ING Deutschland: „Soliden Jahresgewinn“ erzielt und „einzigartiges Wertpapierangebot“ gestartet

Frankfurt/Main (12.2.21) – Die ING Deutschland hat sich in einem von der Corona-Pandemie geprägten Geschäftsjahr krisensicher gezeigt und die Basis für profitables Wachstum weiter gestärkt. Die Anzahl der Kundinnen und Kunden, die neben dem Girokonto mit regelmäßigem Geldeingang mindestens ein weiteres Produkt der Bank nutzen, stieg um 335.000 auf 2,15 Mio. (2019: 1,82 Mio.). Insgesamt zählte die ING Deutschland Ende 2020 rund 9,53 Mio. Kundinnen und Kunden (2019: 9,52 Mio.), das Bruttowachstum lag bei 512.000 (2019: 595.000).

Das Ergebnis vor Steuern betrug 1,042 Mrd. Euro nach 1,352 Mrd. Euro im Vorjahr, wobei die Risikokosten mit -264 Mio. Euro zu Buche schlugen (2019: +40 Mio. Euro). Das Provisionsergebnis stieg bedingt durch ein starkes Wertpapiergeschäft um 48 Prozent auf 479 Mio. Euro (2019: 325 Mio. Euro). Das Zinsergebnis lag mit 2,041 Mrd. Euro knapp unter Vorjahresniveau (2019: 2,078 Mrd. Euro).

 

Inklusive Interhyp und Lendico zählte die ING in Deutschland und Österreich Ende 2020 6.244 Beschäftigte (2019: 5.676).

 

„Wir haben in einem bewegten Geschäftsjahr ein sehr ordentliches Ergebnis erzielt und gezeigt, dass unser Geschäftsmodell wetterfest und für eine digitale Zukunft sehr gut geeignet ist“, sagt Nick Jue, Vorstandsvorsitzender der ING Deutschland und Head of Region Germany. „Immer mehr Kundinnen und Kunden vertrauen uns in verschiedenen Finanzfragen und bestärken uns darin, mit einem umfassenden, digitalen Angebot auf profitables Wachstum zu setzen.“

 

Wertpapiersparen wird weiteres Einstiegsprodukt – alle ETF-Sparpläne ohne Kaufgebühren

Die Anzahl der Wertpapiertransaktionen erreichte 2020 den Rekordwert von 26,9 Mio. (2019: 11,5 Mio.). Ebenso erfreulich entwickelte sich die Anzahl der abgeschlossenen Wertpapiersparpläne, die um 60 Prozent auf 573.000 anstieg (2019: 352.000). Das Depotvolumen legte im Berichtszeitraum auf 57,3 Mrd. Euro zu (2019: 45,8 Mrd. Euro), die Anzahl der Depots stieg um 287.000 auf 1,7 Mio. (2019: 1,4 Mio.).

 

Um eine Ergänzung zum klassischen Sparen zu schaffen, plant die Bank die Hürde für den Einstieg in das Wertpapiersparen weiter abzusenken. Dazu wird die ING Deutschland 2021 alle ETF-Sparpläne ohne Kaufgebühren anbieten. Zusammen mit dem kostenlosen Depot und der Möglichkeit, bereits ab einem Euro Sparrate in Wertpapiersparpläne zu investieren, schafft die Bank ein im deutschen Markt einmaliges Angebot. Der kostenlose Kauf der rund 800 ETF-Sparpläne wird ab dem 01.04.2021 möglich sein.

 

„Wir machen das regelmäßige, langfristige und breit gestreute Investieren in Wertpapiere so einfach wie das Tagesgeldsparen“, sagt Nick Jue. „Wir ergänzen unser Sparangebot sinnvoll, ohne auszublenden, dass mit einem Wertpapierinvestment Risiken einhergehen. Mit dem niedrigschwelligen Angebot knüpfen wir an unsere Tradition als Sparbank in Deutschland an.“

 

Wird mehr Hilfestellung bei der Wertpapieranlage benötigt, bietet die Bank zukünftig einen zusätzlichen Service: Mit der Komfortanlage erhalten Kunden digital und in wenigen Schritten eine Anlageempfehlung, die ihrer Risikobereitschaft, finanziellen Situation und dem Anlagehorizont entspricht. Die Anlageempfehlung fußt auf sieben weltweit gestreuten ING Dachfonds, deren Basis insgesamt 20 ETF- und Indexfonds sind. Damit deckt das Angebot über 10.000 Aktien und Anleihen aus 50 verschiedenen Ländern ab. Wenn möglich wird nach „MSCI SRI Standard“ nur in solche Unternehmen investiert, die gemessen an ESG-Kriterien zu den besten 25 Prozent der jeweiligen Branche gehören.

 

Die digitale Komfortanlage steht allen Kundinnen und Kunden der ING zur Verfügung. Einer zunächst begrenzten Anzahl wird zusätzlich angeboten, bei Bedarf auf die Unterstützung eines Coaches zurückzugreifen, der per Videokonferenz hinzugeschaltet wird. Die Kosten für das Angebot belaufen sich auf 0,99 % des durchschnittlichen Kurswerts, es fallen keine Depotführungs- und Transaktionskosten an. Die Komfortanlage befindet sich in der finalen Testphase und startet im zweiten Quartal 2021.

 

Nick Jue: „Unsere Kundinnen und Kunden haben uns immer für ein cleveres und einfaches Angebot geschätzt: digitales und trotzdem persönliches Banking zu guten Konditionen. Mit unseren neuen Angeboten im Wertpapiergeschäft wollen wir diesem Anspruch auch in Zukunft gerecht werden. Interessierte sollen Wertpapiere ohne Aufwand und mit einem guten Gefühl zu einem Teil ihrer Finanzen machen können.“

 

Anzahl der Girokonten nimmt zu, Einlagen leicht über Vorjahr

Per Ende 2020 führte die Bank 2,88 Mio. Girokonten und damit etwa 60.000 mehr als im Vorjahr (2019: 2,82 Mio.). Brutto kamen 2020 rund 286.000 neue Girokonten hinzu (2019: 431.000). Das Girokonto war 2020 erneut das wichtigste Einstiegsprodukt, zugleich nahm die Bedeutung des kostenlosen Depots in der Kundengewinnung zu. Die Einlagen auf Spar- und Girokonten stiegen 2020 auf 144,3 Mrd. Euro (2019: 138,5 Mrd. Euro).

 

Verbraucherkredite und Baufinanzierungen auf Rekordniveau

Kredite an Verbraucherinnen und Verbraucher sind 2020 um 4 Prozent auf einen Höchststand von rund 9,2 Mrd. Euro gewachsen (2019: 8,9 Mrd. Euro). In der Baufinanzierung stieg das Volumen um rund 6 Prozent auf einen Rekordwert von 79,4 Mrd. Euro (2019: 75,3 Mrd. Euro). Brutto hat die ING 2020 Baufinanzierungen mit einem Volumen von 13,2 Mrd. Euro vergeben und damit rund 45% mehr als 2019 (9,1 Mrd. Euro). Das vermittelte Baufinanzierungsvolumen der Interhyp AG, Deutschlands größtem Vermittler privater Baufinanzierungen, stieg um 17 Prozent und betrug rund 28,8 Mrd. Euro (2019: 24,5 Mrd. Euro).

 

Junge Geschäftsbereiche Business Banking und Versicherung mit positiven Tendenzen

Das Bestandsvolumen im Bereich Business Banking stieg zum Jahresende 2020 auf 133 Mio. Euro (2019: 101 Mio. Euro). Das Neugeschäft in der digitalen Kreditvergabe an kleine und mittelständische Unternehmen belief sich auf 75 Mio. Euro (2019: 95 Mio. Euro). Hierbei machte sich ein bewusst selektiveres Vorgehen bei der Kreditvergabe an Geschäftskunden im Zuge der Corona-Pandemie bemerkbar. Die Kooperation mit Amazon befindet sich in der Anlaufphase und entwickelte sich insgesamt positiv: Seit Beginn der Zusammenarbeit Mitte 2020 wurden erste Kredite an Amazon-Seller ausgezahlt.

 

Auch die Kooperation zwischen der ING und dem französischen Versicherungskonzern AXA entwickelte sich positiv. Im Geschäftsjahr 2020 nahmen mehrere tausend ING Kundinnen und Kunden einen Versicherungsschutz in den Bereichen Haftpflicht, Hausrat, Gebäude oder Kreditschutz in Anspruch. 2021 werden weitere, gemeinsam entwickelte Produkte in den Bereichen Internetschutz, etwa gegen Datendiebstahl, und KFZ folgen.

 

„Wir sehen positive Entwicklungen und Potenzial in unseren jungen Geschäftsbereichen. Deshalb investieren wir in sie und geben ihnen Zeit, sich zu entwickeln und das Angebot zu optimieren“, sagt Norman Tambach, Finanzvorstand der ING Deutschland. „Wir haben 2020 gesehen, dass unser effizientes, breites Produktportfolio entscheidend für unsere finanzielle Stärke ist. Damit das auch in Zukunft so bleibt, sind wir bereit, neue Wege zu gehen.“

 

Wholesale Banking mit höheren Risikokosten – Fokus auf Kernbankkunden und nachhaltigen Finanzierungen

Das Kreditvolumen im Wholesale Banking betrug 2020 31,5 Mrd. Euro (2019: 35 Mrd. Euro). Die Entwicklung ist insbesondere auf einen Rückgang im internationalen Geschäft außerhalb Deutschlands zurückzuführen. Die offenen Kreditzusagen an Unternehmen legten 2020 um 1,7 Mrd. Euro oder 15 Prozent auf knapp 13 Mrd. Euro (2019: 11,3 Mrd. Euro) zu und entfielen fast ausschließlich auf große deutsche Unternehmen. Die Erträge beliefen sich auf 521 Mio. Euro (2019: 588 Mio. Euro). Der Gewinn vor Steuern lag bei 151 Mio. Euro (2019: 431 Mio. Euro) und war geprägt von gestiegenen Risikokosten, insbesondere im zweiten Quartal.

 

Chancen, die Geschäftsbeziehung zu ihren Unternehmenskunden weiter zu vertiefen, sieht die ING Deutschland insbesondere in ihrer Rolle als Beraterin für nachhaltige Finanzierungen.

 

Als „Green Advisor“ beriet die ING Deutschland 2020 unter anderem die Aktiengesellschaften BASF, Dürr und Schaeffler. Die ING Group war 2020 eine der größten Banken für ESG-gekoppelte Finanzierung. Mit dem TERRA-Ansatz hat sie sich zum Ziel gesetzt, ihr Kreditportfolio in Höhe von insgesamt 600 Milliarden Euro an dem Zwei-Grad-Klimaziel des Pariser Abkommens auszurichten.