Deutsche Bank: Als erstes Finanzinstitut der Ocean Risk and Resilience Action Alliance (ORRAA) als Vollmitglied beigetreten

Frankfurt/Main (17.5.21) – Die Deutsche Bank (XETRA: DBKGn.DB / NYSE: DB) tritt als erste Bank der „Ocean Risk and Resilience Action Alliance“ (ORRAA) als Vollmitglied bei und gründet damit eine Partnerschaft, die sich zum Ziel gesetzt hat, Finanzkompetenz und Innovationen zum Schutz der Ozeane und der von ihnen abhängigen Gemeinden einzubringen.


Die Internationale Privatkundenbank (IPB) von Deutschlands größter Bank wird gemeinsam mit ORRAA globales Handeln und private Finanzierungen anregen, um in das natürliche Kapital von Meeren und Küsten zu investieren, eine nachhaltige blaue Wirtschaft zu fördern und um die Widerstandsfähigkeit in den Regionen zu stärken, die am meisten durch ozeanbedingte Risiken, wie den Anstieg des Meeresspiegels und extreme Wetterereignisse, gefährdet sind.
ORRAA wurde auf dem Klimagipfel des Generalsekretärs der Vereinten Nationen im Jahr 2019 ins Leben gerufen und ist eine übergreifende Zusammenarbeit von Regierungen, Finanzinstituten, Versicherungsunternehmen, Umweltorganisationen sowie anderen Interessengruppen. Ihr Ziel ist, bis 2030 Investitionen in Höhe von 500 Millionen US-Dollar in Küsten- und Meeresökosysteme zu ermöglichen.
Die Partnerschaft bietet Kunden der Deutschen Bank neue Möglichkeiten, sich nachhaltig zu engagieren und etwas zu bewirken. Zunächst wird in enger Zusammenarbeit mit ORRAA spezielles Research zur Widerstandsfähigkeit der Ozeane ausgearbeitet. Die IPB kann auf eine lange Erfolgsgeschichte zurückblicken, wenn es darum geht, ihren Kunden Investitionsmöglichkeiten anzubieten, die sich an den Kriterien Umwelt, Soziales und gute Unternehmensführung (ESG) ausrichten, Nachhaltigkeit in ihre Investmentprozesse zu integrieren und ESG-, Biodiversitäts- und Ozeanrisiko-Research für Kunden zu erstellen.
„Banken können den gesellschaftlichen Wandel vorantreiben, und unsere Mitgliedschaft in der ORRAA ist ein weiterer bedeutender Meilenstein auf dem Weg der Bank, Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt all dessen zu stellen, was wir für unsere Kunden und die Gesellschaft tun“, sagt Claudio de Sanctis, IPB-Chef der Bank und verantwortlich für die Region Europa, Nahost und Afrika.
„Ich liebe das Meer seit meiner Kindheit, als ich einen Großteil meiner Zeit dort verbracht habe. Schon lange besorgt mich, dass die Meere weltweit beschädigt werden. Ich stehe daher mit Überzeugung hinter der ORRAA und ihrem langfristigen Potenzial, von der Vordenkerrolle bis hin zum Engagement für Kunden, und dass wir für diese äußerst wichtigen Ökosysteme etwas Positives beitragen können“, sagt de Sanctis.
Ein gesunder Ozean spielt laut ORRAA eine entscheidende Rolle im Kampf gegen den Klimawandel. Er ist die größte Kohlenstoffsenke des Planeten, und Meeres- und Küstenökosysteme wie Korallenriffe und Mangroven bieten kosteneffiziente Möglichkeiten, Klimarisiken zu mindern. Gleichzeitig bringen sie Millionen von Menschen in Küstengebieten eine Vielzahl von sozialen und wirtschaftlichen Vorteilen. Doch mangelndes Verständnis für den Wert dieser Ökosysteme bedeutet, dass sie besonders stark bedroht sind und nicht genügend in sie investiert wird.
„Durch ihren Beitritt zu ORRAA kann die Deutsche Bank eine Vorreiterrolle übernehmen – damit Finanzinnovationen und private Investitionen unseren Ozeanen zugutekommen“, sagt Karen Sack, Ko-Vorsitzende von ORRAA. „Gemeinsam können wir dazu beitragen, jenen Bevölkerungsgruppen zu helfen, welche den klimabedingten Risiken am stärksten ausgeliefert sind, die so wertvolle Ressource Meer zu schützen und zu regenerieren, die Ziele der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung schneller zu erreichen und so die ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen des Klimawandels für die bedrohten Meere zu reduzieren“, ergänzt Sack.
Die Deutsche Bank veranstaltet am Donnerstag, dem 20. Mai, einen Nachhaltigkeitstag (Sustainability Deep Dive) – eine dreistündige, virtuelle und interaktive Veranstaltung, bei der führende Köpfe der Bank die Nachhaltigkeitsstrategie der Bank erläutern werden. Dabei geht es unter anderem um die Themen Taxonomie und wie ESG definiert und gemessen wird, um Klimarisikomanagement sowie um Vielfalt und Teilhabe.