| Bochum (4.11.25) – Vor der Klimakonferenz COP einigen sich die Umweltminister*innen der EU darauf, wie das Klimaziel 2040 konkret erreicht werden soll. Die vielen Details der Verhandlungen lassen fast vergessen, worum es eigentlich geht. Omnibus, ETS I, ETS II, CO2-Zertifikate: Bei der Lektüre über die europäische Debatte zum Klimaziel 2040 verliert man angesichts der rechtlichen Details schnell den Blick für das große Ganze. Aus Sicht der GLS Bank geht es dabei um nichts weniger als unsere Lebensversicherung angesichts der Klimakrise. Hier kann Europa bei der diesjährigen Klimakonferenz in Brasilien eine führende Rolle einnehmen. Heute wird in einer außerordentlichen Sitzung der europäischen Umweltminister*innen entschieden, ob das 90 Prozent-Ziel erreicht werden soll. Das 90-Prozent Ziel bedeutet, dass die EU-Staaten bis 2040 den CO2-Ausstoß um 90 Prozent im Vergleich zu 1990 senken. Das Klimaziel ist, sobald es fertig abgestimmt ist, ein einklagbares Gesetz. Es braucht diese Stringenz in der politischen Vorgehensweise, um Kapitalströme in nachhaltige Projekte zu lenken. So können sie einen positiven Beitrag für Mensch und Umwelt leisten. Die GLS Bank sieht den Finanzsektor in einer zentralen Rolle, um den Wandel zu einer klimaneutralen Wirtschaft zu finanzieren und zu ermöglichen. |
Aysel Osmanoglu Vorstandssprecherin der GLS Bank |
| Geht die Umweltzerstörung im aktuellen Tempo weiter, müssen wir jährlich etwa Kosten in Höhe von mindestens 300 Milliarden US-Dollar aufbringen. Das zeigen die Zahlen der Versicherungsgesellschaft Munich RE. Seit 2004 steigen jährlich die Kosten, die durch Überschwemmungen, Bränden, Stürmen, Erdbeben und Dürre verursacht werden. Jetzt dagegen ist noch Zeit, die Weichen richtig zu stellen. Wenn es also darum geht gemeinsam Wohlstand auch für künftige Generationen zu sichern, kann aus Sicht der GLS Bank ein starkes Klimaziel dabei helfen. |