Frankfurt/Main (14.4.26) – Unbeirrt von den anspruchsvollen wirtschaftlichen und geopolitischen Rahmenbedingungen haben private und institutionelle Kunden im vergangenen Geschäftsjahr 2025 weiter kräftig in Fonds und Zertifikate der Deka investiert. Die Gesamtvertriebsleistung erhöhte sich um mehr als 40 Prozent auf nunmehr 40,9 Mrd. Euro (2024: 28,9 Mrd. Euro). Das Wirtschaftliche Ergebnis stieg gegenüber dem Vorjahr auf 962,9 Mio. Euro (892,2 Mio. Euro).
Die Deka verzeichnete 2025 in allen Kundensegmenten starke Zuwächse. Im Privatkundengeschäft konnte das hohe Vorjahresniveau nochmals um ein Drittel gesteigert werden auf 34,5 Mrd. Euro (Vorjahr: 25,7 Mrd. Euro).
Der Fondsabsatz stieg dabei um 66 Prozent auf 19,0 Mrd. Euro. Anlegerinnen und Anleger investierten vor allem in Aktienfonds mit 5,9 Mrd. Euro (4,2 Mrd. Euro) und Rentenfonds mit 2,9 Mrd. Euro (2,3 Mrd. Euro). Eine stark erhöhte Nachfrage gab es bei Vermögensverwaltungslösungen, deren Absatz sich von 760 Mio. Euro Ende 2024 auf 4,5 Mrd. Euro fast versechsfachte.
Trotz des herausfordernden Umfelds für die Assetklasse wurden auch Offene Immobilienfonds weiter nachgefragt. In den direkt gemanagten Immobilien-Publikumsfonds für Privatanleger gab es Nettomittelzuflüsse in Höhe von 0,1 Mrd. Euro (0,3 Mrd. Euro). Damit hob sich die Deka deutlich vom Marktumfeld ab.
Die Bruttovertriebsleistung bei Zertifikaten lag mit 16,4 Mrd. Euro über dem Vorjahreswert von 15,0 Mrd. Euro. Der wesentliche Teil der Nachfrage entfiel mit 15,6 Mrd. Euro wie im Vorjahr auf das Geschäft mit Privatkunden und hier überwiegend auf Festzins-Anleihen und Express-Zertifikate.
Stark nachgefragt waren bei den Privatkunden einmal mehr die Wertpapiersparpläne. Im Geschäftsjahr 2025 schlossen Kundinnen und Kunden netto rund 623.000 neue Verträge ab (583.000). Damit verwaltete die Deka insgesamt 8,8 Mio. Sparpläne, ein Anstieg von rund sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr (8,2 Mio.). Das starke Wachstum im Wertpapiergeschäft spiegelt sich auch in der Zahl der Depots wider: Die Anzahl der Kundendepots überstieg erstmals die Marke von sechs Millionen (Vorjahr: 5,7 Mio.).
Vorstandsvorsitzender Dr. Georg Stocker: „Wer Wohlstand wahren und fürs Alter vorsorgen will, kommt am privaten Wertpapiersparen nicht vorbei. Deshalb ist es gut, dass die Regierung das Thema Altersvorsorge endlich angeht und den Fokus auf die private Altersvorsorge als zusätzliche Säule richtet.“
Im Segment Private Banking & Wealth Management (in den Zahlen für dasPrivatkundengeschäft enthalten),erhöhte sich der Absatz von Fonds und Zertifikaten um rund zwei Drittel auf 9,4 Mrd. Euro (5,7 Mrd. Euro). Der Fondsabsatz mit Private Banking-Kunden betrug 5,9 Mrd. Euro. Das verwaltete Vermögen aus Fonds und Zertifikaten stieg deutlich auf 68 Mrd. Euro (57 Mrd. Euro).
Deutlich angezogen hat auch das Geschäft mit institutionellen Kunden. Der Absatz von Fonds und Zertifikaten hat sich mit 6,3 Mrd. Euro gegenüber dem Vorjahr nahezu verdoppelt (3,2 Mrd. Euro). Die Neuausrichtung des institutionellen Geschäfts zeigt dabei zunehmend Wirkung. Allein im vierten Quartal gewann die Deka Nettoneugelder in Höhe von 3 Mrd. Euro hinzu.
Das Asset Management-Volumen erhöhte sich zum Jahresende auf 431,4 Mrd. Euro (394,1 Mrd. Euro), der Bestand an Zertifikaten der DekaBank reduzierte sich um 1,2 Mrd. Euro auf 20,5 Mrd. Euro. Das von Anlegern verwaltete Vermögen wuchs damit deutlich auf 452 Mrd. Euro (415,9 Mrd. Euro).
Die Erträge stiegen auf 2,42 Mrd. Euro (2,22 Mrd. Euro). Erneut zentrale Ertragskomponente war das Provisionsergebnis, das den weitaus größten Teil der Erträge umfasste. Es erhöhte sich um rund sieben Prozent auf 1,80 Mrd. Euro (1,68 Mrd. Euro). Das Zinsergebnis lag vor allem aufgrund des gesunkenen Zinsniveaus mit 420,9 Mio. Euro unter dem marktbedingt starken Vorjahreswert von 526,8 Mio. Euro. Das kumulierte Finanzergebnis aus Handelsbuch- und Bankbuchbeständen erhöhte sich auf 250,8 Mio. Euro, nach 143,5 Mio. Euro im Vorjahr. Der Anstieg ist unter anderem auf den guten Absatz im Zertifikategeschäft sowie geringere Belastungen durch Bewertungseffekte aus eigenen Emissionen im Zuge der Spread-Entwicklungen zurückzuführen.
Das Sonstige betriebliche Ergebnis erhöhte sich auf 3,7 Mio. Euro nach minus 104,8 Mio. Euro Ende 2024. Darin enthalten sind auch versicherungsmathematische Gewinne bei Pensionsrückstellungen in Höhe von 46,6 Mio. Euro (11,5 Mio. Euro). Diese resultieren vor allem aus dem Anstieg des Rechnungszinses von 3,55 Prozent Ende 2024 auf 4,20 Prozent zum Ende des Geschäftsjahres 2025.
Im Berichtszeitraum führte die Deka netto Risikovorsorge im Kredit- und Wertpapiergeschäft in Höhe von 51,5 Mio. Euro (23,2 Mio. Euro) zu. Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr liegt dabei nicht an erhöhten Einzelwertberichtigungen; im Gegenteil blieben diese im abgelaufenen Jahr unter dem Vorjahreswert. Jedoch gab es 2024 deutliche Auflösungen bei den Portfoliowertberichtigungen, wodurch die Zuführung zur Risikovorsorge im Jahresvergleich höher ist.
Die Aufwendungen stiegen auf 1,46 Mrd. Euro (1,33 Mrd. Euro), insbesondere infolge des Personalaufbaus, tariflicher Gehaltssteigerungen und Investitionen in das Geschäftsmodell.
Das Aufwands-Ertrags-Verhältnis lag bei 59 Prozent (59,2 Prozent). Die bilanzielle Eigenkapitalrentabilität vor Steuern belief sich auf 14,2 Prozent, nach 13,9 Prozent im Vorjahr. Die Kapitalausstattung der DekaBank ist weiterhin sehr solide. Die harte Kernkapitalquote betrug zum Jahresende 21,2 Prozent (19,8 Prozent nach CRR II). Nach wie vor verfügt die DekaBank über eines der besten Ratings unter den deutschen Geschäftsbanken: S&P hat das Emittentenrating von „A“ auf „A+“ angehoben, das Rating von Moody’s „Aa1“ (stabil) wurde bestätigt.
Ausblick: Für das Geschäftsjahr 2026 sind weiterhin herausfordernde wirtschaftliche Rahmenbedingungen zu erwarten. Vor dem Hintergrund anhaltender geopolitischer Spannungen und der damit verbundenen Unsicherheit bei den Planungsprämissen rechnet die Deka-Gruppe 2026 mit einem Wirtschaftlichen Ergebnis von über 700 Mio. Euro.