Hans-Böckler-Stiftung-Studie: Mehr Investitionen helfen, den Belastungsanstieg durch demografischen Wandel deutlich zu reduzieren

Demografischer Wandel ist beherrschbar
Düsseldorf (7.6.18) – Die deutsche Gesellschaft altert. Die ökonomischen Folgen sind aber beherrschbar. Das betrifft auch die sozialen Sicherungssysteme wie die Rentenversicherung. Der Schlüssel dazu liegt in einer besseren Erwerbsintegration: Vor allem die Erwerbstätigenquoten von Frauen und Migranten müssten steigen. Wenn Deutschland bis 2050 eine Erwerbsbeteiligung erreicht, wie Schweden sie bereits heute hat, wäre der weitaus größte Teil des „demografischen Problems“ gelöst. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Studie von IMK, WSI und der Arbeiterkammer Wien (AK Wien).

Mit seinem Buch „Euro – Wie er wurde, was er ist“ hat Christoph Wehnelt ein profundes Werk über die deutsche Geldgeschichte nach 1945  vorgelegt. – 3. und letzter Teil

Konkordat, Kapinski und die leidige Kapitalflucht

In das internationale Finanzgeschäft hat sich ein neuer Begriff eingeschlichen, der mit einem sehr traditionsreichen Wort belegt ist: Konkordat. Konkordate schlossen bisher die Päpste mit weltlichen Machthabern, um den Einfluss der katholischen Kirche in den jeweiligen Staaten sicherzustellen. Die Päpste des Kapitalismus, die Notenbankgouverneure, haben jetzt in Basel ebenfalls ein Konkordat geschlossen. Es schreibt Grundregeln für die internationale Bankenaufsicht fest. Bei rechtem Licht besehen maßen sich damit die Zentralbankchefs gesetzgeberische Befugnisse für das von ihnen vertretene Land an und schließen gleichzeitig internationale Verträge, zu denen sie auch nicht berechtigt sind. Die Bundesbank beschwichtigt: „Dieses Konkordat gibt rechtlich unverbindliche Empfehlungen für die Zusammenarbeit der das Konkordat tragenden Bankenaufsichtsbehörden bei der Überwachung der Auslandsniederlassungen von Banken; das sind Zweigstellen,  Tochterbanken und Gemeinschaftsunternehmen.“

weiterlesen

Coface zum Metallsektor:

Verschuldung wird zum Problem

Mainz (6.6.18) – Zunehmender Protektionismus in den USA und Europa sowie die Gegenmaßnahmen Chinas legen sich zwar auf die Zuversicht und die Investitionsneigung in den Metallbranchen. Vorerst sind die Zölle aber noch keine wirkliche Gefahr für das Wachstum. Zu einem größeren Problem könne sich dagegen die Verschuldung vieler Unternehmen entwickeln. Das meint der Kreditversicherer Coface in einem neuen Panorama zum weltweiten Metallsektor.

weiterlesen

MFS Swansons Strategie: Besser geht’s nicht? 

Boston / Frankfurt am Main, 6. Juni 2018 – Die Zeiten sind gut. Kurzfristig erwarte ich deutlich höhere Unternehmensgewinne als im Vorjahr in den USA und einen etwas schwächeren Anstieg in Europa, sodass die Erwartungen der Marktbeobachter erreicht oder übertroffen werden. Große internationale US-Unternehmen profitieren von der Dollarabwertung in den letzten zwölf Monaten, und in Europa ist die reale Nachfrage ebenso gestiegen wie in Japan. Hinzu kommt, dass die Unternehmen weniger Steuern zahlen müssen und in den USA die Unternehmensinvestitionen steigen, auch wenn sie noch immer niedrig sind. Ein Großteil der Investitionen stammt aus dem boomenden Technologiesektor, da immer mehr Unternehmen auf Cloud-Anwendungen setzen.

weiterlesen

Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena):

Es geht um mehr als Kohleverstromung, es geht um die Zukunft der Energiewende

Berlin (6.6.18) -Zur Einsetzung der Kommission „Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“ durch die Bundesregierung sagt Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Deutschen Energie-Agentur (dena):  Aufgabenportfolio und Erwartungen an die von der Politik eingesetzte Kommission sind groß. Denn die Bundesregierung will die Klimaziele 2030 auf jeden Fall erreichen und den damit verbundenen Strukturwandel aktiv gestalten. Beides ist wichtig und richtig. Mit Einrichtung der Kommission wird auch die dringend erforderliche Diskussion zu den durch die Energiewende bedingten Wachstums- und Beschäftigungschancen wie Risiken wieder auf die Agenda kommen. Die damit verbundenen Fragen sind zentral. Denn Energiewende und Klimaschutz werden nur dann erfolgreich sein, wenn auch die weit überwiegende Mehrheit der Menschen im Land darin gute Perspektiven für sich und ihre Kinder und Familien sehen. Ich persönlich sehe dieser Diskussion sehr zuversichtlich entgegen.

weiterlesen

AXA IM aktuell: Trotz höherer Zinsen – Vorsicht bei Anlagen in US-Staatsanleihen

 

Frankfurt/Wien (6.6.18) – Höhere Ölpreise und sich stabilisierende Wirtschaftsdaten haben die Zinsen von zehnjährigen US-Staatsanleihen über die Drei-Prozent-Marke gehoben. Derartige Renditen waren zuletzt Ende 2013 zu verbuchen, nachdem der damalige Notenbankchef Ben Bernanke das Ende des Quantitative Easing einläutete und damit das berühmt-berüchtigte „Taper Tantrum“ auslöste. Viel interessanter findet Franz Wenzel, Anlagestratege für institutionelle Kunden bei AXA Investment Managers, jedoch die Tatsache, dass sich die Zinsabstände zu deutschen Bundesanleihen gemessen an zehnjährigen Laufzeiten auf Niveaus bewegen, die weitaus länger zurück liegen: „Für deutsche Investoren verbuchten ähnliche Zinsvorteile zuletzt vor knapp 30 Jahren auf dem Börsenticker. Das weckt sicherlich Interesse bei europäischen Investoren.“

weiterlesen

GAM: Aktien in Emerging Markets – Positiver Ausblick trotz Protektionismus

Zürich (6.6.18) – Schwellenländer (Emerging Markets/EM) werden oftmals als eine homogene Gruppe von Ländern angesehen: Was für ein Land schlecht ist, muss auch für alle anderen negative Folgen haben. Allerdings ist dies nicht mehr der Fall – falls es überhaupt je so war. Denn aus historischer Sicht gab es immer geografische und kulturelle Unterschiede, und auch die wirtschaftliche Entwicklung der Schwellenländer verlief unterschiedlich. „Ebenso unterschiedlich fällt die Reaktion auf die zunehmenden protektionistischen Maßnahmen der USA aus“, erläutert Tim Love, Investment Director bei GAM Investments. Protektionismus könne zwar Volkswirtschaften, in denen der Handel einen hohen Anteil am Bruttoinlandprodukt (BIP) hat, massiv beeinträchtigen. Es sei aber falsch, alle Schwellenländer blind dieser Kategorie zuzurechnen. „Wir glauben, dass es durchaus Gründe gibt, bezüglich der Entwicklung von EM-Aktien zuversichtlich zu sein“, so Love weiter.

weiterlesen

KfW-ifo-Mittelstandsbarometer: Die Euphorie ist weg, Abwärtsrisiken nehmen zu – Globale politische Risiken drücken das Geschäftsklima

Frankfurt/Main (6.6.18) – Die Stimmung im deutschen Mittelstand hat sich im Mai erneut verschlechtert. Neben dem protektionistischen Kurs der US-Regierung ziehen aktuell auch Nachrichten über die Formierung einer eurokritischen Regierung in Italien das Geschäftsklima weiter nach unten: Es lässt um einen Zähler auf 13,9 Saldenpunkte nach. Insbesondere die Geschäftserwartungen der Mittelständler sinken und liegen nach einem Rückgang von 1,4 Zählern bei nun 2,1 Saldenpunkten – und damit nur noch knapp über ihrem langfristigen Durchschnittswert. Die aktuelle Geschäftslage hält sich allerdings weiterhin auf einem außergewöhnlich hohen Niveau, wenn sie auch etwas schwächer als im Vormonat eingeschätzt wird (-0,6 Zähler auf 26,6 Saldenpunkte).

weiterlesen

KfW stärkt Finanzierungsangebot für Mittelständler auf dem Weg in die digitale Zukunft

Frankfurt/Main (6.6.18) – Die KfW erweitert ihr Förderangebot in den Bereichen Innovation und Digitalisierung. Mit dem neuen KfW-Kredit für Wachstum werden Vorhaben von größeren mittelständischen Unternehmen im Bereich Innovation und Digitalisierung unterstützt. Finanziert werden innovative Vorhaben zur Erschließung neuer Märkte oder Kundengruppen oder zur deutlichen Intensivierung der Digitalisierung des Unternehmens. Das neue KfW-Programm ist Teil der Tech-Growth-Fund-Initiative der Bundesregierung, welche darauf abzielt, Unter-nehmen in der Wachstumsphase durch eine Erweiterung des staatlichen Finanzierungsinstrumentariums zu unterstützen.

weiterlesen

Küche wird zum Statussymbol: Wer zahlt im Schadenfall?

Nürnberg (6.6.18) – Die Küche wird in Deutschland immer mehr zum Statussymbol. Etwa jede zweite Küche kostet nach Angaben von Konsumforschern mittlerweile bereits mehr als 10.000 Euro. Doch wer zahlt im Schadenfall? Eine beispielsweise vom Schreiner exakt angepasste Einbauküche zählt zur Wohngebäudeversicherung, erklärt Schadenexperte Frank Eiles von der uniVersa Versicherung. Dort ist sie, je nachdem welche Gefahren ausgewählt werden, gegen Feuer, Leitungswasser, Sturm und Hagel versichert. „Weit häufiger verbreitet sind allerdings sogenannte Anbauküchen, die aus Möbelprogrammen zusammengestellt und mit einer Arbeitsplatte angepasst werden“, so Eiles.

weiterlesen

Commerzbank: Spitzenposition für

Aktien-Research und -Sales in Deutschland verteidigt

Frankfurt/Main (6.6.28) – Bei der wichtigsten Befragung von Aktienprofis in Europa hat die Commerzbank ihre Spitzenposition im Aktien-Research und -Sales für Deutschland verteidigt. In der diesjährigen Extel-Umfrage konnte die Bank zum siebten Mal in Folge den ersten Platz als „Germany: Leading Brokerage Firm“ erzielen. Bei der Befragung von etwa 11.000 Experten für den europäischen Aktienmarkt konnten die Analysten und Sales-Mitarbeiter der Commerzbank auch mehrere Einzelrankings für sich entscheiden.

weiterlesen

Mit seinem Buch „Euro – Wie er wurde, was er ist“ hat Christoph Wehnelt ein profundes Werk über die deutsche Geldgeschichte nach 1945  vorgelegt. – 2. Teil

Hummrich und die Wacht am Main 

  (ein Szenario)   

Für die „Wacht am Main“ steht seit Jahren Günther Hummrich im Rentenhändler-Saal der Frankfurter Börse. Er ist der Degen der Bundesbank am Kapitalmarkt. Mit drei Kollegen operiert er im Namen der Zentralbank, kauft und verkauft im Auftrag der Bundesbank öffentliche Anleihen, Anleihen des Bundes, der Bahn und der Post. Er betreut aber auch zur „Kurspflege“ Emissionen der Kreditanstalt für Wiederaufbau und der Lastenausgleichsbank, die beide Staatsbanken sind, also dem Bund gehören. Seine Geschäftspartner sind die vier Makler, die wenige Schritte vom Bundesbank-Büro entfernt, rechts hinter der Rampe, mit diesen öffentlichen Anleihen makeln, Angebote von den Händlern entgegennehmen und Käufer für die wertvolle Ware suchen. Sie gleichen, und das ist ihre Aufgabe, Angebot und Nachfrage aus. Für ihre Bemühungen kassieren auch sie Courtage. Je besser die Umsätze laufen, um so besser sind die Einnahmechancen, genau so wie bei den Kollegen am Aktienmarkt. Mit Hummrich müssen sie sich von Amts wegen gutstellen. Aber sie tun es auch von ganzem Herzen des Geschäftsmannes, abgesehen davon, dass sie ihn, Hummrich, und seine trockene Art hoch schätzen und manchen Spaß mit ihm treiben.

weiterlesen

Legal & General Investment Management:

Ölpreis wird auf lange Sicht wieder sinken

London (5.6.18) – Die Ölpreise sind zuletzt, aufgrund der Spannungen im Nahen Osten und dem Austritt der USA aus dem Iran-Abkommen, explodiert.   „Trotz dieser Entwicklung hat die Schieferöl-Revolution sowohl die mittelfristigen Risiken für den Ölpreis gesenkt als auch die künftigen Preiserwartungen drastisch reduziert“, sagt John Roe, Head of Multi-Asset Funds bei Legal & General Investment Management (LGIM).

weiterlesen

EMI: Industrie hat sich im Mai spürbar abgekühlt

 

Frankfurt/Main (5.6.18) –  Die deutsche Industrie hat im Mai weiter an Schwung verloren. Verringert haben sich nicht nur die Zuwächse bei Produktion, Auftragseingang und Beschäftigung, auch die Geschäftsaussichten binnen Jahresfrist sind auf den tiefsten Wert seit über zweieinhalb Jahren abgesackt. Der finale saisonbereinigte IHS Markit/BME-Einkaufsmanager-Index (EMI) sank gegenüber April um 1,2 Punkte auf 56,9 und erreichte damit den tiefsten Wert seit 15 Monaten. Die Wachstumsrate blieb aber auf hohem Niveau. Im Dezember 2017 hatte der wichtige Konjunktur-Indikator noch bei 63,3 Punkten notiert.

weiterlesen

Mit seinem Buch „Euro – Wie er wurde, was er ist“ hat Christoph Wehnelt ein profundes Werk über die deutsche Geldgeschichte nach 1945  vorgelegt. – 1. Teil 

Die Wacht am Main

  Bleibet im Lande und sparet Devisen

Offizielle in der Deutschen Bundesbank können sich über die Äußerungen von Ex-Bundesbankpräsident und Kanzler-Intimus, Karl Klasen, nur wundern. „Wahrscheinlich wollte er nur breite Bevölkerungskreise auf das Währungsproblem aufmerksam machen,“ heißt es beschwichtigend. Auf die Frage der Bild-Zeitung: „Wir geben in diesem Jahr für den Urlaub und für Waren im Ausland fast 30 Milliarden Mark mehr aus, als wir einnehmen – geht das noch lange gut?,“ hatte Klasen gesagt: „Auf Dauer bestimmt nicht.“ Daraufhin empfahl der Ex-Präsident den Bundesbürgern einen „Deutschland-Urlaub und Ölsparen.“ Beides sollte dazu dienen, die deutsche Devisenkasse zu schonen.

weiterlesen

Manfred Mathes 80! Er gehörte zu den  Großen der deutschen Investmentindustrie -Jahrzehnte in leitender Stellung bei deutschen Wertpapierfonds – Chef von Deka und Union Investment

 

Manfred Mathes, der am 19. Juni 80 wird, hat deutsche Investment-Geschichte geschrieben. Er steht da Ernst Bracker, der rund 40 Jahre lang die Deutsche Bank-Tochter DWS regierte kaum nach. Mathes war nicht unbedingt ein Mann der ersten Stunde wie der legendäre Wolfgang Reuter oder eben Bracker, aber er war sehr früh dabei, beginnend mit den sehr bescheidenen Anfängen der für Deutschland damals gänzlich neuen Produktlinie „Publikumfonds.“ Für sein Berufsleben hatte er einen fliegenden Start. Der frisch gebackene Diplom-Kaufmann mutete sich 1963 zwei Jobs zum Karriereauftakt zu. Über parallele Tätigkeiten bei der amerikanischen Fluggesellschaft Pan American World Airways und im sozialwissenschaftlichen Institut der Universität Frankfurt führte ihn sein Weg zur Investmentbranche. An der Uni hatte er das Investment-Thema noch mit spitzen Fingern angefaßt, freundete sich dann aber schnell mit der Materie an. Irgendwie witterte er hier für die Finanzwirtschaft die große Bonanza der Zukunft, obwohl die Anfänge der Branche nun wirklich kleinkariert waren.

weiterlesen

Ernst & Young: Absatz von Diesel-Neuwagen sinkt so stark wie nie – Diesel-Marktanteil auf niedrigstem Niveau seit 2009

Stuttgart (4.6.18) – Peter Fuß, Partner bei EY: „Im Vergleich zum Vorjahresmonat fehlten dem Mai zwei Verkaufstage, was zu dem deutlichen Rückgang bei den Neuzulassungen führte. Bereinigt um diesen Kalendereffekt stiegen die Neuzulassungen im Mai sogar um vier Prozent.“ Während die Neuzulassungen von Benzin-Modellen immerhin um sechs Prozent zulegten, ging der Verkauf von Diesel-Modellen massiv zurück: um 27 Prozent. Das war der stärkste Rückgang seit Beginn der Dieselkrise im Sommer 2015. Auch beim Marktanteil gab es im Mai einen Negativrekord: Nur 31,3 Prozent aller neu zugelassenen Pkw waren Selbstzünder – der niedrigste Wert seit dem Jahr 2009, als die Abwrackprämie einen Boom im – zumeist benzinbetriebenen – Kleinwagensegment entfachte.

weiterlesen

VDIK: Deutscher Pkw-Markt im Mai weiterhin stabil

Bad Homburg (4.6.18) – Der deutsche Pkw-Markt blieb im Mai 2018 mit 305.057 Pkw-Neuzulassungen 5,8 Prozent unter dem Vorjahresmonat. Arbeitstagbereinigt (Mai 2018: minus 1,7 Arbeitstage) ergibt sich rechnerisch für den Gesamtmarkt ein Plus von über 2 Prozent. In den ersten fünf Monaten des Jahres wurden insgesamt 1,498 Mio. Pkw neu zugelassenen, ein Wachstum von 2,6 Prozent im Verhältnis zum Vorjahreszeitraum. Die VDIK-Mitglieder erhöhten ihren Marktanteil im Vergleichszeitraum von 37,5 auf jetzt 38,2 Prozent.

weiterlesen

VDA: Folgen der überhasteten EU-Regulierung werden spürbar

 

Berlin (2.6.18) – Die Folgen der überhasteten Regulierung aus Brüssel werden mehr und mehr deutlich. Bereits im Dezember 2016 hatte der VDA die damaligen Beschlüsse des Technical Committee on Motor Vehicles (TCMV) sehr kritisch bewertet: „Die vorgesehenen Fristen greifen in laufende Produktzyklen ein und nehmen den Automobilherstellern damit jegliche Planbarkeit. Hier fehlt der politische Wille, die Grenzen des Machbaren anzuerkennen. Vielmehr drängt sich der Eindruck auf, dass die EU-Kommission vor dem Hintergrund der Ereignisse im vergangenen Jahr Handlungsfähigkeit zeigen will und dabei das Augenmaß verloren hat. Sie geht damit an ihren eigenen Zielen von ‚besserer Rechtssetzung‘ und ‚mehr Wachstum und Beschäftigung‘ vorbei“, hieß es in der VDA-Pressemitteilung vom 20. Dezember 2016. Und: Die Folgen dieser Entscheidung des TCMV seien weitreichend, weil eine Umrüstung aller Modelle in der laufenden Produktion in der vorgegebenen Zeit nicht möglich sei.

weiterlesen

Merck Finck Privatbankiers:  Datenwoche zum Durchatmen vor dem Notenbank-Showdown

München (1.6.18) – Nach den Diskussionen um die politische Zukunft Italiens und der Konjunkturdatenflut in dieser Woche können zumindest Volkswirte nächste Woche etwas durchatmen, da weniger wichtige Makroveröffentlichungen anstehen. Aber bereits die Woche darauf tagen sowohl die Fed, die EZB als auch die Bank of Japan, wobei die US-Notenbank die nächste Leitzinserhöhung beschließen dürfte, während Mario Draghi Hinweise zum geplanten Ausstieg aus den EZB-Anleihekäufen geben könnte.

weiterlesen

VCI: US-Zölle untergraben

transatlantische Beziehungen

Frankfurt/Main (1.6.18) – „Die neuen US-Schutzzölle verstoßen gegen WTO-Recht. Sie sind unangebracht, da EU-Ausfuhren nicht die nationale Sicherheit der USA gefährden. Auch wenn die Chemie noch nicht direkt betroffen ist, sehen wir darin einen ersten möglichen Schritt in einen schwerwiegenden Handelskonflikt. Handel braucht immer einen verlässlichen Rahmen. Nationale Alleingänge und Abschottung führen in die Sackgasse.

weiterlesen

Sutor Bank: Möglicher Handelskrieg sorgt für Aufregung – Anleger sollten gelassen bleiben

Hamburg (31.5.18) – Ein möglicher Handelskrieg zwischen den USA auf der einen sowie der EU und China, aber auch Kanada und Mexiko auf der anderen Seite sorgt seit vielen Wochen für Aufregung – nicht nur politisch, sondern auch bei vielen Kapitalmarkt-Experten und Anlegern. Ab 1. Juni wollen die USA Schutzzölle auf Aluminium und Stahl erheben, auch Sondersteuern auf Auto-Importe wurden von US-Präsident Trump bereits ins Gespräch gebracht. Nach Ansicht von Lutz Neumann, Leiter Vermögensverwaltung der Sutor Bank, sollten sich Anleger nicht nervös machen lassen: „Ein möglicher Handelskrieg mag die Gemüter bewegen. Viele Marktexperten spekulieren, wie Anleger auf die Ereignisse reagieren sollten. Doch mit Blick auf das Portfolio wird dieses Thema langfristig betrachtet zu hochgekocht. Für Anleger gibt es nur eine sinnvolle Empfehlung: gelassen und investiert bleiben.“

weiterlesen

IHS: German labour market improvement continues in May despite signs of economic slowdown in recent months

 

Frankfurt/Main (30.5.18) – In May, seasonally adjusted German unemployment declined by 12,000 month-on-month (m/m) to 2.358 million, another record low in post-unification times (since 1990). Although downward momentum has been waning recently, joblessness thus continues to diminish. By comparison, the average monthly drop had been 16,000 in 2017 and 10,000 in 2016. The downward trend has been ongoing since mid-2009, encountering only modest setbacks during a phase between April 2012 and November 2013 and in May/June 2014. Even in those periods, the labour force had continued to increase markedly, rendering the very limited negative impact of the slowdown in GDP growth on unemployment and employment quite remarkable. The average monthly decline in unemployment had been -20,000 between mid-2009 and the initial trough in December 2011, followed by near-stagnation (only -2,000 per month) in the almost four years thereafter (until October 2015). Since November 2015, the pace of decline in joblessness has newly accelerated to 13,000 per month. Meanwhile, employment has been increasing almost without interruption since March 2010, posting an average monthly increase of 40,000. This is four times the size of the average pace of unemployment declines in this eight-year period (-10,000), which demonstrates the robustness of the upward trend in the size of the labour force and therefore the extent of the underlying strengthening of the labour market in recent years.

weiterlesen

Union Investment-Konferenz rückt Finanzbildung in den Fokus  – Finanzbildung mit großem Einfluss auf Wohlstand

Berlin (30.5.18) – „Die finanzielle Bildung in der Bevölkerung zu fördern, ist ein wichtiges Ziel und gleichzeitig eine gesellschaftspolitische Herausforderung mit großem Einfluss auf den Wohlstand in unserem Land“, sagte Hans Joachim Reinke, Vorstandsvorsitzender von Union Investment auf der Konferenz „Finanzbildung – im Spannungsfeld zwischen Anspruch und Wirklichkeit“ in Berlin. Vor rund 130 Teilnehmern aus Politik, Bildung, Wissenschaft und Finanzindustrie wies er nachdrücklich auf die Bedeutung von Wissen rund um das Thema Geld hin. Die gesellschaftlichen Interessengruppen müssten enger zusammenarbeiten, um eine bessere ökonomische Grundbildung der Deutschen zu erreichen und um sie auf diese Weise mittel- und langfristig vor weiterem finanziellen Schaden zu bewahren.

weiterlesen

AXA IM: Keine Angst vor politischen Risiken –

volatile Marktphasen nutzen

Frankfurt/Wien (30.5.18) – Politische Risiken sorgen aktuell für Nervosität am Markt – Beispiele dafür sind die Krise um die Regierungsbildung in Italien oder die Konflikte um die populistische Handelspolitik der USA. Entspannung ist noch lange nicht in Sicht, denn zeitnah stehen weitere politische Ereignisse ins Haus. Dazu zählen beispielsweise die Parlamentswahlen in Mexiko und Brasilien, das Auslaufen des dritten Rettungspakets für Griechenland, die Zwischenwahlen in den USA im November und natürlich die laufenden Brexit-Verhandlungen. All dies könnte an den Nerven der Investoren zehren, haben politische Entwicklungen doch schon öfter unter Beweis gestellt, dass sie durchaus Einfluss auf die Märkte nehmen.

weiterlesen