Ernst & Young EY:

Elektroautos in der EU weiter

im Rückwärtsgang

Stuttgart, 18. Juli 2024. Der EU-Neuwagenmarkt legte im Juni insgesamt leicht – um 4 Prozent – zu. Allerdings wurden in immerhin elf der 27 EU-Länder weniger Neuwagen zugelassen als im Vorjahresmonat, darunter große Märkte wie Frankreich, die Niederlande und Belgien. Ein Grund für das leichte Plus im Juni könnten vorgezogene Neuzulassungen sein, da seit dem 01. Juli neu zugelassene Pkw diverse Assistenzsysteme aufweisen müssen. weiterlesen
KfW:

Deutscher Mittelstand sieht erhebliche Kostensteigerungen

Frankfurt/Main (17.7.24) – Eine große Mehrheit (80%) der mittelständischen Unternehmen in Deutschland rechnet für das laufende Jahr mit deutlichen Kostensteigerungen für den eigenen Betrieb. Das ergab eine Sonderbefragung des KfW-Mittelstandspanels im April 2024. Als Hauptkostentreiber nannten die Unternehmen vor allem die Preise für Energie, für Materialien, Rohstoffe und Vorprodukte sowie höhere Löhne und Gehälter. weiterlesen
Statistisches Bundesamt:

Geerbtes und geschenktes

Vermögen 2023 um 19,8 % auf neuen Höchstwert gestiegen

Wiesbaden (16.7.24) – Im Jahr 2023 haben die Finanzverwaltungen in Deutschland Vermögensübertragungen durch Erbschaften und Schenkungen in Höhe von 121,5 Milliarden Euro veranlagt. Das steuerlich berücksichtigte geerbte und geschenkte Vermögen stieg damit 2023 gegenüber dem Vorjahr um 19,8 % auf einen neuen Höchstwert, nachdem es 2022 um 14,0 % gesunken war. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, erhöhte sich die festgesetzte Erbschaft- und Schenkungsteuer um 3,9 % auf 11,8 Milliarden Euro. Dabei entfielen auf die Erbschaftsteuer 7,7 Milliarden Euro (-4,5 %) und auf die Schenkungsteuer 4,1 Milliarden Euro (+24,9 %).

weiterlesen

Ifo Institut:

Auftragsmangel im Wohnungsbau geht leicht zurück

München (15.7.24) – Der Auftragsmangel im Wohnungsbau ist leicht zurückgegangen. 50,2%% berichteten im Juni davon, nach 51,7% im Mai. „Der Mangel an neuen Aufträgen ist weiterhin ein großes Problem. Häuslebauer sind zurückhaltend, auch weil die Leitzinssenkung der Europäischen Zentralbank vorerst nur ein erster Schritt ist. Bei den Finanzierungskosten hat sich noch nicht viel getan. Das spiegelt sich auch in der Entwicklung der Baugenehmigungen“, sagt Klaus Wohlrabe, Leiter der ifo Umfragen.
Grafik: Beschränkungen im Wohnungsbau, ifo Konjunkturumfragen, Juni 2024
Lufthansa:

Gewinnmeßlatte tiefer gelegt

 

Frankfurt/Main (12.7.24) -Die Lufthansa Group hat auf vorläufiger Basis im zweiten Quartal des Jahres 2024 ein Adjusted EBIT von 686 Millionen Euro erwirtschaftet (Vorjahr: 1,1 Milliarden Euro). Vor allem ein marktbedingter Rückgang der Durchschnittserlöse in allen Verkehrsgebieten – besonders in Asien – wirkte sich negativ aus. Die Stückkosten der Passagier-Airlines lagen im zweiten Quartal auf Vorjahresniveau. Der Adjusted Free Cashflow des Konzerns lag bei 573 Millionen Euro.
Bundesbankpräsident Nagel:

Der Wirtschaftsstandort Deutschland könnte eine gute Turn-Around-Story werden

Joachim Nagel ©Gaby Gerster
Foto: Deutsche Bundesbank/Gaby Gerster

weiterlesen

BVR:

Konsolidierter Jahresabschluss 2023 – Gewinn von 14,4 Milliarden Euro –

Genossenschaftliche FinanzGruppe für den Wandel gut aufgestellt

 

Frankfurt/Main (9.7.24) – Im Geschäftsjahr 2023 erzielte die Genossenschaftliche FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken einen konsolidierten Gewinn vor Steuern in Höhe von 14,4 Milliarden Euro. Dies ist eine deutliche Steigerung im Vergleich zum Vorjahresergebnis in Höhe von 4,2 Milliarden Euro, das von zinsbedingten Bewertungseffekten geprägt war. Stärkste Treiber des Geschäftserfolgs 2023 waren neben Wertaufholungen in den Wertpapierportfolien vor allem das klassische Bankgeschäft der Genossenschaftsbanken mit ihren Kunden. So wuchsen die Bestände im Kreditgeschäft konsolidiert um 2,4 Prozent; die von Umschichtungen in laufzeitgebundene Produkte geprägten Kundeneinlagen bewegten sich mit 1.033 Milliarden Euro stabil auf dem Niveau des Vorjahres. Das bilanzielle Eigenkapital erhöhte sich um 8,6 Prozent auf 143,2 Milliarden Euro. weiterlesen
KfW und ifo:

Geschäftsklima der kleinen und mittleren Unternehmen fällt im Juni

München/Frankfurt/Main (8.7.24) – Die Stimmung unter den deutschen Mittelständlern sinkt im Juni moderat um 1,9 Zähler auf – 13,5 Saldenpunkte. Nachdem das Mai-Ergebnis von einem minimalen Anstieg zu einem leichten Rückgang revidiert wurde, ist dies bereits der zweite Rückgang in Folge. Beide Klimakomponenten geben nach, die Geschäftserwartungen (- 3,3 Zähler auf – 15,3 Saldenpunkte) jedoch mehr als die Urteile zur aktuellen Geschäftslage (- 0,3 Zähler auf 11,8 Saldenpunkte). Gleichwohl sind die Lageurteile im Durchschnitt des zweiten Quartals noch um 4,1 Zähler höher als im ersten Quartal, was für ein anhaltendes Wirtschaftswachstum im Frühling spricht.

weiterlesen

VCI:

Halbjahres-Bilanz 2024 zeigt Sonne und Regen

Frankfurt/Main (8.7.24) – Das erste Halbjahr 2024 verlief für die chemisch-pharmazeutische Industrie in Deutschland besser als erwartet. Einem sinkenden Branchenumsatz und fallenden Erzeugerpreisen steht ein leichtes Produktionsplus gegenüber. Trotz einzelner positiver Signale ist die Stimmung in der Branche jedoch nach wie vor verhalten. Besonders das Inlandsgeschäft enttäuscht. weiterlesen
DIW:

Reiche verursachen doppelt so viel Emissionen wie Haushalte mit Niedrigeinkommen – vor allem durch Flugreisen

Berlin (3.7.24) – Jeder in Deutschland lebende Mensch verursacht mit 6,5 Tonnen im Schnitt jährlich mehr als doppelt so viel Treibhausgasemissionen, wie nach Berechnungen von Klimaexperten mit bis zu drei Tonnen als klimaverträglich eingestuft wird. Menschen aus den einkommensstärksten Haushalten haben dabei mit mehr als zehn Tonnen durchschnittlich einen doppelt so großen CO2-Fußabdruck wie Menschen aus Niedrigeinkommenshaushalten (5,6 Tonnen pro Kopf). Der größte Treiber des Unterschieds sind Flugreisen. Das sind die Hauptergebnisse einer aktuellen Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin). Die DIW- Forscherinnen Sandra Bohmann und Merve Kücük haben dafür auf Basis von Vorabdaten aus dem Sozio-oekonomischen Panel (SOEP) aus dem Jahr 2023 nicht nur den CO2-Fußabdruck pro Kopf in Deutschland in den Bereichen Wohnen, Ernährung und Mobilität berechnet, sondern auch die Verteilung der Emissionen nach dem Einkommen der Haushalte betrachtet. weiterlesen
Ernst & Young EY:

Fahrradbranche europaweit im Umbruch – Absatz und Umsatz rückläufig – Zukunftsaussichten dennoch positiv

Stuttgart (3.7.24) – Trendwende auf dem E-Bike-Markt: Der Absatz von E-Bikes ist in Deutschland im vergangenen Jahr erstmals gesunken: um fünf Prozent von 2,2 auf 2,1 Millionen. Dennoch stiegen die Preise weiter – allerdings deutlich weniger stark als in den Vorjahren: Der durchschnittliche Verkaufspreis eines E-Bikes kletterte in Deutschland um fünf Prozent von 2.800 Euro auf 2.950 Euro. Im Vorjahr war noch ein Preisanstieg um 18 Prozent verzeichnet worden. Während in Deutschland der durchschnittliche Verkaufspreis von E-Bikes also noch leicht stieg, wurde europaweit bereits ein Preisrückgang von acht Prozent registriert. weiterlesen
IMK:

Inflationsausgleichsprämien entlasten 26 Millionen Beschäftigte um mehr als 52 Milliarden Euro – und stabilisieren Konsum

Düsseldorf (3.7.24) – Fast 26 Millionen Beschäftigte haben mehr als 52 Milliarden Euro als Inflationsausgleichsprämien erhalten. Das hat die Wirtschaft stabilisiert und die Sorgen der Menschen verringert, zeigt eine neue Studie des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung: Rund zwei Drittel der Arbeitnehmer*innen, die eine Prämie zum Inflationsausgleich erhalten, empfinden die Einmalzahlung als mittlere bis große Entlastung in Zeiten hoher Preise. Beschäftigte mit Prämie wollen spürbar seltener ihren Konsum einschränken als solche ohne. In Betrieben mit Tarifvertrag und mit Betriebs- oder Personalrat werden deutlich häufiger und höhere Inflationsausgleichsprämien gezahlt, so die Untersuchung, die auf einer repräsentativen Befragung basiert.

weiterlesen

Oxfam Studie zur Steuerflucht von Milliardär*innen in Deutschland:

Ausgesetzte Vermögenssteuer kostet Deutschland bislang mehr

als 380 Milliarden Euro

Berlin (2.7.24) – Der Verzicht auf die seit 1996 ausgesetzte Vermögensteuer hat Deutschland bislang über 380 Milliarden Euro gekostet – das entspricht 80 Prozent des Bundeshaushalts 2024.  Die angeblich unvermeidbare Steuerflucht von Hochvermögenden und Superreichen ist eines der zentralen Argumente gegen die Wiedererhebung der Vermögensteuer. Die gemeinsam vom Netzwerk Steuergerechtigkeit und Oxfam Deutschland herausgegebene Studie „Keine Angst vor Steuerflucht!“ widerlegt diesen Mythos und zeigt auf: Deutschland hat in den letzten Jahrzehnten umfassende und international vorbildliche Regeln etabliert, die Steuerflucht massiv erschweren, wenn nicht sogar unmöglich machen. Eine Vermögensteuer zum Abbau der demokratiegefährdenden Vermögenskonzentration ist daher nicht nur möglich, sondern auch dringend geboten.

weiterlesen

Postbank:

Nur noch ein Fünftel ihrer Bankgeschäfte erledigen die Deutschen in der Filiale – persönliche Beratung bleibt ihnen aber wichtig

Bonn (2.7.24) – Um Geld zu überweisen und ihre Kontoauszüge einzusehen, nutzen die Deutschen häufiger eine Banking-App. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Anteil der über die App erledigten Bankdienstleistungen um vier Prozentpunkte auf 36 Prozent gestiegen. Damit liegen die Apps dicht hinter den Online-Portalen der Banken, die derzeit für 38 Prozent der Bankgeschäfte genutzt werden. Die Bedeutung der Internetseiten hat über die Jahre abgenommen: 2023 wurden noch 42 Prozent der Geldgeschäfte über das Portal getätigt, im Jahr davor sogar 45 Prozent. Generell sind digitale Wege jedoch am beliebtesten, nur noch durchschnittlich 20 Prozent der Bankgeschäfte erledigen die Deutschen vor Ort in der Filiale. Trotzdem soll den Bankkund*innen auch ohne Vor-Ort-Besuch ein fester Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Das sind Ergebnisse der repräsentativen „Postbank Digitalstudie 2024“.
Grafik: Postbank

weiterlesen

Deutsche Bundesbank:

Bargeld bleibt an Ladenkasse

meistgenutztes Zahlungsmittel,

Karte und mobiles Bezahlen gewinnen hinzu

Frankfurt/Main (1.7.24) – Die Menschen in Deutschland haben im Jahr 2023 die Hälfte aller Transaktionen mit Banknoten und Münzen gezahlt. Gleichzeitig ist die Verbreitung von bargeldlosen Bezahlverfahren immer weiter gestiegen. Das geht aus der aktuellen Studie der Deutschen Bundesbank zum Zahlungsverhalten in Deutschland im Jahr 2023 hervor.
weiterlesen
BNP Paribas AM:

Bravo! Als aktiver Aktionär den Kurs (mit)bestimmen

Frankfurt/Main (28.6.24) – Über Ihr Stimmverhalten bei Hauptversammlungen können Aktionäre erheblichen Einfluss auf die Strategie von Unternehmen ausüben, um diese zu weniger klimaschädlichem Verhalten und stärkerer Governance zu ermuntern. BNP Paribas Asset Management verfolgt eine strikte, an ESG-Kriterien ausgerichtete Abstimmungspolitik. Die wichtigsten Themen in der Hauptversammlungssaison 2024 waren die Vergütung von Führungskräften, Corporate Governance und Verpflichtungen zum Erhalt der biologischen Vielfalt sowie zur Reduktion von klimaschädigenden Maßnahmen. weiterlesen
Postbank:

Wo Eigentum oft günstiger ist als Miete

Postbank Wohnatlas 2024: Wo Eigentum oft günstiger ist als Miete
Grafik: Postbank
Bonn (28.6.24) – Haus­hal­te muss­ten 2023 im Durch­schnitt über al­le Re­gio­nen hin­weg ei­nen ge­rin­ge­ren An­teil ih­res ver­füg­ba­ren Ein­kom­mens für das Woh­nen auf­wen­den als noch ein Jahr zu­vor. Dies gilt so­wohl für Mie­ter*in­nen als auch für Käu­fer*in­nen von Woh­nun­gen. Wie hoch die Ein­kom­mens­an­tei­le ge­nau sind, die je­weils in den 400 deut­schen Re­gio­nen durch­schnitt­lich für die Net­to­kalt­mie­te be­zie­hungs­wei­se die an­fäng­li­che Kre­dit­zah­lung auf­ge­bracht wer­den müs­sen, hat das Ham­bur­gi­sche Welt­Wirt­schafts­In­sti­tut (HW­WI) für den Post­bank Woh­nat­las be­rech­net.

weiterlesen

Statistisches Bundesamt:

Umweltschutz als Umsatzturbo –

16,9 % mehr Umsatz im Jahr 2022

Wiesbaden (26.6.24) – Im Jahr 2022 haben die Betriebe des Produzierenden Gewerbes und des Dienstleitungssektors in Deutschland 107,5 Milliarden Euro Umsatz mit Gütern und Leistungen für den Umweltschutz erwirtschaftet. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, stieg der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 16,9 %. Damit setzte sich der Trend deutlich steigender Umsätze in diesem Bereich fort. Die Zahl der „Green Jobs“, also der Beschäftigten, die Güter und Leistungen für den Umweltschutz herstellten und erbrachten, wuchs im Jahr 2022 um 10,3 % (+35 000) auf 376 000 Beschäftigte (gemessen in Vollzeitäquivalenten). Die Investitionen der Industrie (Produzierendes Gewerbe ohne Baugewerbe) in den Umweltschutz im Jahr 2022 betrugen 13,9 Milliarden Euro. Die laufenden Aufwendungen der Industrie zur Erfüllung von Umweltstandards beliefen sich auf 43,8 Milliarden Euro. weiterlesen
DIW:

Konjunkturbarometer Juni – Deutsche Wirtschaft vermag noch keine Euphorie auszulösen

Berlin (26.6.24) – Das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) liegt im Juni bei 92,5 Punkten. Damit hat es den Rückschlag vom Mai weggesteckt, als der Barometerwert nach mehreren Anstiegen in Folge einbrach. Von der neutralen 100-Punkte-Marke, die für ein durchschnittliches Wachstum der deutschen Wirtschaft steht, ist das DIW-Konjunkturbarometer aber nach wie vor ein gutes Stück entfernt. „Die verhaltene Erholung der deutschen Wirtschaft, die wir seit Jahresbeginn beobachten, dürfte sich nun aber immerhin Stück für Stück fortsetzen und an Fahrt gewinnen“, sagt Geraldine Dany-Knedlik, Leiterin des Bereichs Prognose und Konjunkturpolitik im DIW Berlin.

weiterlesen

Pax-Bank:

Bestes Ergebnis erzielt

Köln (24.6.24) – Trotz des schwierigen wirtschaftlichen und politischen Umfelds verlief das Geschäftsjahr 2023 für die Kölner Pax-Bank eG außerordentlich erfolgreich. So verbesserte die christlich-nachhaltige Genossenschaftsbank ihr Betriebsergebnis vor Bewertung gegenüber dem Vorjahr um 34,2 Mio. Euro auf 57,4 Mio. Euro und lag damit um 19,3 Mio. Euro über ihrer Planung. Unter dem Strich steht ein Bilanzgewinn in Höhe von 3,2 Mio. Euro. Bei der Generalversammlung in Köln folgten die Mitglieder am Freitag, 21. Juni 2024, dem Vorschlag des Vorstands und erhöhten die Dividende auf Geschäftsguthaben um einen Prozentpunkt auf 5 %.

weiterlesen

IMK:

INFLATIONSMONITOR –

LEICHTER ANSTIEG DER TEUERUNGSRATEN FÜR ALLE HAUSHALTSTYPEN IM MAI, TREND NACH UNTEN BLEIBT ABER INTAKT

Düsseldorf (21.6.24) – Die Inflationsrate in Deutschland ist im Mai gegenüber April leicht von 2,2 auf 2,4 Prozent gestiegen. Hauptgründe dafür waren ein statistischer Basiseffekt durch die Einführung des 49-Euro-Tickets vor einem Jahr und deutlich gestiegene Flugpreise, nicht zuletzt infolge der erhöhten Luftverkehrsabgabe. Zudem dämpfte die Entwicklung der Preise für Nahrungsmittel und vor allem Haushaltsenergie zwar weiterhin den Preisauftrieb, aber weniger stark als im April. Dementsprechend stiegen auch die Inflationsraten verschiedener Haushaltstypen, die sich nach Einkommen und Personenzahl unterscheiden, leicht. Der Unterschied zwischen der höchsten und der niedrigsten haushaltsspezifischen Inflationsrate betrug im Mai wie im April 0,9 Prozentpunkte. Zum Vergleich: Im Mai 2023 waren es 1,5 Prozentpunkte und auf dem Höhepunkt der letzten Inflationswelle sogar 3,1 Prozentpunkte. Während einkommensschwache Haushalte im Mittel des Jahres 2022 und auch 2023 eine deutlich höhere Teuerung schultern mussten als Haushalte mit mehr Einkommen, war ihre Inflationsrate trotz des leichten Anstiegs um ebenfalls je 0,2 Prozentpunkte im Mai 2024 wie in den Vormonaten unterdurchschnittlich: Der Warenkorb von Alleinlebenden mit niedrigen Einkommen verteuerte sich im Mai um 1,6 Prozent, der von Familien mit niedrigen Einkommen um 1,8 Prozent. Das ergibt der neue IMK Inflationsmonitor, den das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung vorlegt.

weiterlesen

Statistisches Bundesamt:

Preise für Wohnimmobilien weiter gesunken – Um 5,7 %

Wiesbaden (21.6.24) –  Die Preise für Wohnimmobilien (Häuserpreisindex) in Deutschland waren auch im 1. Quartal 2024 rückläufig. Im bundesweiten Durchschnitt sanken sie um 5,7 % gegenüber dem Vorjahresquartal. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, fielen die Preise damit sechs Quartale in Folge gegenüber dem jeweiligen Vorjahresquartal. Im Vergleich zum 4. Quartal 2023 waren Wohnimmobilien im 1. Quartal 2024 durchschnittlich 1,1 % günstiger.

©Statistisches Bundesamt (Destatis), 2024

Preisrückgänge bei Ein- und Zweifamilienhäusern in den meisten Regionen größer als bei Eigentumswohnungen

weiterlesen

BVR:

Konjunkturprognose –

Wachstum 2024 bei 0,3 Prozent –

Fußball-EM liefert positive Impulse

Berlin (20.6.24) – In seiner aktuellen Konjunkturprognose sieht der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) die deutsche Wirtschaft in einer moderaten Erholung. „Expansive Impulse gehen derzeit auch von der Fußball-Europameisterschaft aus. Deren gesamtwirtschaftliche Effekte werden aber voraussichtlich überschaubar bleiben, auch weil die durch das Sportereignis ausgelösten Verbraucherausgaben — beispielsweise für Hotelübernachtungen und Fanartikel — teilweise reduzierten Konsum in anderen Bereichen nach sich ziehen dürften“, so BVR-Chefvolkswirt Dr. Andreas Bley. So zeichne sich für das laufende zweite und das kommende dritte Quartal immerhin ein um jeweils 0,1 Prozentpunkte höherer Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts ab als ohne das Sportereignis.

weiterlesen

Statistisches Bundesamt:

Hochschulabschluss hängt stark vom Bildungsstand der Eltern ab

Wiesbaden (20.6. 24) – Wer aus einem akademischen Elternhaus kommt, hat um ein Vielfaches häufiger einen Hochschulabschluss als diejenigen, deren Eltern keinen akademischen Abschluss haben. Mehr als die Hälfte (56 %) der Erwachsenen im Alter von 25 bis unter 65 Jahren, von denen mindestens ein Elternteil einen Hochschulabschluss hatte, verfügten 2021 selbst über einen Hochschulabschluss. In dieser Bevölkerungsgruppe war die Hochschulabschlussquote damit dreimal so hoch wie bei jenen, deren Eltern maximal einen beruflichen Abschluss oder die Hochschulreife hatten (19 %), und fast fünfmal so hoch wie bei Menschen mit formal gering qualifizierten Eltern (12 %). Das berichtet das Statistische Bundesamt (Destatis) im Nationalen Bildungsbericht auf Basis einer Sondererhebung des Mikrozensus. Zum Vergleich: Unabhängig vom Bildungsstand der Eltern hatten 24 % der Erwachsenen im Alter von 25 bis unter 65 Jahren einen Hochschulabschluss. Als formal gering qualifiziert gilt, wer weder über einen beruflichen Abschluss noch die Hochschulreife, sondern maximal über einen Haupt- oder Realschulabschluss verfügt. 2022 traf das auf 2,8 Millionen Menschen (17 %) im Alter von 25 bis unter 65 Jahren in Deutschland zu. Kinder von formal gering qualifizierten Eltern waren im Erwachsenenalter zu 40 % selbst formal gering qualifiziert. Dieser Anteil nimmt mit höherem Bildungsabschluss der Eltern stark ab. Bei Eltern mit beruflichem Abschluss oder Hochschulreife standen nur noch 7 % selbst ohne einen solchen Abschluss da. Nur 3 % der Kinder aus akademischen Elternhäusern, in denen mindestens ein Elternteil einen Hochschulabschluss hat, waren im Erwachsenenalter formal gering qualifiziert. weiterlesen

Monatsbericht der Deutschen Bundesbank:

Konjunkturerholung in Deutschland setzt sich fort

Frankfurt/Main (20.6.24) – Das reale BIP dürfte im zweiten Quartal erneut etwas steigen. Davon geht die Deutsche Bundesbank in ihrem jüngsten Monatsbericht aus. Dort heißt es weiter:  Während die deutsche Wirtschaft nach wie vor Gegenwind hat, mehren sich die Lichtblicke. So erhöhte sich die Industrieproduktion im April, und der Auftragseingang stabilisiert sich allmählich. Vor allem bei der Auslandsnachfrage deutet sich eine Verbesserung an – wenngleich von niedrigem Niveau aus. Die gestiegenen Finanzierungskosten dämpfen weiterhin die inländische Nachfrage, insbesondere die Investitionen. Dies belastet vor allem den Wohnungsbau. In der Baubranche ging die Produktion im April wieder deutlich zurück, nachdem sie im ersten Quartal durch die außergewöhnlich milde Witterung gestützt worden war. Die Belebung der Dienstleister dürfte sich hingegen fortsetzen. Darauf deuten die Umfrageergebnisse von S&P Global unter den Einkaufsmanagern hin. Die Aufwärtsbewegung der Dienstleister könnte überdies zunehmend durch den privaten Konsum unterstützt werden. Während dieser im ersten Quartal noch dämpfte, dürfte er im zweiten Quartal etwas zulegen. Die Konsumenten hielten sich zwar zum Einstieg in das zweite Quartal mit zusätzlichen Ausgaben noch zurück, aber ihre Ausgabenspielräume verbessern sich derzeit vor allem dank kräftig steigender Löhne spürbar. Und die Konsumstimmung hellte sich zuletzt deutlich auf. Auch für die Gesamtwirtschaft zeigen die Umfrageindikatoren eine konjunkturelle Belebung an. So lag die ifo Geschäftslage im Mittel von April und Mai deutlich über dem ersten Quartal, und die ifo Geschäftserwartungen für die kommenden sechs Monate legten merklich zu.