Commerzbank: Vorstandschef Martin Zielke bietet einvernehmliche Aufhebung an, und Stefan Schmittmann legt Aufsichtsratsvorsitz nieder

Frankfurt/Main (3.7.20) – In seiner gestrigen Sitzung hat der Präsidial- und Nominierungsausschuss des Aufsichtsrats der Commerzbank AG über das Angebot von Martin Zielke beraten, auf Basis einer einvernehmlichen Aufhebung vorzeitig aus dem Vorstand auszuscheiden, falls dies aus Sicht des Aufsichtsrats im Interesse der Bank liegt. Der Präsidial- und Nominierungsausschuss hat beschlossen, dem Aufsichtsrat zu empfehlen, die Bestellung von Martin Zielke zum Vorstandsmitglied und Vorstandsvorsitzenden der Commerzbank AG einvernehmlich zu einem zwischen Martin Zielke und dem Aufsichtsrat noch festzulegenden Datum, spätestens jedoch mit Ablauf des 31. Dezember 2020 zu beenden. Der Aufsichtsrat wird dazu in seiner Sitzung am 8. Juli 2020 einen Beschluss fassen.
Martin Zielke: „Unter meiner Führung haben wir 2016 die Weichen für eine digitale Zukunft der Commerzbank gestellt. Mit der Übernahme der Comdirect sind jetzt die nächsten Schritte möglich, um ein innovatives und robustes Geschäftsmodell für die Bank zu entwickeln. So erkennbar die strategischen Fortschritte sind, so unbefriedigend war und ist die finanzielle Performance der Bank. Und dafür trage ich als CEO die Verantwortung. Da ich diese Verantwortung übernehmen möchte, habe ich dem Aufsichtsratsausschuss in der heutigen Sitzung eine einvernehmliche Aufhebung angeboten. Ich möchte damit den Weg für einen Neuanfang freimachen. Die Bank braucht eine tiefgreifende Transformation und dafür einen neuen CEO, der vom Kapitalmarkt auch die notwendige Zeit für die Umsetzung einer Strategie bekommt.“

Stefan Schmittmann hat heute in der Sitzung des Präsidial- und Nominierungsausschusses des Aufsichtsrats angekündigt, sein Mandat im Aufsichtsrat mit Wirkung zum 3. August 2020 niederzulegen.

Stefan Schmittmann: „Als Aufsichtsratsvorsitzender habe ich alle strategischen Entscheidungen des Vorstands in vollem Umfang mitgetragen. Die Strategie Commerzbank 5.0 hat keine ausreichende Akzeptanz im Kapitalmarkt gefunden. Das zeigt der Aktienkurs. Daher bin ich zu dem Schluss gekommen, dass auch ich hier in der Verantwortung stehe und sie auch übernehmen sollte. Deshalb werde ich mein Amt niederlegen. Der Bank, dem Vorstandsteam und den Mitarbeitern stehen tiefgreifende Veränderungen bevor. Das wird viel Kraft und Anstrengungen kosten und sollte frei sein von immer wieder aufflammenden Personaldebatten und Diskussionen.“