ZEW-Konjunkturerwartungen: Erneuter Rückgang

Mannheim (14.5.19) – Die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland sinken im
Mai 2019 um 5,2 Punkte auf einen neuen Wert von minus 2,1 Punkten. Der langfristige Durchschnitt der ZEWKonjunkturerwartungen liegt bei 22,1 Punkten.  Im gleichen Zeitraum hat sich die Bewertung der aktuellen konjunkturellen Lage für Deutschland um 2,7 Punkte
verbessert. Der neue Wert für den Lageindikator beträgt im Mai 8,2 Punkte.

Dennoch: Die Entwicklung von Produktion und
Exporten in Deutschland sowie die jüngste
Schnellschätzung von Eurostat für das
Wirtschaftswachstum im Eurogebiet im ersten Quartal
nähren die Hoffnung, dass auch die deutsche Wirtschaft im
ersten Quartal stärker als vermutet gewachsen sein dürfte.
„Der Rückgang der ZEW-Konjunkturerwartungen zeigt, dass
die Finanzmarktexperten/-innen für die nächsten sechs
Monate weiterhin von einem verhaltenen
Wirtschaftswachstum in Deutschland ausgehen. Die jüngste
Eskalation des Handelskonflikts zwischen den Vereinigten
Staaten und China erhöht erneut die Unsicherheit
hinsichtlich der deutschen Exporte und damit eines
zentralen Faktors für das Wachstum des
Bruttoinlandsproduktes“, kommentiert ZEW-Präsident Prof.
Achim Wambach, Ph.D.

Die Erwartungen der Finanzmarktexperten/-innen an die
Konjunkturentwicklung in der Eurozone sinken ebenfalls.
Der Erwartungsindikator für das Eurogebiet liegt im Mai bei
minus 1,6 Punkten, 6,1 Punkte unterhalb des Wertes vom
Vormonat. Der Indikator für die aktuelle Konjunkturlage im
Eurogebiet steigt dagegen um 6,2 Punkte an und liegt
aktuell bei minus 7,0 Punkten. Auch für die Wirtschaft des
Eurogebiets bleibt der Konjunkturausblick somit recht
verhalten.