Hans-Böckler-Stiftung: Bauen für eine demokratische Stadt

Düsseldorf (5.4.19) – „Es fehlen vor allem die Wohnungen, mit denen sich nicht das schnelle und große Geld verdienen lässt. Es geht vor allem um kleine Wohnungen für Alleinstehende, Alte, junge Menschen im Studium, in der Ausbildung, am Start ins Berufsleben oder Wohnungen für Alleinerziehende.“ So skizziert der Stadtsoziologe Dr. Andrej Holm in unserem neuen Report „Bauen für eine demokratische Stadt“ die Wohnungskrise in den Großstädten. Ein Grund: Der rapide Rückgang bei den Sozialwohnungen. Allein zwischen 2000 und 2018 sank deren Zahl von knapp 2,6 Millionen auf rund 1,15 Millionen.

Holm, der Im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung die Wohnungssituation in allen 77 deutschen Großstädten detailliert durchleuchtet hat, spricht von einer „absurden Fördersystematik im sozialen Wohnungsbau. Statt mit der wirklich teuren Wohnraumförderung dauerhafte Mietpreisbindungen zu bewirken, beschränken die meisten Förderprogramme die soziale Bindung auf 20 bis 30 Jahre. Danach können Mieten angehoben und Wohnungen in Eigentumswohnungen umgewandelt werden.“ Der Forscher blickt anerkennend nach Wien und plädiert für eine „neue Gemeinnützigkeit“ in der Wohnungspolitik.

Weitere zentrale Ergebnisse unserer Studien zur Wohnproblematik finden Sie unter den folgenden Links kurz zusammengefasst; am Ende der Kurztexte ist jeweils die komplette Studie verlinkt.