BVI: Nachhaltige Fonds knacken Marke von 100 Milliarden Euro

Frankfurt/Main (10.9.20) – Der ESG-Fondsmarkt in Deutschland wächst dynamisch: Das in nachhaltigen Fonds angelegte Vermögen hat inzwischen die Marke von 100 Milliarden Euro überschritten. Rund die Hälfte davon liegt in Publikumsfonds. Auch das Neugeschäft legte kräftig zu. Im ersten Halbjahr 2020 verzeichneten nachhaltige Fonds Nettozuflüsse von 7,2 Milliarden Euro. Davon steuerten allein nachhaltige Publikumsfonds 7,7 Milliarden Euro bei (siehe Grafik); im Vergleich zum ersten Halbjahr 2019 ist das eine Steigerung um 160 Prozent. Gleichzeitig flossen aus nicht nachhaltigen Fonds 3,4 Milliarden Euro ab.

Grafik: BVI

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Oxfam: Konzerne päppeln Aktionäre, statt in die Zukunft zu investieren

Berlin (10.9.20) – Aktionär*innen von Großunternehmen profitieren von der Corona-Pandemie. Das zeigt der aktuelle Bericht „Power, Profits and the Pandemic“ der Nothilfe- und Entwicklungsorganisation Oxfam am Beispiel ausgewählter Unternehmen. So schütten die profitabelsten Konzerne in Europa, der USA und anderen Teilen der Welt trotz der Krise und staatlicher Unterstützung weiterhin Geld an Aktionär*innen aus, statt in menschenwürdige Arbeitsplätze und den klimakompatiblen Umbau ihrer Geschäftstätigkeit zu investieren. Auch deutsche Unternehmen wie beispielsweise BMW, Bayer und BASF planen entsprechende Ausschüttungen oder haben diese bereits getätigt, während sie gleichzeitig von milliardenschweren staatlichen Hilfszahlungen profitierten. Oxfam fordert von der Bundesregierung, ihre EU-Präsidentschaft für einen wirtschaftlichen Systemwechsel zu nutzen: die EU muss Unternehmen gesetzlich auf das Gemeinwohl verpflichten, um zu verhindern, dass diese weiterhin nur den Interessen der Kapitaleigner dienen.

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Was Ludwig van Beethoven, österreichische Nationalbank und Deutsche Börse verbindet –

200 Jahre Aktienhandel in Frankfurt

Frankfurt/Main (9.9.20)/PK – Es gibt schon verrückte Zufälle. Oder war es gar keiner? — Als vor 200 Jahren an der Frankfurter Börse mit den Papieren der Österreichischen Nationalbank der Aktienhandel begann, zählte der damals 50 jährige Ludwig van Beethoven zu den ersten Anlegern, die sich Aktien dieser Bank kauften. Zum heutigen Wert von etwa 80.000 Euro. weiterlesen

Fair statt mehr – Faire Woche startet  in zwei Tagen 

Berlin/Köln/Mainz (9.9.20) – Unter dem Motto „Fair statt mehr“ findet vom 11. bis zum 25. September die Faire Woche, die größte Aktionswoche des Fairen Handels, statt. Organisiert wird die bundesweite Veranstaltung vom Forum Fairer Handel in Kooperation mit dem Weltladen-Dachverband und TransFair (Fairtrade Deutschland). Der Corona-Pandemie zum Trotz zelebriert die Faire Woche 2020 das fünfzigjährige Bestehen der Fair-Handels-Bewegung in Deutschland und rückt die ursprüngliche Vision des Fairen Handels mit neuer Dringlichkeit in den Fokus: allen Menschen unabhängig ihrer Herkunft ein gutes Leben zu ermöglichen.  weiterlesen

VDIK: Über 33.000 neue Elektrofahrzeuge im August

 Bad Homburg (9.9.20) – In Deutschland wurden im August 33.302 Elektrofahrzeuge neu zugelassen. Der Zuwachs gegenüber dem Vorjahresmonat beträgt 408 Prozent. Die Neuzulassungen von rein batteriebetriebenen Elektroautos (BEV) stiegen um 221 Prozent auf 16.076 Einheiten. Außerdem wurden mehr als fünf Mal so viele Plug-In-Hybride (PHEV) wie im Vorjahresmonat neu zugelassen. Das Kraftfahrtbundesamt registrierte 17.095 neue PHEV (plus 448 Prozent).

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Ernst & Young: Autokonzerne rutschen im zweiten Quartal tief in die roten Zahlen

Stuttgart (9.9.20) – Die Pandemie hat der weltweiten Autoindustrie ein tiefrotes zweites Quartal beschert: Nach einem operativen Gewinn von 21,8 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum wiesen die 17 größten Autokonzerne der Welt im abgelaufenen Quartal insgesamt einen operativen Verlust von 10,8 Milliarden Euro aus. Nur sechs Unternehmen schrieben schwarze Zahlen, ein Unternehmen – Tesla – konnte seinen Gewinn steigern.

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VCI: Überwindung der Corona-Folgen braucht Zeit – Produktion sinkt in H1/2020 um 2,5 %, Umsatz geht um 6,1 % zurück

Frankfurt/Main (8.9.20) – Die chemisch-pharmazeutische Industrie hat sich dem Abwärtssog durch die Covid-19-Pandemie nicht entziehen können – trotz zeitweise steigender Nachfrage nach Desinfektions- und Reinigungsmitteln, Medikamenten und Seifen. Nach positivem Jahresbeginn ging die Produktion im zweiten Quartal um 5,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurück. Die Kapazitätsauslastung der Anlagen fiel im Schnitt auf 77,5 Prozent. „Unsere Unternehmen kamen trotz dieses Einbruchs deutlich besser durch die weltweite Krise als andere Branchen“, ordnet VCI-Präsident Christian Kullmann die Lage ein. Die Produktion in der chemisch-pharmazeutischen Industrie war im ersten Halbjahr 2,5 Prozent geringer als ein Jahr zuvor. Für Chemie ohne Pharma liegt sie 3,6 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Der Umsatz von Deutschlands drittgrößtem Industriezweig ging um 6,1 Prozent auf 96 Milliarden Euro zurück.

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KfW-ifo-Mittelstandsbarometer:

Stimmungsaufhellung im Mittelstand verliert an Tempo

München/Frankfurt/Main (7.9.20) – Die bisher kräftige Stimmungserholung der kleineren und mittleren Unternehmen in Deutschland nimmt ab: Zwar ist im August das mittelständische Geschäftsklima zum vierten Mal in Folge angestiegen, jedoch mit 2,8 Zählern auf jetzt -9,7 Saldenpunkte deutlich weniger stark als in den Monaten davor. Die Geschäftserwartungen legen dabei nur noch leicht zu (+1,2 Zähler auf -5,0 Saldenpunkte). Die Lageurteile verbessern sich hingegen deutlicher und ziehen um 4,4 Zähler auf -14,9 Saldenpunkte an.

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Daimler: Erste grüne Anleihe im Volumen von 1 Mrd. € – Starke Nachfrage nach grüner Anleihe mit Laufzeit von 10 Jahren und 0,75% p.a.

Stuttgart (3.9.20) -Mit der Emission der ersten grünen Anleihe nimmt die Daimler AG (Ticker Symbol DAI) weitere Fahrt in Richtung CO2-neutraler Technologien und Services auf. Der von der Daimler AG in Euro nominierte Benchmark-Bond mit einem Volumen von einer Mrd. €, einer Laufzeit von 10 Jahren und einem Coupon von 0,75% war durch ein qualitativ hochwertiges Orderbook vierfach überzeichnet. Zu den Unterzeichnern gehörten unter anderem BBVA, BNP Paribas, Commerzbank, Crédit Agricole, SEB and Unicredit.

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VDIK: Pkw-Markt im August mit Minus 20 Prozent

 Bad Homburg (3.9.20) – Der deutsche Pkw-Markt verzeichnete im August mit einem Minus von 20 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat einen Rückschlag. Das Kraftfahrtbundesamt registrierte 251.044 Neuzulassungen. Allerdings hatte der August 2020 einen Arbeitstag weniger.

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Allianz Pulse 2020: Schlechte Aussichten

München (3.9.20) – Die zweite Ausgabe des “Allianz Pulse”, einer Umfrage zur Stimmung in Deutschland, Frankreich und Italien, offenbart tiefen Pessimismus: 82% der französischen, 77% der italienischen und 49% der deutschen Befragten halten die Wirtschaftsaussichten für schlecht. Und weiter:

  • Die Ablehnung der EU hat sich weiter verfestigt: In allen drei Ländern erwartet die Mehrheit der Befragten weniger Solidarität zwischen den EU-Mitgliedern und die EU-Skeptiker sind in der Mehrzahl – erstmals auch in Deutschland
  • Mit Blick auf die Digitalisierung bleibt die Frage der Datensicherheit das größte Problem für 42% der Befragten in Deutschland (Frankreich: 37% und Italien: 28%); die Konsequenz: rund ein Drittel der Befragten in allen drei Ländern lehnt es ab, persönliche Daten über eine Corona-App zu teilen
  • Klimawandel steht ganz oben auf der Agenda – aber die Bereitschaft für klima-freundliche Produkte mehr zu bezahlen ist eher niedrig: 44% der deutschen Befragten sind dazu nicht bereit (Frankreich: 46% und Italien: 36%)

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Rize ETF: Zwei neue ETFs für nachhaltige Ernährung und Bildung

London/Frankfurt/Main (3.9.20) – Rize ETF, Europas erster auf thematische ETFs spezialisierter Emittent, hat heute zwei neue Produkte an die Börse in Frankfurt (Xetra) gebracht: den Rize Sustainable Future of Food UCITS ETF (RIZF) und den Rize Education Tech and Digital Learning UCITS ETF (LERN).

Quelle: Rize ETF

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LBS-Broschüre „Markt für Wohnimmobilien 2020“: Immobilien-Preisspiegel für 1.000 Städte

Berlin (3.9.20) – Wie hoch sind die Baulandpreise in Essen, Erfurt, Edewecht oder Erlensee? Wie viel günstiger sind gebrauchte Einfamilienhäuser als neue? Bleibt der Wohnungsmarkt weiter angespannt oder beruhigen sich Mieten und Preise demnächst? Und ganz aktuell: Welche Auswirkungen hat die Corona-Pandemie auf den Immobilienmarkt? Antworten auf diese und viele weitere Fragen gibt die Publikation „Markt für Wohnimmobilien“ der Landesbausparkassen (LBS), die jetzt druckfrisch vorliegt oder über folgenden Link heruntergeladen werden kann:  https://www.lbs-markt-fuer-wohnimmobilien.de/bestellen/

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WSI zur bisherigen Tarifrunde 2020 : Differenzierte Tarifpolitik je nach Corona-Betroffenheit der Branchen, Tariflöhne steigen 2020 durchschnittlich um 2,1 Prozent

Düsseldorf (2.9.20) – Angesichts der Corona-Krise agiert die Tarifpolitik in diesem Jahr besonders differenziert. In Branchen, die stark vom wirtschaftlichen Einbruch durch die Pandemie betroffen sind, liegen die Schwerpunkte  auf Beschäftigungssicherung. Außerdem steht in vielen Bereichen die Stabilisierung der Einkommen von Beschäftigten in Kurzarbeit im Fokus von tariflichen Vereinbarungen. So erhielten im Juni 54 Prozent der Kurzarbeitenden in Unternehmen mit Tarifvertrag eine Aufstockung des Kurzarbeitergeldes, in Unternehmen ohne Tarifbindung hingegen nur eine Minderheit von 31 Prozent. In Wirtschaftsbereichen, deren Geschäfte weniger leiden, die möglicherweise sogar florieren und/oder in denen sich eine besondere „Systemrelevanz“ der geleisteten Arbeit erwiesen hat, geht es dagegen in der Tarifrunde 2020 auch um spürbare Lohnerhöhungen. Das gilt zum Beispiel für den öffentlichen Dienst der Kommunen und beim Bund, bei der Deutschen Post und im Gebäudereinigerhandwerk, wo die Tarifverhandlungen in diesen Tagen starten. In der Tarifrunde des Bauhauptgewerbes beginnt die Schlichtung.

 

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Forum Fairer Handel: Fairer Neustart gefordert

Berlin (2.9.20) – Anlässlich seiner Jahrespressekonferenz fordert das Forum Fairer Handel (FFH) einen fairen Neustart nach der Covid-19-Krise, der sich an sozialen und ökologischen Kriterien ausrichten muss. Der Faire Handel in Deutschland blickt in 2020 auf 50 Jahre zurück und konnte viel bewegen. „In einem ‚normalen‘ Jubiläumsjahr wären die positiven Umsatzzahlen des Fairen Handels in Deutschland ein Grund zur Freude gewesen“, erklärt Matthias Fiedler, Geschäftsführer des Forum Fairer Handel. „Doch die Prognose für 2020 gibt uns Anlass zur Sorge und offenbart einen grundlegenden Missstand im Welthandel: Unternehmen, die sich solidarisch mit ihren Partnern zeigen und Menschen und Umwelt generell über den Profit stellen, haben im bestehenden Wirtschaftssystem das Nachsehen“, kritisiert Fiedler. „Für eine zukunftsfähige Weltwirtschaft muss das Prinzip ‚Menschen und Umwelt vor Profit‘ zum Standard werden“, erklärt Andrea Fütterer, Vorstandsvorsitzende des Forum Fairer Handel. „Doch dafür haben wir keine weiteren 50 Jahre Zeit“, ergänzt sie.

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KfW Kreditmarktausblick: Längere Laufzeiten treiben Kreditneugeschäft

Frankfurt/Main (1.9.20) – Die deutsche Wirtschaft hat durch die Corona-Pandemie einen tiefgreifenden Schock erlitten. Im 2. Quartal ist die Wirtschaftsleistung um rund 10 Prozent eingebrochen. Aus den Einschränkungen des öffentlichen Lebens resultierten für die Unternehmen erhebliche Umsatzeinbußen und teilweise existenzbedrohende Liquiditätslücken, die jedoch durch die Ausweitung der Kreditvergabe abgemildert werden konnten. Dafür spricht der erneut deutliche Zuwachs des von KfW Research berechneten Kreditneugeschäfts der Banken und Sparkassen mit heimischen Unternehmen und Selbstständigen im 2. Quartal. Zwischen April und Juni reichten die Finanzinstitute 6,0 % mehr Kredite aus als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Das Wachstumstempo hat sich gegenüber dem Jahresbeginn (+7,3 %) kaum verlangsamt

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IBU-tec: Deutlich weniger umgesetzt,

aber das Ergebnis verbessert

Weimar (31.8.20) – Die IBU-tec advanced materials AG („IBU-tec“, ISIN: DE000A0XYHT5) hat im 1. Halbjahr 2020 bei einem signifikant rückläufigen Umsatz das Ergebnis gesteigert. Auf dieser Basis und aufgrund einer merklichen Belebung des Geschäfts in den vergangenen Monaten bestätigt IBU-tec die bereits vor dem Covid-19-bedingten Lockdown aufgestellte Jahresprognose. Der Konzernumsatz in den ersten sechs Monaten des Jahres belief sich auf 14,3 Mio. Euro nach 27,4 Mio. Euro ein Jahr zuvor. Prägend hierfür waren Projektverschiebungen durch die Mobilitätsbeschränkungen während des Lockdowns der Corona-Krise, eine besondere Zurückhaltung bei Kunden aus der Automobilindustrie und der teilweise und noch andauernde Produktionsausfall nach dem Brand bei der Konzerntochter BNT Chemicals Ende Dezember 2019.

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Postbank: Wohnatlas 2020

Droht jetzt die Überhitzung?

Bonn (27.8.20) – Die Immobilienpreise in Deutschland steigen seit Jahren, besonders in den Ballungsräumen. Droht der Markt zu überhitzen? Ein Gradmesser ist das Verhältnis von Kauf- zu Mietpreisniveau. Ein Blick in den Postbank Wohnatlas zeigt, dass in 158 von 401 deutschen Landkreisen und kreisfreien Städten die Wohnungspreise noch vergleichsweise moderat, in den Großstädten aber überdurchschnittlich hoch ausfallen. In der Analyse hat das Hamburgische WeltWirtschaftsInstituts (HWWI) für die Postbank die Immobilienangebote untersucht.

Postbank Wohnatlas 2020 / Immobilienmarkt: Droht jetzt die Überhitzung? / Experten analysieren regionale Wohnungsmärkte in Deutschland / In vielen Ballungsräumen hängen die Kaufpreise die Mieten ab

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DekaBank: Bislang Corona-Krise getrotzt

    Frankfurt/Main (26.8.20) – Die DekaBank erzielte trotz der schwierigen Rahmenbedingungen im ersten Halbjahr 2020 ein deutlich positives Wirtschaftliches Ergebnis in Höhe von 163 Mio. Euro. Das Ergebnis liegt dabei vor allem auf Grund einer Corona-bedingt deutlich höheren Risikovorsorge unter dem Vorjahreszeitraum (223 Mio. Euro).

     

    Wichtige Kennzahlen (nach IFRS)

     

    1. Halbjahr
    2020

    Mio. Euro

    1. Halbjahr 2019

    Mio. Euro

    Veränderung

    in Prozent

    Summe Erträge

    757,9

    771,4

              -1,8

    davon:
           Zinsergebnis

    96,6

    97,5

        -0,9

           Risikovorsorge

    -68,9

    -11,4

    <-300

           Provisionsergebnis

    576,7

    591,4

    -2,5

           Finanzergebnis aus Handelsbuch-

    Beständen

    152,2

    120,9

              25,9

           Finanzergebnis aus Bankbuch-

    Beständen

    25,8

    27,2

    -5,1

           Sonstiges betriebliches Ergebnis

    -24,4

    -54,1

    54,9

    Summe Aufwendungen

    595,5

    548,3

    8,6

    Wirtschaftliches Ergebnis

    162,5

    223,1

              -27,2

    Nettovertriebsleistung

    14.470

    6.703

    115,9

     

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    UNIVERSITÄT HOHENHEIM zu Corona-Folgen: Ökonomen bestätigen, Steuersenkung bremst Teuerungsrate

    Stuttgart (26.8.20) – Die Mehrwertsteuersenkung kommt bei den Verbrauchern an: Die Preise in Deutschland sind bei vielen Produkten merklich gesunken. Seit Beginn der Corona-Krise Mitte Februar beobachten Wirtschaftswissenschaftler der Universität Hohenheim in Stuttgart die Entwicklung der Lebensmittelpreise. Ihr Fazit: Die Preisstabilisierung ist auch bei den Lebensmitteln angekommen. Das zeigt auch der „Chili-con-Carne-Index“, den sie zur besseren Veranschaulichung als Maß für die gefühlte Inflation entwickelt haben. Hatten sie für dieses Gericht Mitte Mai noch eine Preissteigerung von rund 7,5 % errechnet, kosten die Zutaten gegenwärtig nur noch knapp 3 % mehr als zu Krisenbeginn. Ob diese Entwicklung allerdings von Dauer ist, bleibt abzuwarten.
     
    Weitere Ergebnisse und Experten zum Thema Corona-Krise und ihre Folgen unter https://www.uni-hohenheim.de/expertenliste-corona-krise

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    KfW-Konjunkturkompass:  Kräftige Erholung nach Tiefpunkt im April, doch jetzt nimmt der Gegenwind zu

    Frankfurt/Main (25. 8.20) – Die Corona-Pandemie hat in Deutschland und der Eurozone zu einem historischen Einbruch der Wirtschaftsleistung geführt. Auf den Tiefpunkt im April folgte eine schnelle Aufholbewegung, deren anfänglich hohes Tempo sich aber schon aktuell wieder deutlich verlangsamen dürfte. Nach der relativ mechanischen Erholung durch die Aufhebung vieler Eindämmungsmaßnahmen wird der verbleibende Abstand zum Niveau der Wirtschaftsaktivität vor der Krise immer schwieriger zu überwinden. KfW Research erwartet für Deutschland 2020 weiterhin einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um rund 6 %, gefolgt von einem Wachstum von 5 % im nächsten Jahr. Das Vorkrisenniveau dürfte bis Ende 2021 wieder erreicht werden. Im Euroraum insgesamt dürfte das Bruttoinlandsprodukt im laufenden Jahr um rund 8% schrumpfen. Für 2021 kann mit einem aufholenden Wachstum von etwa 6 % gerechnet werden.

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    IMK: Höherer Kinderbonus und mehr Kurzarbeitergeld würden Konjunktur stärker stützen als Mehrwertsteuersenkung

    Düsseldorf (24.8.20) – Die Senkung der Mehrwertsteuer bis Ende 2020 dürfte dem privaten Konsum und der Konjunktur in Deutschland nur einen relativ überschaubaren Impuls geben. Größere Effekte hätten die dafür im Konjunkturpaket der Bundesregierung eingesetzten Mittel wahrscheinlich erzeugt, wenn sie in einen höheren Kinderbonus oder eine stärkere Aufstockung des Kurzarbeitergeldes geflossen wären. Darauf deuten nach einer neuen Analyse des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung aktuelle Ergebnisse einer Umfrage unter gut 6300 Erwerbstätigen hin.* Knapp 75 Prozent der im Auftrag der Stiftung Befragten gaben darin Ende Juni an, trotz Mehrwertsteuersenkung ihr Konsumverhalten im zweiten Halbjahr 2020 nicht verändern zu wollen. Dagegen erklärten fast 80 Prozent der Befragten, sie würden bei einer Einmalzahlung wie dem Kinderbonus ihren Konsum erhöhen. Zudem zeigt sich in der Umfrage, dass Menschen, die ohne Aufstockung des Kurzarbeitergeldes in Kurzarbeit sind, ihre Ausgaben signifikant häufiger reduziert haben als andere Befragte – eine finanzielle Besserstellung hätte daher nach Einschätzung der Studienautoren Prof. Dr. Sebastian Dullien und Jan Behringer ebenfalls spürbare positive Wirkungen. „Eine andere Gewichtung der Maßnahmen im Konjunkturpaket – etwa ein höherer Kinderbonus oder eine großzügigere Aufstockung des Kurzarbeitergeldes – hätte nach diesen Ergebnissen zu einem größeren konjunkturellen Impuls geführt“, schreiben die Wissenschaftler in ihrem Fazit – und raten dazu, im Falle weiterer Pakete zur Konjunkturstützung entsprechend anders zu gewichten.

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    AKASOL: Trotz Covid 19 mehr umgesetzt – Starkes zweites Halbjahr erwartet

    Darmstadt (24.8.20) – Die AKASOL AG („AKASOL”; das „Unternehmen“; ISIN DE000A2JNWZ9), ein führender deutscher Entwickler und Hersteller von Hochleistungs- und Hochenergie-Lithium-Ionen-Batteriesystemen sowie Anbieter von Komplettlösungen, hat trotz konjunktureller Auswirkungen im zweiten Quartal eine Umsatzsteigerung um 27,5% im Vergleich zu den ersten drei Monaten des Jahres verzeichnet und entscheidende Meilensteine für das weitere nachhaltige Wachstum erreicht: Neben der planmäßigen massiven Erweiterung der Produktionskapazitäten wurden unter anderem bedeutende Projekte zur Weiterentwicklung bestehender und neuer Produkte vorangetrieben, um die Technologieführerschaft auf dem Gebiet leistungsstarker Lithium-Ionen-Batteriesysteme für den Nutzfahrzeugmarkt weiter auszubauen.  weiterlesen

    PSD Banken trotzen gut gerüstet der Corona-Krise

     

    Frankfurt/Main /Bonn (20.8.20) – Die PSD Bankengruppe mit ihren 14 Mitgliedsinstituten zieht eine erfolgreiche Bilanz des Geschäftsjahrs 2019 und erweist sich im Jahr 2020 als krisenfest. Die Geschäfte der PSD Banken bleiben von den Auswirkungen der Corona-Krise bislang weitgehend verschont. Die Bilanzsumme erhöhte sich im Jahr 2019 im Vergleich zum Vorjahr um 5 Prozent auf 25,8 Mrd. Euro. Der Vertrieb wartet mit starken Zahlen auf: So zog das Neugeschäft im Bereich Baufinanzierung weiter an und stieg im Vergleich zum Vorjahr um 5 Prozent auf 2,7 Mrd. Euro. Rund die Hälfte des Vertriebs erfolgte über die Online-Plattformen. Hier lag die Wachstumsrate bei 15 Prozent. Der Trend ist deutlich: Immer mehr Baufinanzierungen werden online vermittelt, im vergangenen Jahr wurde bereits jeder zweite Kredit über diesen Kanal abgeschlossen. weiterlesen

    IMK-Konjunkturindikator hellt sich weiter auf

    Düsseldorf (20.8.20) – Die Aussichten darauf, dass die deutsche Wirtschaft im laufenden Quartal erstmals nach Ausbruch der Corona-Krise wieder robust wächst und damit technisch betrachtet die Rezession hinter sich lässt, haben sich in den vergangenen Wochen noch einmal deutlich verbessert. Das signalisiert der Konjunkturindikator des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung für den Zeitraum von August bis Ende Oktober. In der Drei-Monats-Prognose zeigt der Indikator, der die aktuellsten verfügbaren Daten über die Wirtschaftslage bündelt, eine mittlere Rezessionswahrscheinlichkeit von lediglich 5,2 Prozent an – nach 31 Prozent im Juli. Das nach dem Ampelsystem arbeitende IMK-Frühwarnsystem schaltet deshalb von „gelb-rot“ (erhöhte konjunkturelle Unsicherheit) auf „grün“ (keine akute Rezessionsgefahr). Allerdings ist die statistische Streuung im Indikator – sie spiegelt die Verunsicherung der Wirtschaftsakteure wider – zwar ebenfalls deutlich rückläufig, mit 23,1 Prozent aber noch erheblich.

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