Archiv der Kategorie: Allgemein

Daimler:  Grünes Licht für Daimler Truck und Mercedes-Benz Pkw als eigenständige Unternehmen

Stuttgart (30.7.21) – Vorstand und Aufsichtsrat der Daimler AG (Börsenkürzel DAI) haben grünes Licht für die historische Neuausrichtung des Unternehmens gegeben und den weiteren Fahrplan festgelegt. Nach der bis Ende dieses Jahres geplanten Abspaltung von Daimler Truck werden die Aktionäre der Daimler AG zu 65% an der neu gegründeten Daimler Truck Holding AG beteiligt sein, die dann als eigenständiges Unternehmen an der Börse notiert sein wird. Die Daimler-Aktionäre sollen für je zwei Aktien der Daimler AG eine zusätzliche Aktie der Daimler Truck Holding AG, dem Weltmarktführer im Nutzfahrzeuggeschäft, erhalten. Daimler wird weiter einen Minderheitsanteil von 35% an der Daimler Truck Holding AG halten und beabsichtigt, hiervon 5% an den Daimler Pension Trust e.V. zu übertragen. weiterlesen

Helaba: Landesbank will Nachhaltigkeits-Vorbildfunktion bei Immobilienfinanzierern übernehmen

Frankfurt/Main (30.7.21) – Die Helaba Landesbank Hessen-Thüringen ist dem ESG Circle of Real Estate, kurz ECORE, beigetreten. Der von Bell Management Consultants gegründete und koordinierte Initiative gehören knapp 100 renommierte Investoren und Immobilienunternehmen an – darunter aktuell 10 Banken. Die Helaba stellt sich mit dem Beitritt ihrer Verantwortung zur Erreichung des EU-Klimaziels und wirkt aktiv an der Gestaltung, dem Ausbau und der Umsetzung des branchenweiten ESG-Scoring-Modells mit. weiterlesen

FMC: Ausblick nach zweitem Quartal bestätigt – Ergebnisse erheblich durch Corona belastet

Bad Homburg (30.7.21) – Irgendwie bedrückend das Statement, das der Vorstandschef des Bad Homburger Konzerns Fresenius Medical Care, das Rice Powell, zu Beginn der Presserklärung zur Bilanz des 2. Geschäftsquartals abgibt: „Die durch Covid-19 bedingte Übersterblichkeit bei unseren Patientinnen und Patienten ist zurückgegangen – sowohl auf monatlicher Basis als auch bei Betrachtung der letzten zwölf Monate. Diese gute Nachricht haben wir erhofft und auch erwartet. Wir bleiben trotzdem vorsichtig und tun gut daran, sowohl die Delta-Variante als auch zunehmende makroökonomische Einflüsse wie die Inflation in einigen Ländern sehr genau im Blick zu behalten“, sagte Rice Powell, Vorstandsvorsitzender von Fresenius Medical Care. „Covid-19 beeinträchtigt weiterhin die Anzahl der Behandlungen in unserem Dialysegeschäft, die Entwicklung in unseren nachgelagerten Geschäftsbereichen und das Tempo beim Abschluss von Akquisitionen. Wie bereits im Mai angekündigt, mussten wir im zweiten Quartal einen deutlichen Ergebnisrückgang verzeichnen. Neben den anhaltenden Belastungen durch die Pandemie war dies auch auf die starke Vorjahresbasis und die Umkehr der positiven Phaseneffekte des ersten Quartals zurückzuführen. Auf Basis unserer geltenden Annahmen und des Geschäftsverlaufs im ersten Halbjahr bestätigen wir unseren Ausblick für das Gesamtjahr 2021.“

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J.P. Morgan AM: An den Märkten geht es weiter aufwärts – doch künftig etwas holpriger

Frankfurt/Main (29.7.21) – Das Börsenjahr 2021 war bislang außergewöhnlich ruhig: Gerade einmal rund 4 Prozent betrug der Rückschlag in diesem Jahr – verglichen zu rund 12 Prozent im langfristigen Durchschnitt. Nun ist die Lage an den Märkten unruhiger geworden und nach Ansicht von Tilmann Galler, Kapitalmarktstratege bei J.P. Morgan Asset Management in Frankfurt, könnte die zweite Jahreshälfte noch einige unangenehme Wochen mit sich bringen. Gleichwohl sei dies kein Grund, sich den Optimismus nehmen zu lassen. „Grundsätzlich geht es sowohl ökonomisch als auch an den Märkten weiter aufwärts – nur eben etwas holpriger als bisher“, stellt der Marktexperte bei der Vorstellung des Guide to the Markets für das 3. Quartal 2021 fest. Ein hohes Gewinnwachstum bei den Unternehmen stütze die Aktienmärkte, allerdings limitierten die Bewertungen das Potenzial. Eine ausgewogene Vermögensallokation unter anderem mit europäischen Aktien sowie US-Value-Titeln, aber auch mit Anleihen kurzer Duration oder asiatischen Investment-Grade-Anleihen könne nun für mehr Robustheit sorgen.

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DIW Konjunkturbarometer Juli:

Tempoverlust – auch wegen Lieferengpässen

Berlin (28.7.21) -DIW Konjunkturbarometer Juli: Tempoverlust – auch wegen Lieferengpässen Das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) sinkt: Für das laufende dritte Quartal liegt es bei einem Stand von 100 Punkten. Damit deutet sich fortan eine langsamere Entwicklung an, nachdem das Bruttoinlandsprodukt von April bis Juni mit rund zweieinhalb Prozent einen kräftigen Satz gemacht haben dürfte.

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KfW: Rückläufige Innovationskraft des Mittelstands schwächt auch seine Digitalisierung

Frankfurt/Main (28.7.21) – Die seit Jahren nachlassende Innovationskraft der mittelständischen Unternehmen in Deutschland wirkt sich auch nachteilig auf deren Digitalisierung aus. Eine im Auftrag von KfW Research durchgeführte Studie des Leibniz-Instituts für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) hat den Zusammenhang zwischen Innovationsaktivitäten und Digitalisierung aufgezeigt. Danach weisen Unternehmen, die sowohl Digitalisierungs- als auch Innovationsvorhaben umsetzen, ein höheres Wachstum bei Umsatz und Beschäftigung auf als Unternehmen, die nur Digitalisierungsmaßnahmen, aber keine Innovationsaktivitäten durchführen. Die Studie macht deutlich, dass sich Digitalisierung und Innovation gegenseitig bedingen: Je innovationsaktiver Unternehmen sind, desto tiefgreifender und umfassender sind auch ihre Digitalisierungsmaßnahmen. Gleichzeitig stellen neue, digitale Technologien und digital vorliegende Daten für Unternehmen eine wichtige Basis für die Durchführung von Innovationsaktivitäten dar.

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aream: Notenbank-Unterstützung macht Klima-Investments attraktiver

Düsseldorf (28.7.21) – Die Europäische Zentralbank hat auf ihrer jüngsten Sitzung beschlossen, Klimaschutz als weiteres Ziel ihrer Geldpolitik aufzunehmen. „Das ist ein guter Schritt“, sagt Markus W. Voigt, CEO der aream Group. „Noch besser, als schwammige Ziele zu formulieren, wäre es, so vorzugehen, wie das die japanische Notenbank macht.“ In jedem Fall werden sowohl neue wie bestehende Investments in Erneuerbare Energien an Wert gewinnen.

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BASF: Mit sehr starkem zweiten Quartal aufgrund höherer Preise und Mengen

Ludwigshafen/Rhein (28.7.21) – „Die dynamische Geschäftsentwicklung der beiden Vorquartale setzte sich weiter fort: Dank höherer Preise und Mengen können wir heute ein sehr starkes zweites Quartal präsentieren“, sagte BASF-Vorstandsvorsitzender Dr. Martin Brudermüller, der gemeinsam mit Finanzvorstand Dr. Hans-Ulrich Engel die Ergebnisse des zweiten Quartals vorstellte. Die vorläufigen Zahlen für dieses Quartal hatte BASF bereits am 9. Juli veröffentlicht und den Ausblick für das Gesamtjahr 2021 erhöht. „In allen Regionen und allen Segmenten erzielten wir Mengen- und Preissteigerungen im Vergleich zum zweiten Quartal 2020“, so Brudermüller.

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Deutsche Bank: Milliardengewinn trotz Corona

Frankfurt/Main (28.7.21) – Die Deutsche Bank (XETRA: DBKGn.DB / NYSE: DB) hat im zweiten Quartal und im ersten Halbjahr 2021 jeweils den höchsten Gewinn seit 2015 erzielt. Das deutliche Gewinnwachstum in allen Geschäftsbereichen war vor allem auf eine insgesamt solide Ertragsentwicklung, weitere Fortschritte bei den Kosten und eine deutlich geringere Risikovorsorge als im Vorjahr zurückzuführen.

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J.P. Morgan AM: Die Zukunft absichern – warum sparen Menschen?

Frankfurt/Main (27.7.21) – Die Deutschen gelten als Sparweltmeister und haben in der Pandemie wieder neue Rekordsummen zurückgelegt: Laut Deutscher Bundesbank wurden im ersten Quartal 2021 knapp 129 Milliarden Euro für den Aufbau von Geldvermögen zur Seite gelegt – in Spareinlagen und Versicherungen, aber zunehmend auch in Kapitalmarktanlagen wie Investmentfonds. Aber was ist die Motivation der Menschen, ihr Geld zu sparen? Diese Frage war ein Teil einer aktuellen paneuropäischen Befragung von J.P. Morgan Asset Management. Mehr als 6.000 Frauen und Männer aus zehn europäischen Ländern wurden unter anderem gefragt, was für sie der Hauptgrund für das Sparen ist. Angesichts der Unsicherheit der Pandemie überrascht es nicht, dass die Bildung eines finanziellen Notfallpolsters eine große Sparmotivation darstellt. Bei den befragten Frauen ist es mit 45 Prozent sogar die größte. Auch bei den Männern liegt die Absicherung für Notfälle mit 40 Prozent weit vorn, muss sich den ersten Rang allerdings mit dem Wunsch, das Vermögen anwachsen zu lassen, teilen. Dies findet wiederum nur jede dritte befragte Frau wichtig. Für Frauen ist dagegen die Altersvorsorge ein großes Thema, was bei den Männern auf dem dritten Platz landet. Die Sparmotivation ist in allen zehn untersuchten Ländern übrigens sehr ähnlich. Dass Frauen dem Sparen für den Ruhestand besondere Priorität beimessen ist aber besonders in Schweden (51 Prozent), Frankreich, Großbritannien (jeweils 46 Prozent), und Deutschland/Österreich (45 Prozent) überdurchschnittlich ausgeprägt.

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DIW zur Industriepolitik: Technologieorientierte öffentliche

Investitionsfonds als neues Element

Berlin (27.7.21) – Inwieweit darf oder muss der Staat in die Wirtschaft eingreifen? Dies ist seit jeher die zentrale Frage in der Debatte um die richtige Industriepolitik. Dass die Industrie in Deutschland ein entscheidender Faktor für Wohlstand ist, bleibt unbestritten. Diverse Krisen der letzten Jahre wie die Finanz- und Schuldenkrise, der Klimawandel oder die Corona-Pandemie, aber auch der wirtschaftliche Strukturwandel wie die Digitalisierung haben gezeigt, dass es ohne staatliche Intervention nicht geht. Uneinigkeit besteht darin, wie der Staat zur Mobilisierung der dringend notwendigen Investitionen und Innovationen beitragen kann. In den aktuellen Parteiprogrammen zur Bundestagswahl spiegelt sich die ganze Bandbreite der industriepolitischen Debatte, jede Partei mit eigenen Vorstellungen und Prioritäten. Eine praktikable Möglichkeit, staatliche Investitionshilfen flexibel zu bündeln und transparent zu verwenden, wären Technologiefonds, die – richtig ausgestaltet – den Transformationsprozess der Industrie endscheidend voranbringen könnten. Dafür müsste die Bundesregierung einen zweistelligen Milliardenbetrag aufbringen.

Grafik: DIW

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Postbank-Wohnatlas 2021:

Wo Wohneigentum für

Durchschnittsverdiener

noch erschwinglich ist

Bonn (23.7.21) – Welchen Anteil vom Einkommen verschlingen die Wohnkosten, also die Miet- oder die Kreditratenzahlungen? Das haben Expert*innen des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstituts (HWWI) für den Postbank Wohnatlas auf Basis der durchschnittlich regional verfügbaren Haushaltseinkommen durchgerechnet. Regionale Preisunterschiede auf den Wohnungsmärkten aber auch beim Einkommensniveau sorgen für ein gemischtes Bild. Nicht mehr als 30 Prozent des verfügbaren Haushaltseinkommens sollte Wohnen kosten, so lautet eine gängige Faustformel. Danach wäre 2020 in 363 von 401 Landkreisen und kreisfreien Städten der Kauf einer 70-Quadratmeter-Wohnung für einen Durchschnittshaushalt finanzierbar gewesen. Ein Jahr zuvor waren es noch 379 Kreise und Städte.Grafik: Postbank

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SAFE-Direktor Jan Krahnen: „Eine effektive grüne Finanzierungspolitik muss flexibel bei Richtung und Tempo sein“

Frankfurt/Main (22.7.21) – Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) hat am 8. Juli 2021 eine neue geldpolitische Strategie verabschiedet, die auch für die aktuelle geldpolitische Entscheidung der EZB eine bedeutende Rolle spielt. Jan Pieter Krahnen, Direktor des Leibniz-Instituts für Finanzmarktforschung – SAFE – äußert sich dazu wie folgt: „Die EZB hat vergangene Woche das Ergebnis einer fast einjährigen strategischen Überprüfung veröffentlicht und dabei zwei politische Schlussfolgerungen hervorgehoben. Erstens legt sie ein klares numerisches Inflationsziel von zwei Prozent fest und löst damit die Mehrdeutigkeit auf, die das bisherige ‚leicht unter zwei Prozent‘-Ziel erzeugt. Weniger Mehrdeutigkeit ist gut, weil es nicht nur die Konsensbildung im EZB-Rat erleichtern dürfte. Marktkommentatoren haben das neue Ziel auch deshalb begrüßt, weil es die Erwartungsbildung der Investoren in der Eurozone erleichtert. weiterlesen

DIW: Energieversorgung

ausschließlich durch Erneuerbare ist möglich und sicher

Berlin (21.7.21) – Der gesamte deutsche Energiebedarf ließe sich innerhalb der nächsten zehn bis 15 Jahre ausschließlich mit erneuerbaren Energien decken. Das ist die zentrale Erkenntnis einer aktuellen Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin), für die die EnergieökonomInnen Claudia Kemfert, Christian von Hirschhausen, Mario Kendziorski und Leonard Göke Szenarien einer Vollversorgung durch Photovoltaik, Windkraft und andere Erneuerbare berechnet haben. „100 Prozent erneuerbare Energien sind technisch möglich und ökonomisch effizient – und vor allem dringend nötig, um die europäischen Klimaschutzziele erreichen zu können“, sagt Claudia Kemfert, Leiterin der Abteilung Energie, Verkehr, Umwelt am DIW Berlin. weiterlesen

FNG-Siegel: Rekord-Bewerbungen für den

Qualitätsstandard Nachhaltiger Geldanlagen –

Unabhängige Orientierungshilfe gerade jetzt gefragt

Berlin (21.7.21) – 281 Fonds haben sich für den SRI-Qualitätsstandard FNG-Siegel beworben. Das sind 60 Prozent mehr als im letzten Jahr und eine Versiebenfachung seit der Einführung des Gütezeichens 2015. Die Zahl der sich bewerbenden Fondshäuser stieg von 73 auf 102. Diese kommen aus 14 Ländern. weiterlesen

Daimler: Chipmangel vermasselt starke Umsatz-und Gewinn-Quartalsbilanz

Stuttgart (21.7.21) – Eigentlich sieht die Zwischenbilanz für das 2. Quartal beim ältesten Autohersteller der Welt, bei Daimler, gut aus. Doch die Aussichten haben sich eingetrübt. Der Konzernabsatz legte – nach Angaben von Daimler – um 36% auf 736.400 (Q2 2020: 541.800) Pkw und Nutzfahrzeuge zu. Der Umsatz stieg um 44% auf 43,5 (Q2 2020: 30,2) Mrd. €. Das EBIT belief sich auf 5.185 (Q2 2020: minus 1.682) Mio. €. Das bereinigte EBIT reflektiert das laufende Geschäft und betrug 5.420 (Q2 2020: minus 708) Mio. €. Das Konzernergebnis verbesserte sich auf 3.704 (Q2 2020: minus 1.906) Mio. €. „Wir haben in allen Divisionen eine starke Performance im zweiten Quartal erzielt. Bei Mercedes-Benz Cars & Vans haben wir das dritte Quartal in Folge eine zweistellige Marge erreicht und damit die Widerstandsfähigkeit unseres Geschäfts unter Beweis gestellt – trotz der anhaltend geringen Verfügbarkeit von Halbleitern. Die gesamte Branche hat derzeit mit längeren Wartezeiten zu kämpfen, die leider auch unsere Kunden betreffen. Wir tun, was wir können, um die Folgen so gering wie möglich zu halten. Angesichts der hohen Nachfrage nach unseren Fahrzeugen hat die Auslieferung an unsere Kunden oberste Priorität“, sagte Ola Källenius, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG und der Mercedes-Benz AG. „Unsere Transformation in Richtung einer emissionsfreien und softwaregetriebenen Mobilität wird von einem hohen Free Cash Flow im Industriegeschäft unterstützt. Wir setzen unsere Strategie mit vollem Tempo um.“

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Union Investment: Deutsche sparen trotz Corona weiter viel, aber ineffizient

Frankfurt/Main (20.7.21) – Frankfurt am Main, 20. Juli 2021 – Die Corona-Pandemie hat den Spareifer der Deutschen beflügelt. Im vergangenen Jahr ist das Geldvermögen der Privathaushalte um rund 7 Prozent auf einen Rekordwert von sieben Billionen Euro gestiegen (2019: 6,5 Billionen Euro). Trotz anhaltend niedriger Zinsen setzen die Sparer weiter vor allem auf Bargeld und Sichteinlagen, deren Bestände um 229 Milliarden Euro gewachsen sind. Insgesamt lagern mit 2,8 Billionen Euro über 40 Prozent des Gesamtfinanzvermögens in Zinsprodukten. Das geht zu Lasten der Ertragskraft: Der Anteil, den Renditen am Vermögensaufbau ausmachen, ist im Vergleich zu 2019 noch einmal von 24 Prozent auf 19 Prozent gesunken. Vor dem Hintergrund anziehender Inflationsraten droht Sparern ein realer Vermögensverlust in Rekordhöhe. Dies zeigt eine Auswertung von Prof. Oscar A. Stolper von der Philipps-Universität in Marburg im Auftrag von Union Investment.

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KfW-ifo-Kredithürde: Mittelstand kommt wieder leichter an Kredite

München/Frankfurt/Main (20.7.21) – Die Unternehmen in Deutschland fragen weiterhin auf nur schwachem, unterdurchschnittlichen Niveau Bankkredite nach. Im zweiten Quartal ging der Anteil der Mittelständler, die Kreditverhandlungen mit ihren Banken führten, um 1,1 Prozentpunkte auf 19,5 % zurück, wie die aktuelle KfW-ifo-Kredithürde zeigt. Dies ist der niedrigste Wert seit Beginn der Befragung im Jahr 2017. Auch bei den Großunternehmen sank der Anteil der kreditnachfragenden Unternehmen nach einem minimalen Anstieg im Vorquartal um 1,3 Prozentpunkte wieder auf 27,7 % ab. weiterlesen

Ernst & Young: Neuzulassungen in

Europa leiden unter Halbleiterkrise –

Elektroboom hält an

Frankfurt/Main (16.7.21) – Der EU-Neuwagenmarkt erholte sich im Juni mit einem Plus von 10 Prozent weiter von dem schwachen Vorjahr – allerdings klafft im Vergleich zu Juni 2019 immer noch eine große Lücke von 14 Prozent. Im bisherigen Jahresverlauf liegt der Absatz sogar um 22 Prozent niedriger als im Vergleichszeitraum 2019. „Zwar steigt der Neuwagenabsatz derzeit insgesamt deutlich, allerdings liegen wir nach wie vor massiv unter dem Niveau von 2019. Die erhoffte echte Erholung auf dem EU-Neuwagenmarkt ist immer noch nicht in Sicht“, sagt Peter Fuß, Partner bei EY. „Immerhin geben die Rahmenbedingungen wieder Grund zur Hoffnung: Die Konjunktur ist robust, die Impfkampagne kommt europaweit voran, neue Lockdowns erscheinen unwahrscheinlich. Allerdings führt der Mangel an Halbleitern weiter zu erheblichen Produktions- und Absatzeinbußen, sodass für die zweite Jahreshälfte ein Absatz auf Vorkrisenniveau kaum erreichbar sein wird. Damit wird ein starkes erstes Halbjahr 2022 immer wahrscheinlicher – schon aufgrund der erheblichen Nachholeffekte“. weiterlesen

EZB: Das Eurosystem startet Projekt zum digitalen Euro

Frankfurt/Main (15.7.21) – Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) hat beschlossen, die Untersuchungsphase eines Projekts zum digitalen Euro einzuläuten. Im Anschluss an die Entscheidung stieß der Präsident der Euro-Gruppe Paschal Donohoe zu der Sitzung dazu. Er gratulierte dem EZB-Rat und brachte seine uneingeschränkte Unterstützung für das Projekt zum Ausdruck. „Vor neun Monaten haben wir unseren Bericht über einen digitalen Euro veröffentlicht. Seitdem haben wir weitere Analysen vorgenommen, Feedback von Bürgerinnen und Bürgern sowie aus Fachkreisen eingeholt und eine praktische Erprobung durchgeführt – mit ermutigenden Ergebnissen. All dies hat uns zu der Entscheidung geführt, einen Gang hochzuschalten und den Startschuss für das Projekt zum digitalen Euro zu geben“, so EZB-Präsidentin Christine Lagarde. „Unsere Arbeit soll sicherstellen, dass Privatpersonen und Unternehmen im digitalen Zeitalter weiterhin Zugang zu der sichersten Form von Geld – dem Zentralbankgeld – haben.“

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IMK: Konjunkturelle Erholung setzt sich fort

Düsseldorf (15.7.21) – Die Konjunkturampel steht auf Grün und signalisiert für das dritte Quartal eine dynamische Fortsetzung der konjunkturellen Erholung – nach dem coronabedingten Rückschlag im ersten Quartal des Jahres. In seinem aktuellen Drei-Monatsausblick – für Juli bis September – weist das IMK eine Boomwahrscheinlichkeit von 61,3 Prozent aus. Damit übertrifft die Wahrscheinlichkeit für ein überdurchschnittliches Wirtschaftswachstum nunmehr den vierten Monat in Folge den entscheidenden Schwellenwert von 50 Prozent.

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Daimler: Markterwartungen übertroffen – trotz der Lieferengpässe bei Halbleitern

Stuttgart (15.7.21) – Mercedes-Benz Cars & Vans erzielte im zweiten Quartal 2021 ein sehr gutes Ergebnis, auf Grund überzeugender Produkte, eines günstigen Produktmix und guter Preisdurchsetzung sowie anhaltender Kostendisziplin. Dieses Ergebnis war trotz der sehr begrenzten Verfügbarkeit von Halbleiter-Komponenten möglich. Der Absatz von Daimler Trucks & Buses stieg in fast allen Regionen auf Grund des verbesserten Marktumfelds, was sich in einer höheren Profitabilität im zweiten Quartal widerspiegelt. Darüber hinaus profitierte das EBIT von Daimler Trucks & Buses von einer guten Preisdurchsetzung, einem höheren Aftersales-Geschäft und positiven, nicht wiederkehrenden Bewertungseffekten in der Größenordnung von rund 100 Mio. €. Das EBIT von Daimler Mobility profitierte von geringen Kreditrisikokosten, einer Auflösung von Rückstellungen für Kreditrisiken in Höhe von 120 Mio. € und günstigeren Refinanzierungskosten. Zusätzlich zu der zugrundeliegenden operativen Performance hat eine gute Cash Conversion zu einem Free Cash Flow des Industriegeschäfts in Höhe von 2.586 Mio. € im zweiten Quartal 2021 geführt. Im ersten Halbjahr 2021 betrug der Free Cash Flow des Industriegeschäfts insgesamt 4.396 Mio. €. Das EBIT des Daimler-Konzerns, das bereinigte EBIT von Mercedes-Benz Cars & Vans, die bereinigte Umsatzrendite (RoS) von Daimler Trucks & Buses, das bereinigte EBIT von Daimler Trucks & Buses, das bereinigte EBIT von Daimler Mobility und der Free Cash Flow im Industriegeschäft von Daimler liegen im zweiten Quartal 2021 deutlich über den Markterwartungen. weiterlesen

SALytic Invest: Ende der ultralocken US-Geldpolitik im Herbst

Düsseldorf (14.7.21) – Die Wirtschaft erlebt gegenwärtig einen der stärksten Konjunkturaufschwünge der letzten Jahrzehnte, der mit einer starken Gewinnverbesserung vieler Firmen einhergeht. Die Notenbanken in den USA und später auch in Europa werden im Herbst 2021 daher verbal für 2022 einen sukzessiven Ausstieg aus der ultraexpansiven Geldpolitik vorbereiten, in dem zunächst die Anleihekäufe zurückgeführt werden. Dem dürften ab der Jahreswende 2022/2023 zunächst in den USA langsam erste kleine Zinsanhebungen folgen. Diese Meinung vertritt SALytic Invest in ihrem aktuellen Halbjahresbericht. Es sei zu erwarten, dass durch diese Entwicklung auch die Kapitalmarktzinsen in den USA und Europa bis zum Jahresende leicht ansteigen (Prognose für Zehnjährige: Bundesanleihen 0 – 0,2 %, US-Treasuries 1,8 – 2 %). Insgesamt sei auf lange Sicht mit einem historisch niedrigen Zinsniveau zu rechnen. „Die im Zuge der Pandemie massiv angestiegenen Schuldenberge zwingen die Länder zu einem langjährig negativen Realzinsniveau, bei dem sie sich zumindest langsam ohne große Einschnitte entschulden können“, sagt Dr. Wolfgang Sawazki, Vorstand von SALytic Invest.

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Forum Fairer Handel:  Solidarisch durch die Krise – Entschlossen in die Zukunft

Berlin (14.7.21) – Nach über einer Dekade im Aufwind ist der Umsatz mit fairen Produkten in Deutschland infolge der Corona-Pandemie erstmalig zurückgegangen. Doch die Fair-Handels-Bewegung ist es gewohnt, gegen den Strom zu schwimmen. „Fair-Handels-Unternehmen wollen mit ihren Handelspartnern durch die Krise kommen, nicht auf deren Kosten“, erklärt Matthias Fiedler, Geschäftsführer des Forum Fairer Handel (FFH). „Dass die deutschen Supermärkte und Discounter in der Corona-Krise Rekordgewinne eingefahren haben, verdeutlicht, woran das System krankt“, kritisiert Fiedler anlässlich der Jahrespressekonferenz des FFH. „Viele der Menschen, die uns ernähren, kämpfen täglich um ihr Überleben, weil sie Preise akzeptieren müssen, die nicht einmal die Produktionskosten decken“, erklärt Andrea Fütterer, Vorstandsvorsitzende des FFH. Deswegen fordert das FFH anlässlich seiner Jahrespressekonferenz in Berlin ein Verbot von Dumpingpreisen für Lebensmittel. Das wäre ein weiterer Baustein auf dem Weg zu einer sozial-ökologischen, zukunftsfähigen Wirtschaft. Was die wirtschaftliche Entwicklung des Fairen Handels in Deutschland betrifft, gibt die aktuelle Verbraucher*innenbefragung zum Fairen Handel Anlass zu Optimismus: Denn immer mehr Menschen in Deutschland greifen zu fairen Produkten.

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BVR: Genossenschaftliche FinanzGruppe verbucht erfolgreiches Coronajahr 2020 – Intensives Kundengeschäft und gute Kapitalausstattung

Frankfurt/Main (13.7.21) – Im von der Coronapandemie stark geprägten Jahr 2020 erwirtschaftete die Genossenschaftliche FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken einen konsolidierten Gewinn vor Steuern von soliden 7,2 Milliarden Euro, nach 10,2 Milliarden Euro im Vorjahr, das durch hohe positive Bewertungseffekte geprägt war. Im operativen Geschäft hat die genossenschaftliche FinanzGruppe 2020 beim Provisionsüberschuss und Zinsüberschuss zulegen können bei gleichzeitiger leichter Kostensenkung. Belastungen aus der Coronapandemie ergeben sich aus einer präventiv um 1,5 Milliarden Euro erhöhten Risikovorsorge im Kreditgeschäft. Das bilanzielle Eigenkapital erhöhte sich um fünf Prozent auf 121,8 Milliarden Euro. Die konsolidierte Bilanzsumme wuchs um 6,6 Prozent auf 1.476 Milliarden Euro.

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