Deutsche Bank-Aktie schwächelt nach magerer Quartalsbilanz

Frankfurt/Main (26.4.19) – Bereits gestern hatte die Deutsche Bank Eckdaten Ihrer Bilanz fürs erste Quartal vorgelegt. Heute nun hat sie nachgeliefert. Anleger haben darauf spontan reserviert reagiert und den Kurs der Deutschen-Bank-Aktie deutlich sinken lassen. Dabei ist die Deutsche Bank in ihrer Pressemitteilung – wie üblich – voll des Selbstlobes. Dort schwärmt Deutsche Bank-Chef Christian Sewing: „Unser Ergebnis im ersten Quartal zeigt die Stärke unseres Kundengeschäfts. Wir haben unseren Plan in einem schwierigen Marktumfeld konsequent umgesetzt und Fortschritte bei wichtigen Erfolgsfaktoren gemacht: Wir sind bei Krediten und Einlagen gewachsen, haben das verwaltete Vermögen wieder steigern können und unsere Marktanteile im Emissions- und Beratungsgeschäft verbessert. Unsere Disziplin bei den Kosten half uns niedrigere Erträge auszugleichen. Wir sind auf einem sehr guten Weg, unser Kostenziel von 21,8 Milliarden Euro für das Jahr 2019 zu erreichen.“

 

Erstes Quartal 2019 im Überblick

  • Der Gewinn nach Steuern ist gegenüber dem ersten Quartal 2018 um 67% auf 201 Millionen Euro gestiegen nach Belastung durch Bankenabgaben in Höhe von 604 Millionen Euro
  • Die Erträge sind im Jahresvergleich um 9%, ohne Sondereffekte1 um 5% gesunken
  • Erträge der Globalen Transaktionsbank stiegen um 6%
  • Wichtige Indikatoren für zukünftiges Geschäft entwickelten sich positiv:
    o Das Kreditvolumen ist um 10 Milliarden Euro gewachsen
    o Wir konnten Nettomittelzuflüsse von 10 Milliarden Euro beim verwalteten Vermögen und einen Anstieg von insgesamt 70 Milliarden Euro verbuchen
  • Kosteneinsparungen haben den Ertragsrückgang weitgehend ausgeglichen
  • Die zinsunabhängigen Aufwendungen gingen um 8% zurück, die bereinigten Kosten2 um 7%. Die bereinigte Kosten sind ohne Berücksichtigung von Bankenabgaben im fünften Quartal in Folge gesunken
  • Die Deutsche Bank ist auf einem guten Weg, das Ziel für die bereinigten Kosten2 von 21,8 Milliarden Euro für 2019 zu erreichen
  • Harte Kernkapitalquote (CET 1) ist auf 13,7% gestiegen
  • Wir arbeiten daran, das Ziel einer Rendite nach Steuern auf das materielle Eigenkapital (RoTE) von mehr als 4% im Jahr 2019 zu erreichen

Die Deutsche Bank (XETRA: DBKGn.DB / NYSE: DB) hat im ersten Quartal 2019 einen Konzerngewinn nach Steuern von 201 Millionen Euro erzielt. Das entspricht einem Anstieg um 67% gegenüber dem Vorjahr. Der Gewinn vor Steuern betrug 292 Millionen Euro. Darin sind Bankenabgaben von 604 Millionen Euro für das Gesamtjahr 2019 enthalten, die im ersten Quartal anfielen. Die effektive Steuerquote lag bei 31%. Im Vorjahresquartal betrug die effektive Steuerquote 72%, was vor allem auf steuerlich nicht abzugsfähige Ausgaben, einschließlich Rechtsstreitigkeiten, und Steuereffekte im Zusammenhang mit aktienbasierten Vergütungen zurückzuführen war.

Erträge: stabil in den weniger marktabhängigen Geschäftsbereichen, niedriger im Wertpapierhandel

Die Erträge lagen bei 6,4 Milliarden Euro, 9% niedriger als im Vorjahresquartal. Bereinigt um Sondereffekte1 betrug der Rückgang 5%. Diese Sondereffekte schlugen im ersten Quartal 2019 mit 31 Millionen Euro positiv zu Buche, nachdem sie im Vorjahr noch ein Plus von 315 Millionen Euro ausgemacht hatten.

In weniger marktabhängigen Geschäftsbereichen (Globale Transaktionsbank, Privat- und Firmenkundenbank und Asset Management) waren die Erträge stabil. Sie sanken um 2%, ohne Berücksichtigung von Sondereffekten1 legten sie um 1% zu. In der Transaktionsbank wuchsen sie gegenüber dem Vorjahresquartal um 6% auf 975 Millionen Euro. Die Erträge in der Privat- und Firmenkundenbank (PCB) betrugen 2,5 Milliarden Euro, was einem Rückgang um 5% entspricht. Bereinigt um Sondereffekte1 blieben die Erträge stabil. Die Erträge im Asset Management verringerten sich um 4% auf 525 Millionen Euro, weil das verwaltete Vermögen durch Nettomittelabflüsse im Jahr 2018 und Kursrückgänge im vierten Quartal 2018 gesunken war; dieser Trend hat sich im ersten Quartal wieder umgekehrt.

In der Unternehmens- und Investmentbank, zu der auch die Transaktionsbank gehört, waren die Erträge im Vergleich zum Vorjahr um 13% niedriger. Bereinigt um Sondereffekte1 entsprach das einem Minus von 10%. Die Erträge im Handel mit festverzinslichen Wertpapieren und Währungen sanken um 19% auf 1,5 Milliarden Euro, während sie im Handel mit Aktien um 18% auf 468 Millionen Euro zurückgingen. Darin spiegeln sich der Umbau des Geschäfts im Jahr 2018 und schwierige Marktbedingungen wider. Die Erträge im Beratungs- und Emissionsgeschäft lagen 5% niedriger; gleichzeitig gewann der Bereich global Marktanteile (Quelle: Dealogic).

(1) Sondereffekte im Berichtsquartal und im Vorjahresquartal:

Wachstum bei Kreditvolumen, Einlagen und verwaltetem Vermögen

Das Kreditvolumen ist im ersten Quartal um 10 Milliarden Euro gestiegen. Davon entfielen 5 Milliarden Euro auf die Unternehmens- und Investmentbank und 3 Milliarden Euro auf die Privat- und Firmenkundenbank. Über den Zeitraum eines Jahres stieg das Kreditvolumen um 23 Milliarden Euro. Bereinigt um nicht fortgeführte Geschäfte in der Privat- und Firmenkundenbank betrug das Plus sogar 28 Milliarden Euro.

Insgesamt stieg das verwaltete Vermögen in der Privat- und Firmenkundenbank und im Asset Management im Berichtsquartal um 70 Milliarden Euro. Dies ist auf Nettomittelzuflüsse von 10 Milliarden Euro, eine positive Marktentwicklung und auf Währungseffekte zurückzuführen. In der Privat- und Firmenkundenbank stieg das verwaltete Vermögen im ersten Quartal um 29 Milliarden Euro, davon 14 Milliarden Euro im Geschäft mit vermögenden Kunden (Wealth Management). Die Nettomittelzuflüsse in der Privat- und Firmenkundenbank betrugen rund 8 Milliarden Euro. Im Asset Management erhöhte sich das verwaltete Vermögen um 42 Milliarden Euro, wovon 2 Milliarden Euro aus Nettomittelzuflüssen stammten. Rechnet man die Abflüsse bei Geldmarktprodukten heraus, beliefen sich die Nettomittelzuflüsse auf 7 Milliarden Euro.

Kosten nachhaltig gegenüber dem Vorjahr reduziert; Ziel für 2019 bestätigt

Die zinsunabhängigen Aufwendungen beliefen sich auf 5,9 Milliarden Euro, was einem Rückgang um 8% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die bereinigten Kosten2 beliefen sich ebenfalls auf 5,9 Milliarden Euro, ein Rückgang um 7%. Dies trug wesentlich dazu bei, das schwierige Ertragsumfeld zu kompensieren. In den Kosten waren 604 Millionen Euro an Bankabgaben enthalten, rund 60 Millionen Euro weniger als im Vorjahresquartal. Sie fallen jeweils hauptsächlich im ersten Quartal eines Jahres für das Gesamtjahr an. Die geringeren Bankenabgaben spiegeln vor allem die Bilanzreduktionen in den vergangenen Jahren und einen positiven Effekt aus der Postbank-Integration wider. Die bereinigten Kosten2 ohne Bankenabgaben beliefen sich auf 5,3 Milliarden Euro im Berichtsquartal, gegenüber 5,7 Milliarden Euro im Vorjahresquartal. Damit sind die bereinigten Kosten (2) ohne Bankenabgaben im fünften Quartal in Folge gesunken.

Die Deutsche Bank konnte gegenüber dem Vorjahr sowohl den Personal- als auch den Sachaufwand reduzieren. Bei den Personalkosten machte sich vor allem der Stellenabbau bemerkbar. Der Sachaufwand sank in allen Kategorien, weil die Bank ihre Verbrauchs- und Dienstleisterkosten aktiv steuerte. Der Vorstand bekräftigt das Ziel, die bereinigten Kosten2 2019 auf 21,8 Milliarden Euro zu senken.

(2) Zinsunabhängige Aufwendungen und bereinigte Kosten im Berichtsquartal und im Vorjahresquartal:

Die Kreditqualität bleibt hoch

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft betrug im Berichtsquartal 140 Millionen Euro, ein Anstieg um 60% gegenüber dem Vorjahr. Dies beruht teilweise auf niedrigeren Nettoauflösungen von Risikovorsorge in der Unternehmens- und Investmentbank, die im Vorjahresquartal vor allem im Schiffsportfolio der Unternehmens- und Investmentbank erfolgt waren. Außerdem stieg die Risikovorsorge in der Privat- und Firmenkundenbank im Berichtsquartal an, teilweise aufgrund von Modellanpassungen. Die Risikovorsorge blieb mit 13 Basispunkten des Kreditvolumens im historischen Vergleich gering, was das niedrige Risikoprofil des Kreditportfolios unterstreicht.

Kapitalausstattung und Bilanz sind weiterhin sehr stabil

Die harte Kernkapitalquote der Deutschen Bank (CET 1) stieg zum Ende des Quartals auf 13,7%, eine Verbesserung um 18 Basispunkte gegenüber dem Jahresende 2018. Darin ist bereits berücksichtigt, dass die Einführung des Rechnungslegungsstandards IFRS 16 die Kernkapitalquote um 16 Basispunkte reduzierte. Der bessere Wert beruht zum Teil auf 3 Milliarden Euro geringeren risikogewichteten Aktiva (RWA). Sowohl die RWA für das Marktrisiko als auch für das operationelle Risiko gingen zurück und glichen den Anstieg der RWA für das Kreditrisiko mehr als aus. Die Liquidität der Deutschen Bank blieb mit 260 Milliarden Euro deutlich über den regulatorischen Mindestanforderungen. Die Liquiditätsquote (Liquidity Coverage Ratio) betrug zum Quartalsende 141%. Damit lag die Liquiditätsquote 41 Prozentpunkte über dem erforderlichen Niveau von 100%. Dies entspricht einem Überschuss von 68 Milliarden Euro.

Rendite für die Aktionäre: Ziele bestätigt

Die Eigenkapitalrendite nach Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen materiellen Eigenkapital, RoTE)betrug im Berichtsquartal 1,3%, gegenüber 0,9% im Vorjahresquartal. Wenn sich die bereits im ersten Quartal angefallenen Bankenabgaben gleichmäßig über alle vier Quartale 2019 verteilen würden, hätte die Rendite im Berichtsquartal 3,6% betragen. Die Deutsche Bank strebt für 2019 weiterhin eine Rendite von über 4% an, die sich im Anschluss weiter verbessern soll.

Konzernergebnis im Überblick

Unternehmens- und Investmentbank (CIB)

Die Erträge lagen bei 3,3 Milliarden Euro, ein Rückgang von 13% gegenüber dem Vorjahr. Bereinigt um die in der Tabelle1 auf Seite 3 genannten Sondereffekte betrug der Rückgang 10%.

In der Transaktionsbank (GTB) stiegen die Erträge um 6% auf 975 Millionen Euro. Dies ist auf höhere Zinserträge zurückzuführen, vor allem im Cash Management.

Im Handel mit festverzinslichen Wertpapieren und Währungen gingen die Erträge um 19% zurück. Bereinigt um einen auf diesen Bereich entfallenden Sondereffekt (Änderung der Bewertung eines Investments), der das Geschäft mit Anleihen beeinflusste, gingen sie um 18% zurück. Dies ist einerseits auf schwierige Marktbedingungen zurückzuführen, andererseits darauf, dass das Geschäft in den vorangegangenen Quartalen neu ausgerichtet wurde. Die Erträge im Handel mit Währungen und Unternehmensanleihen gingen leicht zurück: Während das Flow-Geschäft zulegte, ging der Handel mit notleidenden Krediten (Distressed Debt) gegenüber einem starken Vorjahresquartal zurück. Die Erträge im Handel mit Aktien betrugen 468 Millionen Euro, ein Rückgang um 18%. Dies ist auf schwierige Marktbedingungen zurückzuführen sowie darauf, dass die Bank das Aktiengeschäft im Vorjahr verkleinert hat.

Im Beratungs- und Emissionsgeschäft lagen die Erträge bei 455 Millionen Euro, ein Rückgang von 5%. Branchenweit gingen die Provisionseinnahmen zurück. Deutlich höheren Erträgen im Beratungsgeschäft standen Rückgänge im Aktien- und Anleiheemissionsgeschäft gegenüber.

Die zinsunabhängigen Aufwendungen gingen um 7% auf 3,4 Milliarden Euro zurück, die bereinigten Kosten um 5%. Darin spiegelt sich die fortgesetzte Kostendisziplin wider. Außerdem wirkt die Neuausrichtung des Geschäfts im Jahr 2018. Die Kosten der Unternehmens- und Investmentbank beinhalteten im ersten Quartal 535 Millionen Euro an Bankenabgaben für das Gesamtjahr 2019.

Die Unternehmens- und Investmentbank verzeichnete im Berichtsquartal einen Verlust von 88 Millionen Euro vor Steuern, worin die erwähnten Bankenabgaben berücksichtigt sind. Wenn sich die Bankenabgaben gleichmäßig über alle vier Quartale verteilen würden, hätte der Geschäftsbereich einen Gewinn von 313 Millionen Euro vor Steuern erreicht.

Gezielte Investitionen in Wachstum: Die Deutsche Bank hat zusätzliche Mitarbeiter im Handel mit festverzinslichen Wertpapieren sowie im Anleiheemissionsgeschäft eingestellt und in Kreditwachstum in der Transaktionsbank investiert. Das Kreditvolumen in der Unternehmens- und Investmentbank erhöhte sich im ersten Quartal um 5 Milliarden Euro. In den vergangenen zwölf Monaten nahm das Kreditvolumen um 13 Milliarden Euro zu.

Marktanteilsgewinne: In einem schwierigen Marktumfeld verbesserte die Deutsche Bank ihren Marktanteil im Beratungs- und Emissionsgeschäft (Quelle: Dealogic). Sie lag auf einem geteilten ersten Platz bei Börsengängen in den USA und erreichte wieder eine Top-5-Position im weltweiten Geschäft mit gehebelten Finanzierungen (Leveraged Debt Capital Markets) (Quelle: Dealogic). Außerdem legte sie bei der Emission von Anleihen mit guter Bonität (Investment Grade) zu und platzierte 14 der 20 weltweit größten Transaktionen in den ersten drei Monaten des Jahres (Quelle: Dealogic).

Ergebnisse der Unternehmens- und Investmentbank im Überblick

Privat- und Firmenkundenbank (PCB)

Die Erträge beliefen sich auf 2,5 Milliarden Euro, was einen Rückgang von 5% gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Ohne die in der Tabelle1 auf Seite 3 genannten Sondereffekte waren die Erträge unverändert, weil ein höheres Kreditvolumen die weiterhin geringe Zinsmarge im Einlagengeschäft kompensierte.

Im Geschäft mit Privat- und Firmenkunden in Deutschland beliefen sich die Erträge auf 1,7 Milliarden Euro, ein Rückgang um 7%. Bereinigt um einen Sondereffekt aus dem einmaligen Gewinn von 156 Millionen Euro aus einem Immobilienverkauf im Vorjahresquartal stiegen die Erträge um 2%, weil das höhere Geschäftsvolumen die geringere Marge im Einlagengeschäft ausglich.

Im internationalen Geschäft mit Privat- und Firmenkunden wurden Erträge von 359 Millionen Euro erzielt, ein Rückgang um 4% gegenüber dem Vorjahr. Die Erträge stiegen im Kreditgeschäft, außerdem wirkten sich Preisanpassungen positiv aus. Das Vorjahresquartal enthielt jedoch einen kleineren Verkauf, der sich nicht wiederholte, sowie eine Änderung in der Verbuchung von Kreditgebühren in Italien.

Im Geschäft mit Vermögenskunden (Wealth Management) waren die Erträge mit 427 Millionen Euro stabil gegenüber dem Vorjahr. Bereinigt um einen Sondereffekt aus Abwicklungsaktivitäten bei Sal. Oppenheim waren sie 7% niedriger. Ein Grund war das geringere verwaltete Vermögen im vierten Quartal 2018 aufgrund schwacher Märkte. Außerdem enthielt das Vorjahresquartal kleinere Verkäufe von Vermögenswerten.

Die zinsunabhängigen Aufwendungen beliefen sich auf 2,1 Milliarden Euro, ein Rückgang um 5%. Die bereinigten Kosten sanken um 4%. Die Hauptgründe dafür waren der Teilverkauf des Geschäfts in Polen im Jahr 2018, ein weiterer Personalabbau sowie eine fortgesetzte Kostendisziplin.

Der Gewinn vor Steuern belief sich auf 287 Millionen Euro, ein Rückgang um 11%. Dieser beruht unter auf den in der Tabelle1 auf Seite 3 dargestellten Sondereffekten. Außerdem wurde der Gewinn vor Steuern davon beeinflusst, dass die Risikovorsorge im Kreditgeschäft im Vergleich zum Vorjahresquartal um 29 Millionen Euro auf 117 Millionen Euro anstieg. Dies ist teilweise auf Modellanpassungen zurückzuführen. Die Risikovorsorge blieb auf einem niedrigen Niveau von 17 Basispunkten des Kreditvolumens – dank des geringen Risikos des Portfolios und der hohen Kreditvergabestandards. Die Rendite auf das materielle Eigenkapital betrug im Quartal 6,4% nach Steuern.

Wachstum im Geschäft: In der Privat- und Firmenkundenbank stieg das verwaltete Vermögen im Quartal um 29 Milliarden Euro oder 6% auf 502 Milliarden Euro, wozu das Wealth Management rund 14 Milliarden Euro beitrug. Dies ist teilweise auf positive Marktentwicklungen zurückzuführen und teilweise auf Nettomittelzuflüsse von 8 Milliarden Euro, einschließlich eines Zuflusses an Termineinlagen von 6 Milliarden Euro und von zusätzlichen 2 Milliarden Euro in Investmentprodukten. Das Kreditvolumen wuchs im Quartal um 3 Milliarden Euro. In den vergangenen zwölf Monaten stieg das Kreditvolumen um 13 Milliarden Euro und das Einlagenvolumen um 20 Milliarden Euro, jeweils bereinigt um nicht fortgeführte Geschäfte.

Ergebnisse der Privat- und Firmenkundenbank im Überblick

Asset Management (AM)

Die Erträge beliefen sich auf 525 Millionen Euro. Sie waren damit 4% geringer als im Vorjahresquartal, aber etwas höher als im herausfordernden vierten Quartal 2018. Der Rückgang im Jahresvergleich beruht zum Teil auf geringeren Verwaltungsgebühren, weil das verwaltete Vermögen infolge von Nettomittelabflüssen und der negativen Marktentwicklung Ende 2018 geringer war. Diese Effekte wurden teilweise ausgeglichen, da sich Verluste aus dem Verkauf nicht fortgeführter Geschäfte im ersten Quartal 2018 im Berichtsquartal nicht wiederholten.

Die zinsunabhängigen Aufwendungen beliefen sich auf 398 Millionen Euro, ein Rückgang um 16%. Die bereinigten Kosten sanken um 11% auf 395 Millionen Euro. Dieser Rückgang beruht auf Kosten für Rechtsstreitigkeiten, die nur im Vorjahresquartal anfielen, sowie auf geringeren Infrastrukturausgaben und Einsparungen bei Beratungskosten.

Der Gewinn vor Steuern lag mit 96 Millionen Euro 34% über dem Niveau des Vorjahresquartals. Kosteneinsparungen kompensierten sowohl die geringeren Erträge als auch 31 Millionen Euro für Minderheitsanteile infolge des Börsengangs der DWS im ersten Quartal 2018. Bereinigt um die Minderheitsanteile hätte sich der Gewinn vor Steuern um 77% erhöht.

Das verwaltete Vermögen stieg im Quartal um 42 Milliarden Euro oder 6% auf 706 Milliarden Euro. Dieser Anstieg geht auf die Marktentwicklung, auf Wechselkursveränderungen und auf Nettomittelzuflüsse zurück. Die Nettomittelzuflüsse beliefen sich auf 2 Milliarden Euro oder auf 7 Milliarden Euro, wenn Geldmarktprodukte nicht berücksichtigt werden. Die zusätzlichen Mittel flossen in passive Produkte, alternative Anlagen sowie große aktiv gemanagte Fonds wie Top Dividende und Concept Kaldemorgen. Rund 3 Milliarden Euro an Zuflüssen stammten aus strategischen Allianzen der DWS mit Nippon Life, Zurich, DVAG und Generali.

Nachhaltiges Engagement für verantwortliche Investments. Die DWS wurde von dem Branchenfachblatt Insurance Asset Risk zum zweiten Mal in Folge als „Verantwortlicher Investor des Jahres“ ausgezeichnet. Das Xtrackers-Geschäft in den USA platzierte den größten börsengehandelten ESG-Indexfonds am Markt, der in Zusammenarbeit mit Illmarinen, Finnlands größter Rentenversicherung, entwickelt wurde.

Ergebnisse Asset Management im Überblick


Corporate & Other (C&O)