FMC: Kräftiges Wachstum im 1. Quartal 2026

Bad Homburg (5.5.26) –  „Fresenius Medical Care hat das erste Quartal mit weiteren operativen und finanziellen Fortschritten abgeschlossen, was zu organischem Umsatzwachstum, einer Verbesserung der Profitabilität und zu Wachstum im bereinigten Ergebnis je Aktie führte. Das Wachstum im operativen Ergebnis entsprach dem erwarteten Phasing“, sagte Helen Giza, Vorstandsvorsitzende von Fresenius Medical Care. „Im Segment Care Delivery wurde das starke Wachstum im operativen Ergebnis durch positive Effekte der TDAPA-Erstattungsregelung unterstützt. Bereinigt um diese positiven TDAPA-Effekte, verbesserte sich das operative Ergebnis2 bei Care Delivery auch auf zugrunde liegender Basis um 6 %. Wir sind hochzufrieden mit der Geschwindigkeit der Einführung unseres innovativen 5008X CAREsystems. Es ist bereits in etwa 100 Kliniken verfügbar und es wurden bereits mehr als 100.000 Behandlungen damit durchgeführt.“ Giza fügte hinzu: „Durch die konsequente Umsetzung unserer FME Reignite Strategie sind wir auf dem besten Weg, das operative Ergebnis des Konzerns auf einem konstant hohen Niveau zu halten und gleichzeitig erhebliche regulatorische Herausforderungen zu meistern. Wir bestätigen unseren Ausblick für 2026 und behalten unser Ziel im Blick, langfristigen Wert für unsere Aktionäre zu schaffen.“

Kennzahlen Q1 2026 (ungeprüft)

 Q1 2026
Mio. EUR
Q1 2025
Mio. EUR
Wachstum
 
Wachstum,
wb
Umsatz4.6124.881-6%+3%
Operatives Ergebnis
ohne Sondereffekte2
286
467
331
457
-14%
+2%
-9%
+10%
Konzernergebnis3
ohne Sondereffekte2
118
251
151
246
-22%
+2%
-21%
+9%
Ergebnis je Aktie (EUR)
ohne Sondereffekte(EUR)
0,43
0,91
0,52
0,84
-17%
+8%
-16%
+16%

wb = währungsbereinigt

Fortschritt bei FME Reignite 

Fresenius Medical Care, der weltweit führende Anbieter von Produkten und Dienstleistungen für Menschen mit Nierenerkrankungen, treibt die nächste Phase der Wertschöpfung mit der FME Reignite Strategie weiter voran. Die Strategie zielt darauf ab, Kernkompetenzen zu stärken, profitables Wachstum und Innovationen zu fördern und die Unternehmenskultur weiterzuentwickeln.

Im ersten Quartal hat das FME25+-Transformationsprogramm 50 Mio. Euro an zusätzlichen nachhaltigen Einsparungen erzielt. Fresenius Medical Care begann mit der Optimierung seines US-Dialysekliniknetzwerks durch die Reduzierung um 64 von bis zu 100 ausgewählten Kliniken. Das Unternehmen geht davon aus, dass es den Großteil seiner Dialysepatienten in benachbarten Kliniken weiterbehandeln kann. Die mit dem FME25+-Programm verbundenen Einmalkosten, welche hauptsächlich bedingt durch Klinikschließungen bedingt sind, wurden als Sondereffekte behandelt und beliefen sich auf 166 Mio. Euro. Für das Jahr 2026 erwartet das Unternehmen Einsparungen in Höhe von 250 Mio. Euro sowie damit verbundene Einmalkosten in Höhe von 350 Mio. Euro. Bis Ende 2027 sollen sich die Gesamteinsparungen durch das FME25+-Programm auf 1,2 Milliarden Euro belaufen. 

Als Bestandteil des Kapitalallokationsrahmens werden die Ausschüttungen an die Aktionäre durch Aktienrückkäufe ergänzt. Durch ein erstes Aktienrückkaufprogramm mit einem Volumen von 1,0 Mrd. Euro wurden 24,8 Millionen Aktien bzw. 8,5 % des Grundkapitals deutlich früher als angekündigt zurückgekauft. Damit wurde in weniger als einem Jahr, anstatt wie angekündigt innerhalb von zwei Jahren, das Programm am 30. April erfolgreich abgeschlossen. Zum 31. März wurden 23,3 Millionen Aktien bzw. 7,9 % des gesamten Grundkapitals für einen Gesamtbetrag von 941 Mio. Euro zurückgekauft.

Solides organisches Umsatzwachstum getrieben von allen operativen Segmenten

Die Umsatzerlöse des Konzerns sanken im ersten Quartal 2026 um 6 % im Vergleich zum Vorjahr (+3 % währungsbereinigt, +4 % organisch1) auf 4.612 Mio. Euro. Erhebliche Währungseffekte belasteten die Umsatzentwicklung in allen drei operativen Segmenten. Veräußerungen im Rahmen der Portfoliooptimierung reduzierten die Umsatzentwicklung um 50 Basispunkte.

Die Umsatzerlöse im Segment Care Delivery sanken um 4 % (+5 % währungsbereinigt, +6 % organisch1) auf 3.294 Mio. Euro. Veräußerungen im Rahmen der Portfoliooptimierung minderten die Umsatzentwicklung um 80 Basispunkte.

Bei Care Delivery U.S. sanken die Umsatzerlöse um 4 % (+6 % währungsbereinigt, +7 % organisch1) auf 2.765 Mio. Euro. Positiv wirkten sich die TDAPA-Erstattungsregelungen, gestiegene Erstattungssätze und günstige Entwicklungen im Kostenträgermix aus, während Wechselkurseffekte die Entwicklung belasteten. Das organische Behandlungswachstum in den USA belief sich auf -0,4 %.

Bei Care Delivery International sanken die Umsatzerlöse um 5 % (-2 % währungsbereinigt, +3 % organisch1) auf 529 Mio. Euro. Der Effekt aus Klinikschließungen und -veräußerungen, hauptsächlich in Zusammenhang mit der Portfoliooptimierung, sowie ungünstige Wechselkurseffekte wurden teilweise durch organisches Wachstum ausgeglichen1. Das organische Behandlungswachstum belief sich auf 1,3 %.

Die Umsatzerlöse im Segment Value-Based Care sanken um 7 % (+3 % währungsbereinigt, +3 % organisch1) auf 490 Mio. Euro. Die Entwicklung im Quartal wurde durch eine höhere Anzahl von Versichertenmonaten und positive Effekte aus Erstattungsprämien getragen und durch die geänderte Risikobehandlung eines Versicherungsvertrags sowie negative Wechselkurse ausgeglichen.

Die Umsatzerlöse im Segment Care Enablement sanken um 5 % (+1 % währungsbereinigt, +1 % organisch1) auf 1.299 Mio. Euro. Ungünstige Wechselkurseffekte sowie geringere Verkaufsmengen, bedingt durch negative Auswirkungen der mengenbasierten Beschaffung und strengere Ausschreibungsanforderungen in China, wurden teilweise durch eine positive Preisentwicklung und Mengenwachstum außerhalb von China ausgeglichen, die hauptsächlich im Zusammenhang mit den Verkäufen von 5008X CAREsystemen standen.

Innerhalb der Eliminierungen zwischen den Segmenten4 beliefen sich die Umsatzerlöse aus zwischen den operativen Segmenten zu marktüblichen Konditionen erbrachten Dienstleistungen und übertragenen Produkten auf -471 Mio. Euro.

Anhaltendes Wachstum im operativen Ergebnis und Ausweitung der Marge 

Im ersten Quartal 2026 sank das operative Ergebnis für den Konzern um 14 % (-9 % währungsbereinigt) auf 286 Mio. Euro, was einer Marge von 6,2 % entspricht (Q1 2025: 6,8 %). Das operative Ergebnis ohne Sondereffekte stieg um 2 % (+10 % währungsbereinigt) auf 467 Mio. Euro, was einer Marge2 von 10,1 % entspricht (Q1 2025: 9,4 %). 

Das operative Ergebnis im Segment Care Delivery sank um 15 % (-3 % währungsbereinigt) auf 271 Mio. Euro, was einer Marge von 8,2 % entspricht (Q1 2025: 9,3 %). Das operative Ergebnis ohne Sondereffekte stieg um 12 % (+26 % währungsbereinigt) auf 398 Mio. Euro, was einer Marge2 von 12,1 % entspricht (Q1 2025: 10,3 %). Im Vergleich zum Vorjahr wurde das Wachstum des operativen Ergebnisses durch einen positiven Effekt der TDAPA-Erstattungsregelung sowie durch gestiegene Erstattungssätze und günstige Entwicklungen im Kostenträgermix getrieben. Negativ beeinflusst wurde die Entwicklung durch gestiegene Personalkosten.

Das operative Ergebnis im Segment Value-Based Care belief sich auf -11 Mio. Euro, im Vergleich zu 3 Mio. Euro im Vorjahr, was einer Marge von -2,3 % entspricht (Q1 2025: 0,6 %). Das operative Ergebnis ohne Sondereffekte hat sich mehr als verdoppelt und stieg um 113 % (+137 % währungsbereinigt) auf 9 Mio. Euro, was einer Marge2 von 1,8 % entspricht (Q1 2025: 0,8 %). Diese Entwicklung war auf eine vorteilhafte Einsparquote und positive Beiträge aus dem FME25+-Programm zurückzuführen.

Das operative Ergebnis im Segment Care Enablement sank um 7 % (-9 % währungsbereinigt) auf 87 Mio. Euro, was einer Marge von 6,7 % entspricht (Q1 2025: 6,9 %). Das operative Ergebnis ohne Sondereffekte sank um 1 % (währungsbereinigt unverändert) auf 113 Mio. Euro, was einer Marge2 von 8,7 % entspricht (Q1 2025: 8,3 %). Im Vergleich zum Vorjahresquartal wirkten sich positive Beiträge aus dem FME25+-Programm, Verkäufe der 5008X CAREsysteme sowie eine günstige Preisentwicklung und höhere Verkaufsmengen außerhalb von China positiv aus. Diese Entwicklung wurde hauptsächlich durch ungünstige transaktionsbedingte Währungseffekte sowie negative Preis- und Mengeneffekte in China ausgeglichen.

Das operative Ergebnis der Zentralbereiche belief sich auf -40 Mio. Euro (Q1 2025: -81 Mio. Euro). Das operative Ergebnis ohne Sondereffekte belief sich auf -32 Mio. Euro (Q1 2025: -12 Mio. Euro). Diese Entwicklung war vor allem auf die geplanten Kosten für strategische Investitionen in eine IT-Plattform zurückzuführen.

Das Konzernergebnis3 sank im ersten Quartal 2026 um 22 % im Vergleich zum Vorjahr (-21 % währungsbereinigt) auf 118 Mio. Euro. Das Konzernergebnis ohne Sondereffekte stieg um 2 % (+9 % währungsbereinigt) auf 251 Mio. Euro. 

Das Ergebnis je Aktie (EPS) sank im ersten Quartal 2026 im Vergleich zum Vorjahr um 17 % (-16 % währungsbereinigt) auf 0,43 Euro, ausgehend von 275.246.345 Aktien. Das Ergebnis je Aktie ohne Sondereffekte stieg um 8 % (+16 % währungsbereinigt) auf 0,91 Euro.

Deutlich verbesserter Cashflow, Nettoverschuldungsgrad im unteren Bereich des Zielkorridors

Im ersten Quartal 2026 erhöhte sich der operative Cashflow deutlich um 39 % auf 227 Mio. Euro (Q1 2025: 163 Mio. Euro), was einer Marge von 4,9 % entspricht (Q1 2025: 3,3 %). Die Entwicklung des operativen Cashflows war insbesondere auf eine günstige Entwicklung des Working Capital zurückzuführen, trotz saisonaler Schwankungen in der Rechnungsstellung.

Der Free Cashflow5 stieg im ersten Quartal 2026 um 94 % auf 40 Mio. Euro (Q1 2025: 21 Mio. Euro), was einer Marge von 0,9 % entspricht (Q1 2025: 0,4 %).

Die Nettoverschuldung einschließlich Leasingverbindlichkeiten stiegen leicht auf 9.790 Mio. Euro an (Q1 2025: 9.753 Mio. Euro). Der Nettoverschuldungsgrad (Nettoverschuldung/EBITDA) belief sich im ersten Quartal 2026 auf 2,6x (Q4 2025: 2,5x) und lag damit im unteren Bereich des Zielkorridors von 2,5x bis 3,0x.

Patienten, Kliniken und Mitarbeiter

Zum 31. März 2026 zählte Fresenius Medical Care weltweit 289,923 Patienten, die in 3.539 Dialysekliniken behandelt wurden. Weltweit beschäftigte das Unternehmen 108.165 Mitarbeiter.

Ausblick 2026 bestätigt

Für das Jahr 2026 erwartet Fresenius Medical Care einen Umsatz ungefähr auf Höhe des Vorjahrs. Das Unternehmen erwartet außerdem, dass das operative Ergebnis auf einem konstanten Niveau verbleibt, mit einer Veränderungsrate, die im Vergleich zum Vorjahr zwischen einem positiven und negativen mittleren, einstelligen Prozentbereich liegt. 

Die erwarteten Wachstumsraten für 2026 sind währungsbereinigt und ohne Berücksichtigung von Sondereffekten im operativen Ergebnis. Für den Ausblick wird als 2025-Basis der Umsatz in Höhe von 19.628 Mio. EUR und das operative Ergebnis in Höhe von 2.212 Mio. EUR verwendet.

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