Aktienmärkte: Defensive Titel lohnen sich im aktuellen Umfeld

Kopenhagen (15.11.19) – „Der US-Konsum beginnt einzubrechen, Investitionen lassen nach und laut US-Informationsanbieter The Conference Board befinden sich die Einschätzungen von CEOs zu den Wirtschaftsaussichten auf einem historischen Tiefststand. Entsprechend sind auch die Aussichten für Aktien aktuell weniger konstruktiv und der Lockerungs-Zyklus der Fed hat möglicherweise gerade erst begonnen.

Die Gewinnerwartungen für das laufende Quartal sind so niedrig, dass sie nach oben korrigiert werden müssen. Für die kommenden Quartale dürften sie hingegen deutlich nach unten korrigiert werden. Dennoch werden wir sehr wahrscheinlich keine Rezession in den entwickelten Volkswirtschaften sehen. Zudem sollte sich das Wachstum in China in den kommenden zwei Quartalen wieder erholen. In einem Umfeld niedrigen Gewinnwachstums und exzessiver Diskussionen über eine mögliche Rezession stagniert der Ausblick für Aktien, weist aber einen leicht positiven Trend auf. Dieser leichte Aufwärtstrend wird getragen von der Hoffnung auf ein Handelsabkommen zwischen den USA und China.

Im Aktien-Bereich bieten einige Sektoren ein besseres Chancen-Risiko-Verhältnis als andere. Gerade in der aktuellen Phase des Konjunkturzykluses performen Value- und defensive Aktien typischerweise besser. Ein Beispiel dafür ist der Bereich Listed Infrastructure. Börsennotierte Infrastrukturunternehmen weisen im Vergleich zu breiteren Indizes nur begrenzte Drawdowns auf und bieten dennoch eine gute Performance. Insgesamt empfehlen wir weiterhin, ein diversifiziertes und widerstandsfähiges Portfolio.“