die Ukraine kollabiert war. Aktuell steigt es um 1,2 Zähler auf -5,9 Saldenpunkte, bleibt damit jedoch noch immer weit hinter dem Vorkriegsniveau zurück, wie das KfW-ifo-Mittelstandsbarometer zeigt. Es verbessern sich diesmal ausschließlich die Lageurteile, diese allerdings deutlich um 3,6 Zähler auf jetzt 11,0 Saldenpunkte. Günstiger bewertete der Mittelstand seine aktuellen Geschäfte zuletzt vor dem Auftürmen der Omikron-Welle im Oktober vergangenen Jahres. Die bereits sehr pessimistischen Geschäftserwartungen sinken hingegen um 0,7 Zähler auf -21,0 Saldenpunkte. Für neue Zuversicht sind schlicht die Unwägbarkeiten zu groß. So treibt der Krieg die Preise, verknappt die Rohstoffe und vermindert die Energiesicherheit, während in China selbst kleine Corona-Ausbrüche strickte Lockdowns auslösen und die globalen Lieferketten zusätzlich stressen.

„Die Geschäfte laufen allen Belastungen aus Krieg und Pandemie zum Trotz noch immer vergleichsweise gut, doch die Angst der Unternehmen vor einem Absturz ist riesig“, fasst Dr. Fritzi Köhler-Geib, Chefvolkswirtin der KfW, die zentrale Botschaft des KfW-ifo-Mittelstandsbarometers im Mai zusammen.

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VDIK: Pkw-Neuzulassungen sinken im Mai um 10 Prozent

Bad Homburg (3.6.22) – Der deutsche Pkw-Markt ging im Mai um 10 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat zurück. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) registrierte 207.200 Neuzulassungen. Der Mai hatte 2022 allerdings zwei Arbeitstage mehr als der Vorjahresmonat. Ohne diesen Effekt wäre das Minus mit 19 Prozent noch deutlich stärker ausgefallen. In den ersten fünf Monaten 2022 wurden rund 1.013.400 Pkw neu zugelassen, das entspricht einem Minus von 9 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Marktanteil der VDIK-Mitglieder stieg leicht an und lag zwischen Januar und Mai bei rund 40 Prozent (Vorjahr: 39 Prozent). weiterlesen

Ernst & Young EY: Keine Trendwende auf dem deutschen Neuwagenmarkt

 Stuttgart (3.6.22) – Die wichtigsten Entwicklungen auf dem deutschen Neuwagenmarkt im Mai 2022: Im Mai lagen die Pkw-Neuzulassungen zwar erneut deutlich – um 10 Prozent – unter dem Vorjahresniveau, im April hatte der Rückstand gegenüber dem Vorjahresmonat aber noch bei 22 Prozent gelegen. Das Minus wird also kleiner. Was auf den ersten Blick wie eine leichte Verbesserung der Situation aussieht, entpuppt sich allerdings bei genauerer Analyse keineswegs als echte Trendwende, sondern ist den unterschiedlichen Vorjahresniveaus geschuldet. Denn nach wie vor liegen die Neuzulassungen erheblich unter dem Vorkrisenniveau von 2019: Im Mai um 38 Prozent, im April um 42 Prozent. weiterlesen

Deka-Prognose:

Viele Unwägbarkeiten im Sommer

Frankfurt/Main (3.6.22) ) – An den Finanzmärkten hat es in diesem Jahr massive Bewegungen gegeben. So-wohl an den Aktienmärkten als auch bei den festverzinslichen Wertpapieren kam es teilweise zu spürbaren Kursverlusten. Der Grund war die Erkenntnis, dass die Konjunktur sich schwächer entwickeln wird, während die Inflation längere Zeit auf höherem Niveau verharrt.
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SMA: Verdopplung der

Produktionskapazität bis 2024

Niestetal (2.6.22) – Bis 2024 wird die SMA Solar Technology AG (SMA, FWB: S92) ihre Produktionskapazität am Hauptstandort in Niestetal/Kassel von heute 21 GW auf nahezu 40 GW verdoppeln. Das Unternehmen will so vom prognostizierten Wachstum der erneuerbaren Energien bestmöglich profitieren und zugleich den Standort Deutschland stärken. Der Baubeginn ist für Ende 2022 geplant. In der neuen Gigawatt-Fabrik sollen auf ca. 47.000 m2 vor allem Systeme für das Großanlagen-Segment gefertigt werden und mehr als 200 neue Arbeitsplätze entstehen.

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Gothaer: Frauen fürchten

Altersarmut – zu Recht

Köln (2.6.22) – Große Sorgen und Ängste treiben Frauen mit Hinblick auf ihre Geldanlage um. Mehr als die Hälfte befürchten, dass sie ihren Lebensstandard im Alter nicht halten können. Dementsprechend schreiben sie das Thema Sicherheit bei der Geldanlage besonders groß: 50 Prozent der Frauen in Deutschland setzen auf die vermeintliche Sicherheit des Sparbuches. weiterlesen

dfv Euro Finance Group: Thomas Jorberg zum „European Banker of the Year 2021“ gewählt

Frankfurt/Main (2.6.22) – Die Journalistenvereinigung „The Group of 20+1“ hat Thomas Jorberg, Vorstandssprecher der GLS Gemeinschaftsbank, zum „European Banker of the Year 2021“ gewählt. Diese Auszeichnung wird seit 1994 vergeben.  The Group of 20+1“ ist eine Vereinigung führender internationaler Wirtschafts- und Finanzjournalisten in Frankfurt am Main, initiiert von der dfv Euro Finance Group (dfv Mediengruppe).

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GLS Bank: Geld und Wirkung hängen untrennbar zusammen

Bochum (1.6.22) – Wie können wir nachhaltig leben und wirtschaften? Antworten gibt der neue Nachhaltigkeitsbericht der GLS Bank. Der integrierte Bericht für 2021 verknüpft die wirtschaftliche Leistung der Bank mit ihrer sozial-ökologischen: In welche Unternehmen wurde investiert und welche konkreten Wirkungen wurden damit erzielt? Denn Geld und Wirkung hängen untrennbar zusammen. weiterlesen

DIW: Wärmepumpen und erneuerbare

Energien verringern Erdgasabhängigkeit

Berlin (1.6.22) – Ein forcierter Umstieg von Gasheizungen auf Wärmepumpen reduziert nicht nur die Abhängigkeit von russischen Erdgaslieferungen. Gesamtwirtschaftlich gesehen könnten – je nach Höhe des Gaspreises – sogar Kosten eingespart werden. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Studie der Abteilung Energie, Verkehr, Umwelt am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin), die im vom Bundesforschungsministerium geförderten Kopernikus-Projekt Ariadne entstanden ist.

„Ein koordiniertes Bündel von Maßnahmen für den Umstieg auf Wärmepumpen würde die Importabhängigkeit von Erdgas erheblich reduzieren.“ Alexander Roth

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Union Investment:

Nachhaltige Produktpalette erweitert

Frankfurt/Main (1.6.22) – Union Investment bietet ab dem 1. Juni die nachhaltigen Aktienfonds „UniZukunft Welt“ und „UniNachhaltig Aktien Infrastruktur“ an. Der „UniZukunft Welt“ investiert in Unternehmen, deren Geschäftstätigkeit an den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals, SDGs) ausgerichtet ist. Mit dem „UniNachhaltig Aktien Infrastruktur“ können sich Anlegerinnen und Anleger weltweit an börsennotierten Unternehmen aus dem Infrastrukturbereich beteiligen und damit flexibel auf strukturelle Wachstumsthemen setzen. weiterlesen

Ernst & Young EY:

Ausländische Investitionen

in Deutschland sinken um ein Zehntel

 Stuttgart (31.5.22) – Ausländische Investoren haben ihr Engagement in Deutschland im vergangenen Jahr deutlich reduziert: Die Zahl der von ausländischen Unternehmen in Deutschland angekündigten Investitionsprojekte sank im Vergleich zum Vorjahr um zehn Prozent auf 841. Die beiden wichtigsten Wettbewerber in Europa – Frankreich und Großbritannien – verzeichneten hingegen Zuwächse: In Großbritannien stieg die Zahl der ausländischen Investitionsprojekte um zwei Prozent auf 993, in Frankreich sogar um 24 Prozent auf 1.222.

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BVR: Geopolitisches Risiko dämpft Investitionen –

Bundesregierung sollte Rahmenbedingungen verbessern

Berlin (31.5.22) – Die wirtschaftlichen Unsicherheiten haben zum Jahresbeginn 2022 in Deutschland erheblich zugenommen. Das gestiegene geopolitische Risiko dämpft die Investitionstätigkeit der Unternehmen deutlich. Zu diesen Aussagen kommt der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) in seinem aktuellen Konjunkturbericht. „Das ist sehr problematisch. Für den Transformationsprozess hin zu einer nachhaltigeren und moderneren Wirtschaft, werden nicht weniger, sondern deutlich mehr Investitionsausgaben benötigt“, sagt BVR-Vorstand Dr. Andreas Martin und ergänzt: „Unsere Schätzungen signalisieren, dass das gestiegene geopolitische Risiko die Bruttoanlageinvestitionen Deutschlands 2022 in einem Umfang von rund 2,5 Prozent niedriger ausfallen lassen wird als in einem Szenario ohne den Ukrainekrieg.“ Auch im kommenden Jahr sei noch mit einer deutlich dämpfenden Wirkung auf die Investitionsausgaben zu rechnen (weitere minus 1,7 Prozent gegenüber einem Szenario ohne Krieg).

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KfW: Gründungen 2021 zurück auf Vorkrisenniveau – Mehr Gründerinnen, mehr Jüngere, mehr Chancengründungen

Frankfurt/Main (30.5.22) – Die Gründungstätigkeit in Deutschland ist nach dem Corona-Knick wieder auf das Vorkrisenniveau gestiegen. Gestützt von aus dem Jahr 2020 verschobenen Gründungen stieg die Zahl der Menschen, die sich 2021 selbständig gemacht haben, auf 607.000. Das sind 70.000 bzw. 13 % mehr als 2020, wie der neue KfW-Gründungsmonitor zeigt. Auch strukturell hat sich das Gründungsgeschehen verändert: Es wurden mehr Chancengründungen realisiert, der Anteil Jüngerer ist gestiegen und es haben sich mehr Frauen selbständig gemacht als im Vorjahr.

„Existenzgründer beleben den Wettbewerb und haben für die Zukunftsfähigkeit der Volkswirtschaft eine besondere Bedeutung. Sie zwingen die etablierten Unternehmen dazu, sich ständig auf den Prüfstand zu stellen und das Beste aus sich herauszuholen.“, sagt KfW-Chefvolkswirtin Dr. Fritzi Köhler-Geib.

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DZ Bank: Geldvermögen der Deutschen steigt auf 8 Billionen Euro: Wachstum wegen niedrigerer Sparquote und Aktienmarktkorrektur aber langsamer

Frankfurt/Main (27.5.22) – Das Geldvermögen der privaten Haushalte in Deutschland steigt laut DZ BANK Research in diesem Jahr voraussichtlich auf über 8 Billionen Euro. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Zuwachs von 2,3 Prozent. 2021 gab es noch einen Anstieg von über 8 Prozent. Laut Studienautor Michael Stappel, Leiter Makroökonomik/Branchenresearch, liegt der vergleichsweise niedrige Geldzuwachs an einer geringeren Sparquote und der diesjährigen Aktienmarktkorrektur. „Die Sparquote normalisiert sich wieder in Richtung 10 Prozent – trotz des Ukraine-Kriegs und der hohen Inflation gibt es wegen der zurückliegenden Pandemie aufgestaute Konsumbedürfnisse“, so der Volkswirt. Nach den vergangenen beiden Boom-Jahren geht es zudem für Aktien nicht mehr nur noch nach oben. „Der Kriegsausbruch, die Zinswende und Corona-Lockdowns in China belasten derzeit die Kursentwicklung. Das Geldvermögen schnellt durch diese Asset-Klasse deshalb nicht mehr in die Höhe. Erfreulicherweise bleibt die neue Aktienkultur aber intakt – wichtig ist ein langfristiges Denken“, sagt Stappel. Die ausführliche Analyse finden Sie anbei.

Hans-Böckler-Stiftung: Wirtschaftliche Belastungen und Sorgen durch Ukraine-Krieg und Inflation weiter verbreitet als auf Höhepunkt der Corona-Krise

Düsseldorf (27.5.22) – Angesichts des Kriegs in der Ukraine und der stark gestiegenen Inflation machen sich mehr Erwerbspersonen in Deutschland große Sorgen um ihre eigene wirtschaftliche Situation als zu irgendeinem Zeitpunkt während der Corona-Krise. Aktuell empfindet rund ein Viertel aller Erwerbstätigen und Arbeitsuchenden die eigene finanzielle Lage als „äußerst stark“ oder „stark“ belastend (24 Prozent) und hat große Sorgen um die eigene wirtschaftliche Zukunft (26 Prozent). Das zeigen neue Ergebnisse aus der repräsentativen Erwerbspersonenbefragung der Hans-Böckler-Stiftung, für die regelmäßig ein Panel aus Erwerbstätigen und Arbeitsuchenden befragt wird (siehe auch die Abbildungen 1 und 2 in der pdf-Version dieser PM; Link unten).* Unter Erwerbspersonen mit niedrigem Haushaltseinkommen unter 1.300 Euro netto im Monat äußert sogar mehr als die Hälfte große Sorgen um die eigene wirtschaftliche Lage, in der nächsthöheren Einkommensgruppe zwischen 1.301 und 2.000 Euro netto tun das noch fast 40 Prozent. Auch die Belastung durch steigende Preise ist bei Erwerbspersonen mit niedrigem Einkommen sehr weit verbreitet (79 Prozent; siehe Abbildung 5 in der pdf-Version; Link unten), sie reicht aber auch weit in mittlere Einkommensgruppen, wo 54 bis 59 Prozent sich große Sorgen um die Inflation machen.

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Commerzbank: Warum Lagarde die Zinsen doch schneller erhöht

Von Chefvolkswirt Dr Jörg Krämer

EZB-Präsidentin Christine Lagarde hat am Montag überraschend deutlich eine Serie an Leitzinserhöhungen in Aussicht gestellt. Das kommt nicht von ungefähr. Die Inflationsrisiken sind weiter gestiegen, nächste Woche dürfte für den Euroraum eine Inflationsrate von 8,0% veröffentlicht werden. Gleichzeitig hält sich das Wachstum im Euroraum ganz gut. Auf unserer monatlichen Prognosesitzung haben wir unsere Makro- und Finanzmarktprognosen aktualisiert.

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Ernst & Young EY: Deutsche Autokonzerne bei Marge weltweit spitze – nur Tesla ist profitabler

Stuttgart (26.5.22) – Die Autokonzerne trotzen der Chipkrise, Lieferkettenunterbrechungen und dem Krieg in der Ukraine und weisen von Quartal zu Quartal höhere Gewinne aus: So haben die 16 größten Autokonzerne der Welt im ersten Quartal einen operativen Gewinn von insgesamt 34,1 Milliarden Euro eingefahren – 19 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum und der höchste je in einem ersten Quartal erwirtschaftete Gewinn. weiterlesen

DIW-Konjunkturbarometer Mai: Ukraine-Krieg und Pandemielage in China

bremsen deutsche Wirtschaft weiter aus

Berlin (25.5.22) – Das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) verharrt im Mai bei 83 Punkten. Gegenüber April hat sich das Barometer kaum verändert und liegt weiterhin deutlich unter seinem neutralen Wert von 100. Der Krieg in der Ukraine, aber auch die chinesische Coronakrise treffen die deutsche Wirtschaft spürbar und befeuern die Inflation. Auch global zeichnet sich eine gedämpfte wirtschaftliche Entwicklung ab, von der Deutschland als exportorientierte Volkswirtschaft merklich betroffen sein dürfte. „Angesichts des schwierigen Umfelds hält sich die deutsche Wirtschaft zwar noch gut. Dennoch wird das Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal wohl vorübergehend etwas schrumpfen,“ sagt Guido Baldi, DIW-Konjunkturexperte.

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