Siemens: Starke Nachfrage beschert

Rekordauftragsbestand

München (5.2.20) – »Nach einem fulminanten Jahresendspurt hat das neue Geschäftsjahr wie erwartet eher verhalten begonnen. Die unbefriedigende Situation im gesamten Energiegeschäft macht deutlich, wo der primäre Handlungsbedarf liegt. Wir bestätigen die Jahresprognose und werden wie geplant im September die Siemens Energy an die Börse bringen. Dies ist ein wesentlicher Meilenstein in der Ausrichtung von Siemens für die Zukunft«, sagte Joe Kaeser, Vorsitzender des Vorstands der Siemens AG.

Ausblick

Wir bestätigen unsere Prognose für das Geschäftsjahr 2020. Wir erwarten, dass die weltwirtschaftliche Entwicklung im Geschäftsjahr 2020 verhalten bleiben wird. Risiken ergeben sich insbesondere aus geopolitischen und geoökonomischen Unsicherheiten. Wir unterstellen ein moderat rückläufiges Volumen der Märkte, die von unseren kurzzyklischen Geschäften bedient werden. Unter diesen Voraussetzungen erwarten wir, dass die Umsatzerlöse des Siemens-Konzerns auf vergleichbarer Basis, also bereinigt um Währungsumrechnungs- und Portfolioeffekte, erneut moderat ansteigen und das Book-to-Bill-Verhältnis über 1 liegen werden.
Digital Industries erwartet für das Geschäftsjahr 2020, dass die Umsatzerlöse vergleichbar auf Vorjahresniveau liegen werden und damit die allgemeine Marktentwicklung übertroffen wird, trotz der anhaltenden Schwäche an seinen wichtigsten kurzzyklischen Märkten, insbesondere der Automobil- und der Werkzeugmaschinenindustrie. Die Angepasste EBITA-Marge wird zwischen 17% und 18% erwartet.
Smart Infrastructure erwartet, im Geschäftsjahr 2020 ein moderates Umsatzerlöswachstum auf vergleichbarer Basis zu erreichen, vorangetrieben durch das längerzyklische Lösungs- und Servicegeschäft, und obwohl das kurzzyklische industrielle Produktgeschäft dem Gegenwind einer Marktabschwächung ausgesetzt ist. Die Angepasste EBITA-Marge wird zwischen 10% und 11% erwartet.
Konjunkturzyklen haben einen nur geringen Einfluss auf die Märkte von Mobility. Das Strategische Unternehmen erwartet auf vergleichbarer Basis einen Anstieg der Umsatzerlöse im prozentual mittleren einstelligen Bereich. Ausschlaggebend dafür dürfte das Zuggeschäft sein, in dem zum Ende des Geschäftsjahrs 2019 mehrere große Bahnprojekte anliefen. Die Angepasste EBITA-Marge wird zwischen 10% und 11% erwartet.
Die Energiemärkte werden voraussichtlich herausfordernd bleiben, wobei es einige Anzeichen einer Stabilisierung gibt. In diesem Umfeld erwartet Gas and Power einen moderaten vergleichbaren Anstieg der Umsatzerlöse, insbesondere aufgrund der Abarbeitung seines großen Auftragsbestands. Die Angepasste EBITA-Marge wird zwischen 2% und 5% erwartet.
Wie bereits angekündigt, planen wir, Gas and Power auszugliedern und unseren 59%-Anteil an Siemens Gamesa Renewable Energy (SGRE) einzubringen, um ein neues Unternehmen, Siemens Energy, zu bilden. Wir planen, Siemens Energy abzuspalten und vor dem Ende des Geschäftsjahrs 2020 an die Börse zu bringen. Vor der Abspaltung werden wir Siemens Energy in die nicht fortgeführten Aktivitäten umgliedern. Wir erwarten hieraus beträchtliche positive Effekte innerhalb der nicht fortgeführten Aktivitäten, einschließlich eines erheblichen Ertrags aus der Abspaltung, der derzeit noch nicht verlässlich quantifiziert werden kann.Für unsere Prognose des Ergebnisses je Aktie unterstellen wir, dass diese positiven Effekte die im Geschäftsjahr 2020 in Zusammenhang mit der Abspaltung stehenden Ausgliederungskosten und Steueraufwendungen sowie die konzernweit anfallenden Personalrestrukturierungsaufwendungen ausgleichen werden. Dies wird – zusammen mit den zuvor genannten Erwartungen für das Geschäftsjahr 2020 – voraussichtlich zu einem unverwässerten Ergebnis je Aktie für den Gewinn nach Steuern in der Bandbreite von 6,30 € bis 7,00 € führen. Im Geschäftsjahr 2019 betrug dieser Wert 6,41 €.
Von diesem Ausblick sind Belastungen aus rechtlichen und regulatorischen Themen ausgenommen.

Die komplette Ergebnisveröffentlichung und Finanzkennzahlen lesen Sie im PDF:

Ergebnisveröffentlichung Q1 GJ 2020: Starke Nachfrage beschert Rekordauftragsbestand – Energiegeschäfte im Fokus