Siemens: Rekordwerte im dritten Quartal – Ausblick angehoben

München (6.8.26) – Siemens hat im dritten Quartal (endete zum 30. Juni 2026) des Geschäftsjahres 2026 erneut seinen profitablen Wachstumskurs fortgesetzt und ein weiteres erfolgreiches Quartal verzeichnet. Mit Rekordwerten sowohl beim Auftragseingang als auch beim Ergebnis des Industriellen Geschäfts unterstreicht das Unternehmen seine starke operative Leistung und strategische Ausrichtung. Nach starken ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres hebt Siemens seinen Ausblick für das unverwässerte Ergebnis je Aktie (für den Gewinn nach Steuern) vor Effekten aus der Kaufpreisallokation (EPS pre PPA) von einer Bandbreite von 10,70 Euro bis 11,10 Euro auf eine Bandbreite von 11,20 Euro bis 11,50 Euro für das Geschäftsjahr 2026 an. Darüber hinaus bestätigt Siemens die weiteren Erwartungen auf Konzernebene für das Geschäftsjahr 2026.

„Wir haben ein weiteres sehr erfolgreiches Quartal abgeschlossen und Rekordwerte bei Auftragseingang und Ergebnis erzielt. Durch das ONE Tech Company-Programm beschleunigen wir unsere Innovationen und schaffen dadurch Mehrwert für die Kunden. Unsere technologische Führerschaft in allen Geschäften, der klare Fokus auf industrielle KI sowie die starke Positionierung in attraktiven Märkten treiben unser profitables Wachstum voran. Wir verfügen genau über die Technologien, die unsere Kunden brauchen, um ihre Innovationsgeschwindigkeit zu erhöhen, ihre Produktivität zu steigern und ihre digitale Transformation voranzutreiben“, sagte Roland Busch, Vorstandsvorsitzender der Siemens AG. „Wir sind auf Kurs für ein weiteres erfolgreiches Geschäftsjahr und heben unseren Ausblick an.“

„Wir haben im dritten Quartal einen exzellenten Free Cash Flow von 4,1 Milliarden Euro erzielt, der unsere starke operative Leistung widerspiegelt. Für das gesamte Geschäftsjahr streben wir wieder eine zweistellige Free-Cash-Flow-Rendite an. Unsere Strategie setzen wir konsequent um, und unser neu aufgelegtes Aktienrückkaufprogramm schafft kontinuierlich Wert für unsere Aktionärinnen und Aktionäre“, sagte Veronika Bienert, Finanzvorständin der Siemens AG. „Wie erwartet konnten wir zwischenzeitlich die relevanten steuerlichen Themen mit den Finanzbehörden verbindlich klären, um mit der Abspaltung von Siemens Healthineers planmäßig fortzufahren.“

Deutliches Wachstum bei allen wesentlichen Kennzahlen

Siemens steigerte im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 den Auftragseingang auf vergleichbarer Basis, also ohne Währungsumrechnungs- und Portfolioeffekte, um 14 Prozent auf einen Rekordwert von 27,9 Milliarden Euro (Q3 2025: 24,7 Milliarden Euro). Maßgeblich hierfür war ein sehr starker Anstieg bei Smart Infrastructure sowie beträchtliches Wachstum bei Digital Industries. Die Umsatzerlöse wuchsen auf vergleichbarer Basis um 8 Prozent auf 20,8 Milliarden Euro (Q3 2025: 19,4 Milliarden Euro). Dabei verzeichneten alle industriellen Geschäfte ein Umsatzerlöswachstum, angeführt von beträchtlichen Zuwächsen bei Smart Infrastructure und Digital Industries. Das Verhältnis von Auftragseingang zu Umsatzerlösen (Book-to-Bill-Verhältnis) erreichte mit 1,34 einen sehr starken Wert. Der Auftragsbestand betrug am Ende des dritten Quartals des Geschäftsjahres 132 Milliarden Euro und erreichte damit einen neuen Höchstwert.

Das Ergebnis des Industriellen Geschäfts verzeichnete ebenfalls einen Rekordwert und wuchs angeführt von einer sehr starken Steigerung bei Digital Industries um 25 Prozent auf 3,5 Milliarden Euro (Q3 2025: 2,8 Milliarden Euro). Die Ergebnismarge des Industriellen Geschäfts lag entsprechend bei 17,3 Prozent (Q3 2025: 14,9 Prozent). 

Der Gewinn nach Steuern stieg um 15 Prozent auf 2,6 Milliarden Euro (Q3 2025: 2,2 Milliarden Euro). Das unverwässerte Ergebnis je Aktie vor Effekten aus der Kaufpreisallokation (EPS pre PPA) belief sich entsprechend auf 3,14 Euro (Q3 2025: 2,78 Euro).

Der Free Cash Flow „all-in“ aus fortgeführten und nicht fortgeführten Aktivitäten stieg sehr stark und erreichte 4,1 Milliarden Euro (Q3 2025: 2,9 Milliarden Euro). Der Anstieg war maßgeblich bestimmt durch den Free Cash Flow des Industriellen Geschäfts mit 4,2 Milliarden Euro, bedingt durch Verbesserungen in allen industriellen Geschäften. 

In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2026 wuchs das digitale Geschäft von Siemens um 18 Prozent und lag damit klar über der im November vergangenen Jahres kommunizierten Ambition von 15 Prozent. Im gleichen Zeitraum verzeichnete Smart Infrastructure ein prozentual dreistelliges Auftragswachstum aus dem Rechenzentrumsgeschäft auf rund 6 Milliarden Euro. 

Umsatzerlöswachstum in allen industriellen Geschäften 

Das Volumen, das Ergebnis und die Profitabilität von Digital Industries legten klar zu. Sowohl das Automatisierungs- als auch das Softwaregeschäft konnten dabei Volumenwachstum erzielen. Der Auftragseingang wuchs auf vergleichbarer Basis deutlich um 9 Prozent auf 4,9 Milliarden Euro (Q3 2025: 4,4 Milliarden Euro). Die Umsatzerlöse verzeichneten auf vergleichbarer Basis einen deutlichen Anstieg von 10 Prozent auf 4,9 Milliarden Euro (Q3 2025: 4,4 Milliarden Euro), wobei das Softwaregeschäft um 15 Prozent auf 1,8 Milliarden wuchs. Das organische Wachstum des jährlich wiederkehrenden Umsatzes (ARR) betrug weiterhin starke 11 Prozent und stieg auf 5,7 Milliarden Euro. Ergebnis und Profitabilität erzielten erhebliche Steigerungen. Das Ergebnis stieg um 44 Prozent auf 923 Millionen Euro (Q3 2025: 642 Millionen Euro) und die Ergebnismarge lag bei 18,7 Prozent (Q3 2025: 14,5 Prozent). Dabei leistete das Softwaregeschäft den größten Beitrag zur Verbesserung. 

Smart Infrastructure setzte das hochprofitable Volumenwachstum in allen Geschäften und Berichtsregionen fort. Der Auftragseingang stieg vergleichbar um 42 Prozent auf 8,0 Milliarden Euro (Q3 2025: 5,7 Milliarden Euro) und erreichte erneut einen Quartalsrekord, in erster Linie bedingt durch die Geschäfte Electrification und Electrical Products, die eine Reihe großer Aufträge von Rechenzentrumskunden in den USA und in Europa gewannen. Die Umsatzerlöse wuchsen auf vergleichbarer Basis um 13 Prozent auf 6,4 Milliarden Euro (Q3 2025: 5,7 Milliarden Euro). Smart Infrastructure steigerte das Ergebnis auf 1,3 Milliarden Euro und die Profitabilität auf 20,0 Prozent bei Zuwächsen in allen Geschäften. Ausschlaggebend für den Anstieg waren die höheren Umsatzerlöse, eine verbesserte Kapazitätsauslastung und fortlaufende Produktivitätsmaßnahmen. 

Bei Mobility erreichte der Auftragseingang wieder ein sehr hohes Niveau von 7,6 Milliarden Euro (Q3 2025: 7,9 Milliarden Euro) und enthielt Aufträge für Doppelstockzüge in der Schweiz im Wert von 2,2 Milliarden Euro, für erweiterte Instandhaltung im Vereinigten Königreich im Wert von 2,0 Milliarden Euro sowie für langfristigen Service für batteriebetriebene Züge in Deutschland im Wert von 0,6 Milliarden Euro. Die Umsatzerlöse stiegen um 6 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro; der Anstieg war in erster Linie auf beträchtliches Wachstum im Bahninfrastrukturgeschäft zurückzuführen. Ergebnis in Höhe von 280 Millionen Euro und Profitabilität in Höhe von 8,6 Prozent lagen auf einem soliden Niveau. 

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