ING Deutschland schließt Transformation mit Kunden- und Gewinnplus ab – Gewinn vor Steuern steigt 2019 leicht

Frankfurt/Main (6. 2.20) – Die ING Deutschland hat ein Jahr des Umbruchs mit einem starken Geschäftsergebnis abgeschlossen. Die Bank, die seit wenigen Monaten vollständig in agilen Strukturen arbeitet und agile Arbeitsweisen anwendet, erzielte 2019 einen Gewinn vor Steuern von 1,352 Mrd. Euro (2018: 1,322 Mrd. Euro).

„Wir haben 2019 gezeigt, dass wir als Organisation fähig und gewillt sind, Veränderung umzusetzen“, sagt Nick Jue, Vorstandsvorsitzender der ING Deutschland und Head of Region Germany. „Dass es uns trotzdem gelungen ist, ein sehr gutes Ergebnis zu erzielen und wieder in nahezu allen Bereichen zu wachsen, ist dem enormen Einsatz aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der ING Deutschland zu verdanken.“

Die Anzahl der Bankmitarbeiterinnen und -mitarbeiter stieg im Jahr 2019 auf 4.125 (2018: 3.985). Inklusive Interhyp beschäftigte die ING in Deutschland und Österreich 5.561 Menschen (2018: 5.353).

Girokonten und Kundeneinlagen

Bei der Anzahl der Girokonten ist die ING Deutschland erneut gewachsen. Per Ende 2019 führte die Bank 2,8 Mio. Girokonten und damit rund 358.000 oder 15 Prozent mehr als im Vorjahr (2018: 2,5 Mio.). Das Girokonto war auch 2019 wieder das wichtigste Einstiegsprodukt und wird zunehmend Ausgangspunkt für eine vertiefte Kundenbeziehung.

Trotz des anhaltenden Niedrigzinsumfelds sind die Kundeneinlagen auf Spar- und Girokonten 2019 leicht gestiegen. Insgesamt lag das Bestandsvolumen zum Ende des Geschäftsjahres bei rund 139 Mrd. Euro (2018: 138 Mrd. Euro).

Privatkundenkredite

Im Segment Verbraucherkredite erzielte die Bank 2019 ein Wachstum von 8 Prozent, was einem Bestandsvolumen von rund 9,0 Mrd. Euro (2018: 8,2 Mrd. Euro) per Ende 2019 entspricht. In der Baufinanzierung stieg das Volumen um rund drei Prozent auf 75,3 Mrd. Euro (2018: 72,9). Das vermittelte Baufinanzierungsvolumen der Interhyp AG, Deutschlands größtem Vermittler privater Baufinanzierungen, stieg um 12 Prozent und betrug 25 Mrd. Euro (2018: 22 Mrd. Euro).

Wertpapiere

2019 hat die ING Deutschland ihr Wertpapiersparplan-Angebot weiter ausgebaut. Dem Wertpapiersegment kam zudem die positive allgemeine Marktentwicklung zugute. So legte das Depotvolumen um rund 11 Mrd. Euro auf 45,7 Mrd. Euro (2018: 34,8 Mrd. Euro) zu. Die Anzahl der Transaktionen überstieg erneut die Marke von 10 Mio. und erreichte mit 11,5 Mio. einen neuen Bestwert.

Die Kooperation mit dem Online-Vermögensverwalter Scalable Capital trug auch 2019 zum positiven Gesamtergebnis bei: Mehr als 14.400 ING Kunden eröffneten ein Depot, womit das Volumen per Jahresende auf rund 1,2 Mrd. Euro (2018: 0,6 Mrd. Euro) stieg.

Digital SME

Die digitale Kreditvergabe an kleine und mittelständische Unternehmen über die Kreditplattform Lendico hat 2019 einen sehr guten Verlauf genommen. Das 2019 vermittelte Kreditvolumen lag Ende 2019 bei 95,2 Mio. Euro. Das entspricht einem durchschnittlichen Wachstum von über 30 Prozent pro Monat.

Wholesale Banking

Während das reine Kreditwachstum im Segment Wholesale Banking 2019 leicht zurückging, lagen die Erträge im abgelaufenen Geschäftsjahr mit 588 Mio. Euro vier Prozent über dem Vorjahr.

Nach einem enorm starken Neugeschäft im Vorjahr, das sich 2019 auszahlte, ist die ING Deutschland 2019 im Neugeschäft selektiver vorgegangen und lag damit unter Vorjahr. Positiv auf das Ertragswachstum wirkten sich auch ausgebaute Kundenbeziehungen und stabile Margen im Kreditgeschäft aus.

ING Deutschland wird für immer mehr Kunden zur Hausbank

2019 verzeichnete die ING Deutschland mit 559.000 neuen Bankkunden ein erneut starkes Brutto-Wachstum. Bereinigt um inaktive Konten und ausgelaufene Finanzierungen stieg die Kundenanzahl um rund 215.000 netto auf insgesamt 9,5 Mio. Die Zahl der Kunden mit einem Gehaltskonto sowie einem weiteren Produkt wuchs um über 14 Prozent auf 1,82 Mio. (2018: 1,59 Mio.).

„Der Aufbau aktiver und damit langfristiger Kundenbeziehungen wird im aktuellen Wettbewerbsumfeld immer mehr zum Erfolgsfaktor“, sagt Nick Jue. „Umso erfreulicher ist die positive Entwicklung bei der Anzahl unserer Hausbankkunden. Sie ist ein Beleg dafür, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“

Das Girokonto bleibt auch 2020 Kernprodukt der ING Deutschland und kostenlos, wenn darauf ein regelmäßiger Gehaltseingang von mindestens 700 Euro pro Monat eingeht. Kunden unter 28 Jahren sowie Kunden mit einem Basiskonto sind von der Regelung ausgenommen. Nach aktuellem Stand bleibt das Girokonto damit für dreiviertel der Kunden bereits heute kostenlos. Wird keine der Bedingungen erfüllt, fallen ab Mai 2020 monatlich 4,90 Euro an.

Nick Jue: „Unser Ziel ist, mit allen Girokonto-Kunden in eine aktive Kundenbeziehung zu gehen. Für inaktive Kunden setzen wir mit dem neuen Modell einen Anreiz, uns als volldigitale Hausbank kennen zu lernen. Auch in diesem Jahr wollen wir noch enger mit unseren Kunden zusammenarbeiten und vermehrt zum ersten Ansprechpartner bei sämtlichen Finanzfragen werden.“

Kennzahlen sowie Gewinn- und Verlustrechnung im PDF der Pressemitteilung im Anhang