Commerzbank: Trotz zusätzlicher Vorsorge der mBank weiter Konzernergebnis von mehr als 1 Mrd. Euro im laufenden Geschäftsjahr erwartet

Frankfurt/Main (27.9.22) – Die Commerzbank rechnet trotz einer weiteren Ertragsbelastung bei ihrer polnischen Tochtergesellschaft mBank weiterhin mit einem Konzernergebnis von mehr als 1 Milliarde Euro im Geschäftsjahr 2022. Diese Prognose setzt weiterhin voraus, dass sich die wirtschaftlichen Auswirkungen der geopolitischen Situation nicht deutlich verschärfen und die Unsicherheiten über die Energieversorgung keine signifikante Erhöhung der Risikovorsorge für potenzielle zukünftige Kreditausfälle erfordern. weiterlesen

BVR: Mehrkosten der Energiekrise

bedrohen die durch Corona gestärkten Ersparnisse

Berlin (27.9.2022) – Die Energiekrise stellt die deutschen Sparer vor große Herausforderungen. Hatten diese während der Coronapandemie noch unfreiwillig auf Konsum verzichtet und so die Sparquote deutlich auf 15,1 Prozent (2021) erhöht, droht diese 2022 mit neun bis zehn Prozent zum ersten Mal seit fast einem Jahrzehnt einstellig auszufallen. Zu diesem Ergebnis kommt eine vom Bundesverband der Deutschen Volkbanken und Raiffeisenbanken (BVR) anlässlich des Weltspartages am 30. Oktober 2022 in Auftrag gegebene repräsentative Umfrage zum Sparverhalten der Bundesbürger.

Grafik: BVR

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Roland Berger: Energiekrise, hohe Inflation und steigende Zinsen – Unternehmen sind auf externe Schocks nicht vorbereitet

Hamburg (26.9.22) – Pandemie, Ukrainekrieg, Versorgungsengpässe, Inflation – Unternehmen sehen sich parallel mit diversen Krisen konfrontiert. Zudem müssen Firmen ihre Digitalisierung vorantreiben und den gestiegenen ESG-Anforderungen nachkommen. Diese vielfältigen Herausforderungen spiegeln sich auch in der aktuellen “ Restrukturierungsstudie 2022 “ von Roland Berger wider: 92 Prozent der befragten Experten und Expertinnen erwarten eine Zunahme der Restrukturierungsfälle. Mehr als die Hälfte sieht die Unternehmen nur bedingt oder gar nicht auf exogene Schocks vorbereitet. An der Studie nahmen mehr als 650 Experten und Expertinnen aus dem Bankwesen, der Sanierungsberatung und der Insolvenzverwaltung aus Deutschland, Österreich und der Schweiz teil.

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ZIA: Maue Stimmung in der Immobilienbranche

Berlin (23.9.22) – Die Immobilienwirtschaft kann sich der extrem angespannten ökonomischen Gesamtlage nicht entziehen. Die Stimmung hat sich gegenüber dem vorigen Quartal gleichwohl leicht verbessert, insgesamt jedoch bleibt sie mit einem Wert von 0,3 Punkten auf niedrigem Niveau. Dies belegt der aktuelle ZIA-IW-Immobilienstimmungsindex (ISI), eine Konjunkturbefragung des IW Köln in Kooperation mit dem ZIA. Unternehmen spüren vor allem zunehmende Mehrbelastungen bei Baukosten und Zinsen, nachlassende Kaufkraft von Mieterinnen und Mietern sowie steigende Energiepreise – die bis zur nächsten Nebenkostenabrechnung vorfinanziert werden müssen. Umsatzrückgänge und hohe Energiepreise lassen die Gefahr von Mieter-Insolvenzen im gewerblichen Bereich steigen. weiterlesen

Ernst & Young EY: Rekord-Dividende der DAX-Konzerne fließt zum Großteil an ausländische Anleger

 Stuttgart (23.9.22) – Noch nie schütteten die DAX-Konzerne so viel Dividenden aus wie in diesem Jahr: 51 Milliarden Euro gingen an die Investoren. Im Jahr zuvor waren es nur 36 Milliarden Euro gewesen. Deutsche Anleger haben allerdings wenig vom Geldregen durch die DAX-Dividenden, denn die Wertpapiere von Deutschlands Top-Index befinden sich mehrheitlich – zu 53 Prozent – in der Hand ausländischer Investoren. Anleger aus Deutschland besitzen lediglich etwas weniger als ein Drittel (30 Prozent) der Wertpapiere der wichtigsten Wirtschaftsunternehmen des Landes. 17 Prozent des Aktienbestands der DAX-Konzerne lassen sich nicht zuordnen. weiterlesen

Union Investment:

So tickt die Generation Z beim Thema Nachhaltigkeit

Frankfurt/Main (22.9.22) – Die meisten jungen Erwachsenen zwischen 18 und 25 Jahren finden Nachhaltigkeit wichtig, handeln aber aus ihrer eigenen Perspektive nicht immer entsprechend. Zwar haben sie vieles, was sie mit Nachhaltigkeit verbinden, in ihr Leben integriert, sparen mehrheitlich Wasser und Strom, sind aber etwa beim Lebensmittelkauf preissensibler als andere Altersgruppen. Überraschend ist, dass die Motivation, sich mit Nachhaltigkeit zu beschäftigen, mehr mit rationalen als ideologischen Faktoren begründet wird. Mehr als die Hälfte der Befragten aus der Gen Z ist überzeugt, dass man auch als einzelne Person nachhaltige Ziele fördern kann. Allerdings sehen sie hier vor allem Industrieunternehmen und den Staat in der Verantwortung. Für nachhaltige Geldanlagen zeigen sich die jungen Menschen offen. Dies sind die wichtigsten Erkenntnisse aus einer Befragung von 3.500 Privatpersonen in Deutschland, unter ihnen 502 zwischen 18 und 25 Jahren, zum Thema Nachhaltigkeit und Geldanlage im Auftrag von Union Investment.

Grafik: Union Investment

eToro: Fast 60 Prozent der deutschen Privatanleger:innen berücksichtigen ESG-Kriterien beim Aktienkauf

Frankfurt/Main (21.9.22) – Die Social Investing-Plattform eToro gibt heute die Einführung von ESG-Scores für mehr als 2.700 auf seiner Plattform handelbare Aktien bekannt. Damit können Anleger:innen beim Aufbau ihrer Portfolios ab sofort ökologische, soziale und Governance-Überlegungen mit einbeziehen. weiterlesen

IFR: Roboter-Installationen in China steigen um 44 Prozent

Frankfurt/Main (21.9.22) – In China ist die Zahl der installierten Industrie-Roboter 2021 auf einen neuen Rekord von 243.300 Einheiten gestiegen – das ist ein Plus von 44 % im Vergleich zum Vorjahr. Das zeigen vorläufige Daten der International Federation of Robotics (IFR). weiterlesen

vdp: Pfandbriefbanken beschließen Mindeststandards

für Öffentliche Grüne Pfandbriefe

Berlin (20.9.22) – Die im Verband deutscher Pfandbriefbanken (vdp) organisierten Kreditinstitute haben Mindeststandards für die Emission von Öffentlichen Grünen Pfandbriefen ausgearbeitet. Nach den Veröffentlichungen von Mindeststandards für Grüne Hypothekenpfandbriefe und für Soziale Pfandbriefe ist dies bereits das dritte Nachhaltigkeits-Rahmenwerk des vdp, das Emittenten und Investoren Orientierung bietet. weiterlesen

aream Group: Erneuerbare Energien als Preisstabilisatoren

Ein Kommentar von Markus W. Voigt, CEO der aream Group.

Düsseldorf (20.9.22) – Deutschland ist in Europa einer der Vorreiter bei Erneuerbaren Energien. Mit viel Geld wurden sie gefördert und aufgebaut und jetzt zeigt sich, wie vorausschauend dieser Aufbau war: Angesichts des starken Windes über Europa in den vergangenen Tagen lieferten die Windräder so viel Strom, dass die Preise in Deutschland niedriger liegen als in allen Nachbarländern. Und endlich wieder in erträgliche Regionen fielen. weiterlesen

IMK: 8,8 Prozent Inflationsrate –  Familien mit niedrigem Einkommen weiter am stärksten belastet –

Energiepreisbremsen gegen soziale Spreizung

Düsseldorf (20.9.22) – Familien mit niedrigem Einkommen tragen aktuell weiter die höchste Inflationsbelastung, Alleinlebende mit hohem Einkommen die geringste: Gemessen an den für diese Haushaltstypen repräsentativen Warenkörben sind die Preise im August 2022 um 8,8 Prozent bzw. um 6,7 Prozent gestiegen, während der Wert über alle Haushalte hinweg bei 7,9 Prozent lag. Der Abstand hat sich im Vergleich zum Juli wieder leicht vergrößert. Das liegt daran, dass die größten Preistreiber – Haushaltsenergie und Lebensmittel – bei den Einkäufen von Haushalten mit niedrigen bis mittleren Einkommen einen größeren Anteil ausmachen als bei wohlhabenden. Auch Alleinerziehende, Familien und kinderlose Paare mit jeweils mittleren Einkommen hatten mit 8,5 Prozent, 8,4 Prozent bzw. 8,2 Prozent überdurchschnittliche Teuerungsraten zu tragen, während Familien mit höheren Einkommen bei 7,9 Prozent genau im Mittel lagen. Das ergibt der IMK Inflationsmonitor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung, der monatlich die spezifischen Teuerungsraten für neun repräsentative Haushaltstypen liefert.

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NN Investment Partners: Globales Wachstum – 

Vorbereitung auf weitere schlechte Nachrichten

Kommentar von Maarten-Jan Bakkum, Senior Emerging Market Strategist

Den Haag (19.9.22) – Die globalen Wachstumsaussichten sind nach wie vor düster: Die chinesische Wirtschaft schwächelt, Europa steckt in einer Energiekrise und einer Inflationsspirale. Die EZB und die Fed sind dabei, die Geldpolitik aggressiver zu straffen, um dem Risiko nicht verankerter Inflationserwartungen zu begegnen. Unser Multi-Asset-Modell-Portfolio bleibt für dieses negative Szenario positioniert, das durch den zunehmenden Druck auf die Unternehmensgewinne noch verstärkt wird.

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Movemtum AM: Anlegen in der Rezession

Luxemburg (19.9.22) – Das Investmentumfeld bleibt herausfordernd: Die globale Konjunktur taucht ab, hohe Inflationsraten lassen die Zinsen steigen. Doch nicht alle Unternehmen und Investmentklassen sind gleich stark betroffen. „Langläufer unter den Renten gewinnen an Attraktivität und Aktien ausgewählter Branchen bieten weiter Potenzial“, sagt Carsten Gerlinger, Managing Director und Head of Asset Management bei Moventum AM. „Technologie- und Growth-Aktien bleiben dagegen im Bann der Zinsentwicklung.“ – Das sind die Ergebnisse der Asset-Allokation-Konferenz von Moventum.

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Ernst & Young EY: EU-Neuwagenmarkt mit leichtem Plus – aber weiter deutlich unter Vorkrisenniveau

Frankfurt/Main (16.9.22) – Die Lage auf dem europäischen Neuwagenmarkt bleibt äußerst angespannt: Im August stiegen zwar die Pkw-Neuzulassungen in der EU im Vergleich zum Vorjahresmonat um 4 Prozent. Gegenüber dem Vor-Pandemieniveau (August 2019) ergibt sich aber ein Rückgang um 31 Prozent. weiterlesen

Oxfam: Hungersnöte in Klima-Krisenherden haben sich in den letzten sechs Jahren mehr als verdoppelt

Berlin (16.9.22) – In den zehn am meisten von extremen Wetterereignissen betroffenen Klima-Krisenherden kämpfen mehr als doppelt so viele Menschen mit akutem Hunger als noch vor sechs Jahren, wie eine heute veröffentlichte Oxfam-Studie aufzeigt. Zugleich würde der Profit, den die fossilen Energiekonzerne innerhalb von weniger als 18 Tagen einnehmen, den gesamten von der UN veranschlagten weltweiten Bedarf an humanitärer Hilfe in diesem Jahr decken.

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IMK: Immer mehr Menschen wollen Konsum wegen teurer

Energie einschränken – Effekte bisheriger Entlastungspolitik unterschätzt

Düsseldorf (14.9.22) – Immer mehr Menschen in Deutschland empfinden die hohen Energiepreise als erhebliche oder sogar sehr schwere finanzielle Belastung. Das gilt insbesondere für Verbraucherinnen und Verbraucher, die Gas beziehen: Fast zwei Drittel von ihnen bezeichnen die Kosten dafür mittlerweile als „eher schwere“ oder „sehr schwere“ finanzielle Belastung, und dieser Anteil ist in den vergangenen Monaten auch besonders stark gestiegen. Unter Haushalten, die mit Öl heizen, liegt die entsprechende Quote aktuell bei knapp 50 Prozent, im Fall von Fernwärme bei knapp 40 Prozent. Die Stromkosten empfinden etwas mehr als 40 Prozent der Menschen in Deutschland als eher schwere oder sehr schwere Belastung (siehe auch Abbildung 1 in der pdf-Version dieser PM; Link unten). Das ergibt eine neue Studie auf Basis der repräsentativen Energiepreisbefragung, für die das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung im August rund 2200 Personen zwischen 18 und 75 Jahren hat befragen lassen.* weiterlesen

KfW- ifo-Mittelstandsbarometer:

Maue Stimmung, düsterer Ausblick

Frankfurt/Main (14.9.22) – Die Mischung aus explodierenden Energiekosten, schwindender Kaufkraft, großen Unwägbarkeiten hinsichtlich der Versorgung mit Erdgas und dem anhaltenden Krieg in der Ukraine vergiftet zunehmend die Stimmung im Mittelstand. Das mittelständische Geschäftsklima sinkt im August um 1,4 Zähler auf -16,4 Saldenpunkte. Das ist nun der dritte Rückgang in Folge, was gemäß Daumenregel ein Signal für die Umkehr des Stimmungstrends ist. Beide Klimakomponenten sind im Minus. weiterlesen

VCI zur wirtschaftlichen Lage: Geschäftserwartungen im Keller

Frankfurt/Main (14.9.22) – Die chemisch-pharmazeutische Industrie hat im zweiten Quartal des Jahres sehr deutlich die Konsequenzen des Krieges in der Ukraine gespürt: astronomische Energiepreise, stark gestiegene Rohstoffkosten und anhaltende Lieferengpässe. In allen Sparten ist die Produktion eingebrochen. Durch hohe Erzeugerpreise stiegen die Umsätze zwar noch einmal leicht. Bei vielen Unternehmen gingen die Erlöse aber zurück. Es fiel den Betrieben immer schwerer, die hohen Energie- und Rohstoffkosten an ihre Kunden weiterzugeben. Dazu kommt die Unsicherheit, ob im Winter eine Rationierung des Gases nötig sein wird. Die Vorbereitungen für eine Mangellage laufen auf Hochtouren. Die Ängste vor einer Rezession sind groß, die Geschäftserwartungen für die kommenden Monate im Keller. weiterlesen

Union Investment:

Inflation und Zinswende

beschäftigen Sparer

Frankfurt/Main (13.9.22) – Immer mehr Sparerinnen und Sparer in Deutschland erwarten, dass sich ihre persönliche finanzielle Situation verschlechtert. Dennoch bleiben die Sparbemühungen weiter hoch, insbesondere regelmäßiges Sparen bleibt hoch im Kurs. Viele erwarten zudem weiter steigende Preise, aber auch steigende Zinsen und werden daher ihre Geldanlagen überdenken, aber gut die Hälfte der Befragten bleibt passiv. Dabei bleiben Immobilien, Investmentfonds und Aktien attraktiv, um Geld anzulegen. Ein Ausweichen auf Produkte mit festen Zinsen ist nicht zu beobachten. Dies sind die Ergebnisse aus dem aktuellen Anlegerbarometer von Union Investment, einer repräsentativen Online-Befragung von gut 1.000 Menschen in Deutschland, die in privaten Haushalten über Finanzen entscheiden.

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IMK-Konjunkturindikator:

Rezessionsrisiko weiter gestiegen

Düsseldorf (13.9.22) – Die Wahrscheinlichkeit, dass die deutsche Wirtschaft in den kommenden drei Monaten in eine Rezession gerät, ist zuletzt weiter gestiegen. Das signalisiert der Konjunkturindikator des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung. Für den Zeitraum von September bis Ende November weist der Indikator ein Rezessionsrisiko von 64,1 Prozent aus. Anfang August betrug die Rezessionswahrscheinlichkeit für die folgenden drei Monate noch 57,8 Prozent. Die statistische Streuung, ein Maß für die Unsicherheit von Wirtschaftsakteuren, liegt aktuell bei 15,4 Prozent. Das nach dem Ampelsystem arbeitende Frühwarninstrument steht wie in den Vormonaten auf „rot“. weiterlesen

SGVHT: Trotz Rußlands Überfall auf die Ukraine, Energiepreis-Explosion

und Corona bewahren Sparkassen

in Hessen und Thüringen

ihre Widerstandskraft und Stärke

Kassel (13.9.2022)/PK – In Jahren, in denen in Kassel die weltberühmte Docomenta läuft, in diesen Jahren lädt der Sparkassen- und Giroverband Hessen Thüringen, der SGVHT, traditionell Journalisten nach Kassel ein, um sie über den wirtschaftlichen Zustand seiner 49 Mitglieds-Sparkassen auf dem  Laufenden zu halten. Der SGVHT ist einer der Hauptsponsoren der Documenta. Daher tischte der erst seit geraumer Zeit amtierende geschäftsführende Präsident des SGVHT,  Stefan G. Reuß, also wie seine Amts-Vorgänger in Kassel sein Zahlenwerk für die Verbands-Sparkassen auf, ein Zahlenwerk, in dem sich naturgemäß die Lage der Welt-, National- und Regional-Wirtschaft widerspiegelt. Es war also von den Folgen des Ukraine-Kriegs, der dadurch ihn ausgelösten oder zumindest verschärften Energiekrise und der anhaltenden Corona-Pandemie geprägt. Was im Fall der hessisch-thüringischen Sparkassen aber nicht bedeutet, daß sie ins Straucheln geraten wären. Im Gegenteil. Verbandspräsident Reuß bezeichnete den Start ins erste Halbjahr 2022 als gut.

Stefan G. Reuß, geschäftsführender Präsident des Sparkassen- und Giroverbandes Hessen-Thüringen – Foto: SGVHT

„Die Corona-Krise ist vom Krieg in der Ukraine und seinen
wirtschaftlichen Folgen nahtlos abgelöst worden. Die hohen Energiepreise und gestörten Lieferketten haben gemeinsam mit einer viel zu lange andauernden ultralockeren Geldpolitik dafür gesorgt, dass die
Inflation bei uns auf den höchsten Stand seit 40 Jahren gestiegen ist,
was viele Menschen und Firmen erheblich belastet. Unsere Sparkassen
sind auch in dieser schweren Zeit der gewohnt verlässliche Partner,
was sich unter anderem in einem erneut starken Kreditgeschäft
widerspiegelt. Auf der Ertragsseite rechnen wir 2022 beim
Betriebsergebnis vor Bewertung mit einem Resultat etwa auf
Vorjahresniveau. Die Zinswende ist endlich eingeleitet. Sie wird
unseren Sparkassen mittelfristig Rückenwind geben, auch wenn sie
zurzeit noch übergangsweise durch höhere Abschreibungen auf
Wertpapiere zu Belastungen führt, die aber beherrschbar sind“.

Stefan G. Reuß, Geschäftsführender Präsident des Sparkassen- und
Giroverbandes Hessen-Thüringen

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Commerzbanks Neue Mittelstands-Studie zeigt : Trotz multipler Krise bleibt die

Bedeutung von Nachhaltigkeit hoch –

bei Digitalisierung gibt es noch Potential

Frankfurt/Main (12.9.22) – An der Bedeutung von Nachhaltigkeit hat sich für mittelständische Unternehmen in Deutschland trotz der anhaltenden Wirtschafts- und Energiekrise nichts geändert. Das zeigt die neue Studie der Commerzbank-Initiative Unternehmerperspektiven. Die inzwischen 21. Studie trägt den Titel „Wirtschaft im Umbruch: Nachhaltig und digital“ und wurde erneut vom Marktforschungs-unternehmen forsa im Auftrag der Bank durchgeführt. Es wurden 300 Unternehmen aus den Branchen Industrie, Dienstleistung und Handel mit einer Jahresumsatzgröße ab 15 Mio. € befragt. Die neuen Ergebnisse bestätigen die Vorjahresstudie, die den Stellenwert von Nachhaltigkeit im Mittelstand untersucht hatte. weiterlesen

EZB – Wie lange bleibt sie auf dem Pfad der Tugend?
Von Dr. Jörg Krämer, Chefvolkswirt der Commerzbank

Frankfurt/Main (8.9.22) – Mit einer Leitzinserhöhung um 75 Basispunkte hat sich die EZB heute zu einem klaren Signal durchgerungen. Sie stellte wegen der hohen Inflation weitere Zinserhöhungen in Aussicht. Wir rechnen weiter damit, dass sie ihren Einlagensatz bis Anfang nächsten Jahres auf 1,75% anheben, den Zinserhöhungsprozess danach aber wegen der dann sichtbaren Rezession unterbrechen wird. Um die Inflation auf 2% zurückzubringen, müsste sie ihren Einlagensatz nach unserer Meinung jedoch auf rund 4% erhöhen.
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Gothaer AM: Bleibt die EZB bei der Inflationsbekämpfung weiter standhaft?

Köln (8.9.22) – Zum zweiten Mal seit 2011 hat die Europäische Zentralbank (EZB)die Leitzinsen erhöht und zwar um 0,75 Prozentpunkte. Dies war bislang ihr höchster und größer Zinsschritt. Christof Kessler, Vorstandssprecher der Gothaer Asset Management AG, kommentiert diesen Schritt folgendermaßen: „Die Erhöhung der Leitzinsen um 75 Basispunkte durch die EZB entsprach den Erwartungen des Marktes. Dieser Schritt war mit einer Wahrscheinlichkeit von 68 Prozent erwartet worden. Eine geringere Erhöhung hätte den Euro und den Rentenmarkt belastet.

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