VÖB-Aktienmarktprognose: Iran-Konflikt erhöht Unsicherheit – grundlegende Treiber der Aktienmärkte bleiben bestehen

Frankfurt/Main (18.3.26) – Die VÖB-Aktienmarktexperten erwarten für die kommenden Monate ein von geopolitischen Risiken geprägtes Marktumfeld. Der Krieg im Nahen Osten hat die Ölpreise deutlich steigen lassen und die Energiemärkte in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit gerückt. Entscheidend für die weitere Entwicklung der Aktienmärkte ist aus Sicht der Analysten vor allem, wie lange mögliche Störungen der Ölversorgung – insbesondere über die Straße von Hormus – anhalten und ob kritische Infrastruktur beeinträchtigt wird.

Die Kapitalmärkte gehen derzeit überwiegend von einer temporären Störung aus. Nach der jüngsten Korrektur und einer Phase erhöhter Volatilität könnte sich in diesem Fall wieder eine Stabilisierung einstellen. Die VÖB-Aktienmarktexperten Joachim Schallmayer (DekaBank), Birgit Henseler (DZ BANK), Markus Reinwand (Helaba), Wolfgang Donie (NORD/LB) und Uwe Streich (LBBW) sehen den DAX in den kommenden zwölf Monaten in einer Spanne zwischen rund 25.500 und 27.500 Punkten.

Konjunktur und Gewinne stützen die Märkte

Trotz der geopolitischen Spannungen zeigt sich die Weltwirtschaft bislang widerstandsfähig. Für das laufende Jahr wird ein globales Wachstum von über drei Prozent erwartet. In den USA bleibt die wirtschaftliche Entwicklung robust, während sich auch in Europa Stabilisierungstendenzen zeigen. Fiskalpolitische Impulse – etwa durch Investitionen in Infrastruktur, Sicherheit und Verteidigung – unterstützen die wirtschaftliche Entwicklung.

Eine wichtige Grundlage für die Aktienmärkte bleibt die Gewinnentwicklung der Unternehmen. Für den S&P 500 wird für 2026 ein Gewinnwachstum von rund zwölf Prozent erwartet, während für den DAX und den Euro Stoxx 50 ebenfalls solide Zuwächse prognostiziert werden.

Neben geopolitischen Entwicklungen prägen strukturelle Trends wie der Investitionszyklus rund um Künstliche Intelligenz das Marktumfeld. Hohe Investitionen in Technologie-Infrastruktur, Rechenzentren und Halbleiter können auch andere Sektoren wie Energie, Bau oder Netzwerkinfrastruktur unterstützen. Insgesamt bewegen sich die Aktienmärkte damit in einem Spannungsfeld aus geopolitischen Risiken, positiven konjunkturellen Perspektiven und strukturellen Investitionstrends.

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