Alle Beiträge von Peter Kochanski

Ernst & Young: Vollbremsung auf dem Neuwagenmarkt – Einbruch auf allen großen Märkten

Frankfurt/Main (15.10.21) – Der EU-Neuwagenmarkt ist im September um 23 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat geschrumpft, gegenüber September 2019 ergab sich ein Rückgang um 21 Prozent. Alle großen Märkte lagen im September zweistellig im Minus. Besonders starke Einbußen verzeichneten Italien (minus 33 Prozent) und Deutschland (minus 26 Prozent). Im bisherigen Jahresverlauf liegt der Absatz zwar immer noch über dem Wert des Vorjahres – um 7 Prozent –, aber um 24 Prozent unter dem Niveau von 2019.

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IMK-Konjunkturindikator: Lieferengpässe trüben Aussichten ein

Düssseldorf (14.10.21) – Durch die Lieferengpässe und Preissteigerungen bei wichtigen Vorprodukten für das Verarbeitende Gewerbe haben sich die konjunkturellen Aussichten für das Schlussquartal 2021 in den vergangenen Wochen deutlich eingetrübt. Das signalisiert der Konjunkturindikator des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung. Der nach dem Ampelsystem arbeitende Indikator schaltet für die drei Monate von Oktober bis Ende Dezember 2021 von „gelbgrün“ auf „gelbrot“. Damit prognostiziert er für diesen Zeitraum eine „erhöhte konjunkturelle Unsicherheit“, allerdings noch kein Ende der wirtschaftlichen Erholung in Deutschland. Konkret ist die Wahrscheinlichkeit für einen Wirtschaftsboom mit deutlich überdurchschnittlichem Zuwachs für das vierte Quartal auf jetzt 19,9 Prozent gesunken, nach 40,1 Prozent im September. Das Risiko, dass die deutsche Wirtschaft in den drei kommenden Monaten in eine Rezession geraten könnte, hat hingegen kräftig von 19,3 Prozent auf 44,1 Prozent zugenommen. Damit bleibt die Rezessionswahrscheinlichkeit aber unter der 50 Prozent-Schwelle, was eine Fortsetzung des Aufschwungs signalisiert. Die statistische Streuung im Indikator, ein Maß für die Unsicherheit von Wirtschaftsakteuren, ist ebenfalls gestiegen, auf nun 20,2 Prozent. Der Indikator bündelt die aktuell verfügbaren Daten über die Wirtschaftslage.

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Herbstgutachten der Wirtschafts-Forschungsinstitute – DIW u.a.:

Krise wird allmählich überwunden – Handeln an geringerem Wachstum ausrichten

Berlin (14.10.21) – Die wirtschaftliche Lage in Deutschland ist nach wie vor von der Corona-Pandemie gekennzeichnet. Eine vollständige Normalisierung kontakt­intensiver Aktivitäten ist kurzfristig nicht zu erwarten. Außerdem behin­dern Lieferengpässe vorerst das Verarbeitende Gewerbe. Im Verlauf des Jahres 2022 dürfte die deutsche Wirtschaft wieder die Normalaus­lastung erreichen. Gemäß Prognose der Institute steigt das Brutto­inlandsprodukt im Jahr 2021 um 2,4 Prozent und wird im Jahr 2022 um 4,8 Prozent zulegen.

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ZEW: Konjunkturerwartungen zum fünften Mal in Folge abwärts

Mannheim (12.10.21) – Beim Blick auf die Konjunktur werden Börsenprofis immer pessimistischer. Dies spiegeln die Konjunkturerwartungen des ZEW in Mannheim wider. Sie sind zum fünftel Mal hintereinander gesunken. In der am Vormittag veröffentlichten Pressemitteilung des ZEW heißt es: Die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland gehen in der aktuellen Umfrage vom Oktober 2021 um 4,2 Punkte auf einen neuen Wert von 22,3 Punkten zurück. Dies ist der fünfte Rückgang in Folge. Die Einschätzung der konjunkturellen Lage für Deutschland verschlechtert sich in der aktuellen Umfrage um 10,3 Punkte und liegt damit bei 21,6 Punkten. Dies ist der erste Rückgang seit dem kontinuierlichen Anstieg zwischen Februar und September 2021. Gegenüber dem Vormonat hat sich damit der Ausblick auf die wirtschaftliche Entwicklung der nächsten sechs Monate erkennbar verschlechtert.

KfW: Jeder zweite Mittelständler derzeit von Lieferengpässen betroffen

Frankfurt/Main (11.10.21) – Das Wirtschaftswachstum dürfte in diesem Jahr niedriger ausfallen als noch vor einigen Monaten erwartet. Ein wesentlicher Grund für die schwächeren Wachstumsaussichten in diesem Jahr sind Lieferengpässe bei Rohstoffen und Vorprodukten, die weite Teile der Wirtschaft erfasst haben – auch den deutschen Mittelstand. Gegenwärtig kämpft knapp jedes zweite (48 %) der rund 3,8 Millionen kleinen und mittleren Unternehmen in Deutschland mit den Folgen von Lieferproblemen, wie eine im September durchgeführte Sonderbefragung von KfW Research im Rahmen des KfW Mittelstandspanels zeigt.

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KfW:

Klimaneutralität bis Mitte des Jahrhunderts erfordert Investitionen von 5 Billionen EUR

 

Frankfurt/Main (7.10.21) – Deutschland will bis zur Mitte des Jahrhunderts klimaneutral werden. Technisch ist dieses Ziel erreichbar, es erfordert jedoch eine umfangreiche Transformation in allen Wirtschaftssektoren, vom Verkehr über die Industrie bis hin zu den privaten Haushalten. In welchem Umfang hierzu Investitionen getätigt werden müssen, beleuchtet eine neue von KfW Research beauftragte und von Prognos, Nextra Consultung sowie NKI (Institut für nachhaltige Kapitalanlagen) durchgeführte Studie. Insgesamt sind demnach Klimaschutzinvestitionen von rund 5 Billionen Euro erforderlich. Verteilt man diese Summe auf die bis zum angestrebten Ziel der Klimaneutralität im Jahr 2045 verbleibende Zeit, entstehen Investitionsbedarfe von durchschnittlich 191 Mrd. EUR pro Jahr bzw. 5,2% des deutschen Bruttoinlandsprodukts.

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VÖB-Kapitalmarktprognose:

Erholungskurs mit Stolperfallen

Berlin  (6.10.21) – Die Weltwirtschaft verarbeitet dank Lockerungsmaßnahmen in vielen Ländern die Pandemie und ist auf Erholungskurs. Allerdings stellen sich für Konjunktur und Finanzmärkte in den nächsten Monaten eine Vielzahl neuer Herausforderungen und Stolperfallen. Im Fokus sind hier insbesondere die heftigen Preisaufschläge an den Rohstoffmärkten und ein durch verschiedene Faktoren bedingtes verknapptes Güterangebot mit Lieferengpässen, das auch die Inflation erhöhen dürfte. Auch sorgt eine mögliche vierte Pandemiewelle für Unsicherheit.

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DIW: Die Riester-Rente verfehlt ihre Ziele und braucht einen Neustart

Berlin (6.10.21) – Die Riester-Rente hat ihre Ziele verfehlt. Zu diesem Resümee kommt 20 Jahre nach deren Einführung eine Studie der Abteilung Staat und des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin). Die Forscher haben Umfragedaten aus den jährlichen Befragungen des SOEP seit 2004 ausgewertet. Diese zeigen: Seit zehn Jahren stagniert der Anteil der BürgerInnen bis 65 Jahren, die einen Riester-Vertrag abgeschlossen haben, bei etwa 25 Prozent. Ein Großteil der Haushalte wird also nicht erreicht. Zudem zeigen sich große Unterschiede bei den Einkommensgruppen: Vor allem GeringverdienerInnen und Personen mit Phasen längerer Arbeitslosigkeit – also genau die Gruppen, die besonders von Altersarmut bedroht sind – sorgen kaum mit der Riester-Rente für das Alter vor. „Die Riester-Rente erreicht nicht diejenigen, die sie am dringendsten brauchen würden“, sagt Studienautor Peter Haan. „Ihr Ziel, das sinkende Rentenniveau abzufedern und den Lebensstandard auch im Alter zu sichern, verfehlt sie somit weitgehend.“ Die Riester-Rente, die der Staat mit Zuschüssen und steuerlichen Vorteilen fördert, steht bereits seit längerem aus unterschiedlichen Gründen in der Kritik. Zuletzt kündigte eine Reihe von Versicherern an, künftig keine neuen Riester-Verträge mehr anzubieten. weiterlesen

„Aktion pro Aktie“: Der Weg zu Aktien führt über Wissen

Quickborn (6.10.21) – Wissen und ein einfacher Einstieg – das bringt die Menschen an die Börse. Wer bei der Geldanlage den Durchblick hat, wagt sich auch eher auf den Aktienmarkt. Die Hälfte der Bundesbürger:innen fühlt sich beim Thema Geldanlage gut informiert. Bei den Aktienbesitzer:innen gilt dies sogar für drei Viertel. Gegen ein Aktieninvestment sprechen vor allem Ängste und Unsicherheiten. Dies sind Ergebnisse der repräsentativen Studie „Aktienkultur in Deutschland“, für die im Juli und August 2021 insgesamt 2.000 Deutsche ab 18 Jahren online befragt wurden.

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BVR: Mittelfristig Trendwende

bei Unternehmensinsolvenzen erwartet

Berlin (6.10.21) – Der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) rechnet damit, dass der langjährige Abwärtstrend der Unternehmensinsolvenzen allmählich auslaufen wird. Der neusten BVR-Insolvenzprognose zufolge wird die Anzahl der Firmenpleiten in Deutschland 2021 gegenüber dem Vorjahr zwar nochmals zurückgehen, um rund 1 Prozent auf etwa 15.700 Fälle. Eine Analyse der Insolvenzquoten der vergangenen 50 Jahre lässt mittelfristig aber merklich wieder steigende Fallzahlen erwarten. weiterlesen

Mercedes-Benz:

Top-Modelle und E-Fahrzeuge mit starkem Absatz in herausforderndem Umfeld

    Stuttgart (6.10.21) – Mercedes-Benz Cars hat von Januar bis September 1.617.508 (+3,0%) Fahrzeuge ausgeliefert. Die Verkäufe waren insbesondere geprägt durch die starke Nachfrage nach Modellen von Mercedes-Maybach und Mercedes-AMG sowie nach batterieelektrischen Fahrzeugen wie dem EQA und dem EQC (EQC 400 4MATIC, Stromverbrauch kombiniert: 21,5 kWh/100 km, CO2-Emissionen kombiniert: 0 g/km)1. Ein Rekordabsatz in China hat ebenfalls positiv zum Gesamtabsatz beigetragen. Der weltweite Absatz der S-Klasse stieg seit Jahresbeginn um 45% auf 62.306 Einheiten. Die Auslieferungen von Top-Modellen von Mercedes-Benz legten auch im dritten Quartal weiter zu, obwohl sich der Engpass bei Halbleitern nochmals verschärfte.

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    Deutsche Börse:

    Digitale Nachhandelsplattform der

    nächsten Generation eingeführt

    Frankfurt/Main (6.10.21) – Unter dem Namen „D7“ plant der internationale Marktinfrastrukturanbieter Deutsche Börse die Einführung einer regulatorisch konformen, vollständig digitalen Nachhandelsplattform. Diese steht im Einklang mit dem in Deutschland kürzlich eingeführten Gesetz für elektronische Wertpapiere. Die neue Cloud-unterstützte und DLT-fähige Plattform wird es Marktteilnehmern ermöglichen, ihre Finanzprodukte zu digitalisieren und dabei den Zugang zu etablierten zentralen und dezentralen Infrastrukturen und Märkten bieten.

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    VDIK: Pkw-Markt in sehr schwierigem Fahrwasser

    Bad Homburg (5.10.21) – Im September wurden in Deutschland 197.000 Pkw neu zugelassen. Das waren 26 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Es ist damit der schlechteste September seit 1991. Erstmals überhaupt wurden in diesem Monat weniger als 200.000 Neuwagen verkauft. Auch auf das Gesamtjahr betrachtet ist der Pkw-Markt nun ins Minus gerutscht. Insgesamt wurden 2,02 Millionen Pkw neu zugelassen, das entspricht einem Rückgang um 1,2 Prozent. Damit blieb der deutsche Pkw-Markt seit Jahresbeginn rund 17 Prozent unter dem 10-jährigen Durchschnitt. Die internationalen Hersteller erreichten im September wie schon im Vorjahr einen Marktanteil von 44 Prozent.

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    KfW: Langsamere Globalisierung erfordert Anpassung der Wachstumsstrategien deutscher Unternehmen durch die Wirtschaftspolitik

    Frankfurt/Main (5.10.21) – Die deutsche Wirtschaft hat in den vergangenen Jahrzehnten stark von der Globalisierung profitiert. Entsprechend hoch ist die Bedeutung des Auslandsgeschäfts sowohl für die direkt exportierenden Unternehmen als auch für deren Zulieferer, die häufig aus dem Mittelstand kommen. In der Gesamtbetrachtung hingen im Jahr 2019 rund 28 % aller Arbeitsplätze (rund 12,6 Millionen Erwerbstätige) hierzulande und 31 % der Bruttowertschöpfung (knapp 1.000 Milliarden Euro) direkt oder indirekt vom Export ab. Das zeigt eine von KfW Research in Auftrag gegebene und von Prognos durchgeführte Studie zur Zukunft der Globalisierung und den  Wachstumsperspektiven deutscher Unternehmen.

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    KfW-ifo-Mittelstandsbarometer:

    Industrie zieht Stimmung im Mittelstand nach unten

    München/Frankfurt/Main (4.10.21) – Mit dem dritten Rückgang in Folge schwenkt das Geschäftsklima der mittelständischen Unternehmen in Deutschland im September auf einen Abwärtstrend ein. Nach einem Minus von 1,7 Zählern erreicht es mit 5,3 Saldenpunkten nur noch ein leicht überdurchschnittliches Niveau. Beide Komponenten des Indikators verschlechtern sich, wie das aktuelle KfW-ifo-Mittelstandsbarometer zeigt: Die Geschäftserwartungen sinken um 2,0 Zählern auf -0,9 Saldenpunkte und liegen damit leicht unter der Nulllinie, die für den langfristigen Mittelwert steht. Zum ersten Mal seit Januar sinken aber auch die Geschäftslageurteile, und zwar um 1,4 Zähler auf 11,9 Saldenpunkte. weiterlesen

    Lufthansa: Weitere Airbus A 350-900

    Langstreckenflugzeuge geleast

    Frankfurt/Main (4.10.21) – Die Lufthansa Group beschleunigt die Modernisierung ihrer Langstreckenflotte. Der Konzern unterzeichnete Leasingverträge für vier hochmoderne und treibstoffeffiziente Airbus A350-900 Flugzeuge mit den Lessoren Avolon, SMBC Aviation Capital Ltd. und Goshawk. Dadurch wächst die A350 Flotte im Konzern zu Jahresbeginn 2022 auf 21 Flugzeuge.

    Foto Lufthansa
    Foto Lufthansa

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    Daimler: Überragende Mehrheit auf HV für Abspaltung des LKW- und Bus-Geschäfts

    Stuttgart ( 1.10.21) – Die Aktionärinnen und Aktionäre der Daimler AG (Börsenkürzel DAI) haben auf der virtuellen außerordentlichen Hauptversammlung am 1. Oktober 2021 mit überragender Mehrheit eine historische Neuausrichtung des Unternehmens beschlossen. Für die Abspaltung des Lkw- und Bus-Geschäfts mit anschließendem Listing der Daimler Truck Holding AG als eigenständiges Unternehmen an der Frankfurter Wertpapierbörse sprachen sich 99,90% des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals aus.

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    DIW Konjunkturbarometer:

    Ruhe vor dem Sturm

    Berlin (29.9.21) – Das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) hält sich im September bei kräftigen 108 Punkten, deutlich oberhalb der Expansionsschwelle von 100 Punkten. Für das zu Ende gehende dritte Quartal ist damit ein kräftiger Schub zu erwarten – das Bruttoinlandsprodukt dürfte im Vergleich zum zweiten Quartal dieses Jahres um etwa anderthalb Prozent zulegen. Beflügelt wird die Entwicklung von einem Zwischenhoch bei den DienstleisterInnen, im verarbeitenden Gewerbe hält dagegen der Abwärtstrend an.

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    VÖB-Aktienmarktprognose: Weiterhin leichte Aufwärtsbewegung an den Aktienmärkten trotz erheblicher Risikofaktoren

    Berlin (29.9.21) – Die Aktienexperten der VÖB-Mitgliedsinstitute Manfred Bucher (BayernLB), Joachim Schallmayer (DekaBank), Markus Reinwand (Helaba), Uwe Streich (LBBW) und Volker Sack (NORD/LB) erwarten für die kommenden zwölf Monate eine leichte Aufwärtsbewegung an den Aktienmärkten trotz zwischenzeitlicher Konsolidierung aufgrund verschiedener Risiken. weiterlesen

    IMK-Konjunkturprognose: Deutsche Wirtschaft wächst um 2,6 Prozent 2021 und um 5,1 Prozent 2022 – starker Aufschwung verschiebt sich

    Düsseldorf (29.9.21) – Die Engpässe bei Rohstoffen und Vorprodukten wie Halbleitern bremsen das Wachstum der deutschen Wirtschaft bis weit ins nächste Jahr, vor allem die Industrieproduktion kann dadurch derzeit nicht mit den boomenden Auftragseingängen mithalten. Die Knappheiten sind ein wesentlicher Grund dafür, dass die wirtschaftliche Erholung 2021 deutlich weniger stark ausfällt als noch vor einigen Monaten erwartet. Demgegenüber wird das Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2022 noch etwas mehr zulegen als bislang prognostiziert. Im Jahresdurchschnitt 2021 wächst die deutsche Wirtschaft (BIP) um 2,6 Prozent, 2022 um 5,1 Prozent. Das ergibt die neue Konjunkturprognose des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung.*  Treibende Kräfte des eher moderaten Wachstums in diesem Jahr sind Exporte, zum Teil aus Lagerbeständen, und Investitionen, während der private Konsum leicht bremst. 2022 wird der Konsum zum dominierenden Wachstumsfaktor, auch von den Investitionen kommt ein kräftiger Beitrag. Die Arbeitslosenquote sinkt 2021 leicht auf durchschnittlich 5,7 Prozent. 2022 geht die Arbeitslosigkeit dann deutlicher zurück, die Quote wird im Jahresdurchschnitt bei 5,1 Prozent liegen (detaillierte Zahlen unten). Die Inflation steigt zwar in diesem Jahr erstmals seit längerem über das Ziel der Europäischen Zentralbank (EZB) von zwei Prozent (auf 2,9 Prozent im Jahresmittel). Da dafür neben dem Wirtschaftsaufschwung aber auch temporäre Sonderfaktoren wie die Rückkehr zum alten Mehrwertsteuersatz eine Rolle spielen, wird die Teuerungsrate im kommenden Jahr wieder auf 1,9 Prozent zurückgehen. Das IMK sieht derzeit keine Verfestigungstendenzen der Inflation und keinen Handlungsbedarf für die Europäische Zentralbank (EZB).

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    Ernst & Young: Starkes drittes Quartal auf dem IPO-Markt – vor allem in Europa

    Frankfurt/Main (28.9.21) – Der weltweite IPO-Markt präsentierte sich auch im dritten Quartal in guter Verfassung: Insgesamt wagten zwischen Juli und September weltweit 547 Unternehmen den Sprung aufs Parkett – 23 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Das Emissionsvolumen stieg um elf Prozent auf 106 Milliarden US-Dollar. Das stärkste Wachstum wurde wie schon im Vorquartal in Europa registriert: Im Vergleich zum dritten Quartal 2020 hat sich die Zahl der Börsengänge an europäischen Börsen von 37 auf 85 mehr als verdoppelt, das Emissionsvolumen stieg von 6,3 auf 11,6 Milliarden US-Dollar (plus 83 Prozent).

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    GLS Bank: Eine Koalition für Freiheit, soziale Gerechtigkeit und ökologische Zukunftsfähigkeit

    Bochum (27.9.21) – Thomas Jorberg, Vorstandssprecher der GLS Bank und Initiator von „Zukunft jetzt!“ spricht sich für eine Ampel-Koalition aus. Diese müsse durch die Kernwerte von SPD, Grünen und FDP geprägt sein. Pünktlich zur Bundestagswahl forderten bereits über 1300 nachhaltige Unternehmen mit dem Aufruf „Zukunft jetzt!“ wirksamen Klimaschutz von der nächsten Bundesregierung. Eine Koalition aus SPD, Grünen und FDP könnte das leisten, sagt GLS Bank Vorstandssprecher Thomas Jorberg – wenn die drei Parteien ihre ursprünglichen Werte einbringen. Das Plädoyer für eine solche sozial-freiheitliche Öko-Ampel ist heute als offener Brief an die Parteivorstände und SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz geschickt worden. weiterlesen

    Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft: 5 Sätze, die wir im

    Koalitionsvertrag lesen wollen

    Berlin (27.9.21) – Bei den jetzt beginnenden Sondierungsgesprächen und späteren Koalitionsverhandlungen müssen Klimaschutz und Nachhaltigkeit im Mittelpunkt stehen. Der Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft e.V. (BNW) hat dazu die zentralen Sätze formuliert, die im Programm der kommenden Bundesregierung stehen müssen. weiterlesen

    Ernst & Young: Banken rechnen in Folge der Corona-Pandemie mit

    Ertragseinbußen und Kreditausfällen

     Stuttgart (27.9.21) – Die Auswirkungen der Corona-Pandemie werden bei den Banken in Deutschland noch deutliche Spuren hinterlassen – und sich auch auf die Kunden auswirken. 42 Prozent der Kreditinstitute rechnen mit Ertragseinbußen, vier Prozent sogar mit starken. Das geht aus der Kreditmarktstudie 2021 der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft EY hervor, für die 100 Kreditmanager von Banken und Sparkassen befragt wurden.

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    ETHENEA :  Deutschland hat gewählt – was bedeutet das für die Märkte?

    von Dr. Tobias Burggraf, Portfoliomanager bei Ethenea Independent Investors

    Luxemburg (27.9.21) – Die Katze ist aus dem Sack. Gestern Abend um Punkt 18 Uhr haben die Wahllokale geschlossen und Deutschland hat einen neuen Bundestag gewählt. Das vorläufige Endergebnis sieht die SPD mit 25,7 % knapp vor der CDU mit 24,1 %, dahinter und deutlich abgeschlagen folgen die Grünen (14,8 %), FDP (11,5 %), AfD (10,3 %) und die Linke (4,9 %).  Vieles deutet darauf hin, dass die Koalitionsverhandlungen zäh werden dürften. Noch nie gab es so viele Optionen, selten haben sich die Parteien die Wahl ihres Bündnispartners so offengehalten – Ampel, Jamaika, oder doch große Koalition – alles scheint derzeit möglich. Für am wahrscheinlichsten halten wir derzeit ein Jamaika-Bündnis. Union und FDP könnten große Teile ihrer Wirtschafts- und Finanzpolitik durchsetzen und den deutschen Mittelstand beruhigen, indem Sie das Schreckgespenst Vermögenssteuer ein für alle Mal aus der Welt schaffen, zumal dessen Umsetzbarkeit in der Praxis vor dem Hintergrund des Gleichheitsgrundsatzes ohnehin fragwürdig ist. Zugeständnisse müssten bei der Sozialpolitik gemacht werden, etwa indem man sich auf einen Mindestlohn von zwölf Euro einigt, und sich gleichzeitig deutlich ambitioniertere Klimaziele steckt, beispielsweise in Form eines früheren Ausstiegs aus der Braunkohle. Kurzum: Union und FDP als Rückgrat der deutschen Wirtschaft, die Grünen als Klimaretter und grünes Gewissen – eine Win-Win Situation für alle Beteiligten.

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