AllianzGI:

Bravo! Auf den Hauptversammlungen von PepsiCo und Home Depot für Anträge zum Thema Biodiversität

Frankfurt/Main (24.4.24) – Allianz Global Investors (AllianzGI) hat angekündigt, auf der anstehenden Hauptversammlung von PepsiCo, Inc. am 1. Mai 2024 für den Aktionärsantrag 9 „Report on Risks Related to Biodiversity and Nature Loss“ zu stimmen. Darüber hinaus wird AllianzGI auf der bevorstehenden Hauptversammlung von The Home Depot, Inc. am 16. Mai für den Aktionärsantrag 8 „Biodiversity Impact and Dependence Assessment“ stimmen. Beide Aktionärsanträge fordern eine Bewertung der Abhängigkeit von Biodiversität und ihrer Auswirkungen.

„Biodiversität ist seit 2022 eines der Kernthemen für unser Engagement, also den konstruktiv-kritischen Dialog mit Unternehmen. Sowohl PepsiCo als auch Home Depot räumen ein, dass der Verlust an Biodiversität ein relevantes Thema für ihre Geschäftsaktivitäten ist, und berichten über ihre laufenden Bemühungen. Mit unseren Abstimmungsentscheidungen möchten wir jedoch verdeutlichen, dass wir weitere Fortschritte erwarten. Diese Bewertung wäre ein wichtiger nächster Schritt für die Weiterentwicklung der jeweiligen Unternehmensstrategie und sollte ehrgeizigere Ziele beinhalten, um den Verlust an biologischer Vielfalt sinnvoll zu bekämpfen und Wandel voranzutreiben. Als Investor würde uns dies zugleich in eine bessere Lage versetzen, etwaige Risiken künftig besser einschätzen zu können.“

AllianzGI ist der Überzeugung, dass Risiken im Zusammenhang mit Biodiversität in die regelmäßigen Risikobewertungen und das Risikomanagement von Unternehmen einbezogen werden sollten, wenn Biodiversität für das Unternehmen wesentlich ist. Diese Erwartung ist in die Global Corporate Governance Guidelines von AllianzGI aufgenommen worden. In diesem Zusammenhang erwartet AllianzGI künftig von diesen Unternehmen, dass sie Biodiversitäts-Beurteilungen sowie entsprechende Risikomanagement-Strategien einführen und regelmäßig über die dazugehörigen Fortschritte berichten. Dies kann durch einen eigenständigen Bericht oder im Rahmen der bestehenden Offenlegungspflichten erfolgen.

Obwohl PepsiCo und Home Depot unterschiedlichen Branchen angehören, gibt es in beiden Fällen gute Gründe, Biodiversität als ein für das jeweilige Kerngeschäft relevantes Thema zu betrachten. Im Fall von PepsiCo sind hier die Bereiche Landwirtschaft sowie Verpackungen zu nennen; bei Home Depot steht die Materialbeschaffung, insbesondere im Bereich Holzwaren und Gartenbau, im Fokus. Diese Segmente weisen eine Abhängigkeit von biologischer Vielfalt auf, haben auf diese jedoch auch Auswirkungen. Eine Abnahme von Biodiversität hätte daher wirtschaftliche Risiken für die Unternehmen zur Folge. Gleichzeitig bietet das aktive Management der Biodiversität auch Chancen.

In dem Aktionärsantrag 9 „Report on Risks Related to Biodiversity and Nature Loss“ fordern Aktionäre PepsiCo auf, eine Bewertung der Abhängigkeit des Unternehmens von der Biodiversität und der Auswirkungen auf diese durchzuführen. Gefordert wird zudem die Veröffentlichung eines entsprechenden Berichts, der darlegt, inwieweit die Lieferketten und der Geschäftsbetrieb durch Risiken im Zusammenhang mit dem Verlust der Biodiversität gefährdet sind. Im Aktionärsantrag 8 „Biodiversity Impact and Dependence Assessment“ wird Home Depot von Aktionären aufgefordert, eine Bewertung der Auswirkungen auf Biodiversität und der Abhängigkeiten von dieser durchzuführen. Diese soll auch im Hinblick auf die gesamte Wertschöpfungskette und der Verwendung der verkauften Produkte erstellt werden, um darauf aufbauend die Unternehmensstrategie zur Vermeidung negativer Auswirkungen auf die biologische Vielfalt zu verbessern.

Anfang des Jahres 2024 hat AllianzGI seine jährliche Analyse des Abstimmungsverhaltens auf Hauptversammlungen im Jahr 2023 veröffentlicht, basierend auf der Teilnahme an 9.137 Aktionärsversammlungen und der Abstimmung über fast 100.000 (95.512) Tagesordnungspunkte. AllianzGI stimmte bei 71 % (2022: 69 %) aller Versammlungen weltweit gegen mindestens einen Tagesordnungspunkt oder enthielt sich. AllianzGI lehnte weltweit 18 % der kapitalbezogenen Anträge, 24 % der Wahlen von Direktoren und 41 % der Anträge zur Vergütung ab, was die hohen Erwartungen an die Governance-Standards widerspiegelt.