Deutsche Telekom: Im Rekordjahr 2018 Finanzziele übertroffen

    Bonn (21.2.19) – Auch im Abschlussquartal 2018 blieb die Deutsche Telekom auf Kurs. Der Konzern übertraf die im Jahresverlauf dreimal angehobenen Finanzziele. Der Umsatz stieg in 2018 um 0,9 Prozent auf 75,7 Milliarden Euro, das bereinigte EBITDA legte um 5,0 Prozent auf 23,3 Milliarden Euro zu. Gleichzeitig wuchs der Free Cashflow im Gesamtjahr um 13,7 Prozent auf 6,2 Milliarden Euro. Organisch – also bei konstanten Wechselkursen und unverändertem Konsolidierungskreis – betrug der Zuwachs beim Umsatz 3,1 Prozent, beim bereinigten EBITDA 7,2 Prozent und beim Free Cashflow 18,9 Prozent.

    Die Prognose der Deutschen Telekom bezieht sich auf diese organische Betrachtung. Die zuletzt im November angepassten Zielwerte beliefen sich beim bereinigten EBITDA auf rund 23,6 Milliarden Euro, beim Free Cashflow auf rund 6,3 Milliarden Euro. Mit organisch erreichten Werten von 23,8 Milliarden Euro beim bereinigten EBITDA und 6,3 Milliarden Euro beim Free Cashflow übertraf der Konzern die eigenen Prognosen deutlich.

    „Wir haben unsere Versprechen gehalten und sind auch 2018 weiter gewachsen“, sagte Tim Höttges, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Telekom. „Unser Wachstumsprofil mit einer starken Präsenz auf beiden Seiten des Atlantiks zusammen mit unserer enormen Investitionskraft ist in der Branche einzigartig.“

    Erneut stiegen die Investitionen des Konzerns auf einen Rekordwert. Der Cash Capex vor Ausgaben für Mobilfunkspektrum erreichte 12,2 Milliarden Euro. Damit investierte der Konzern in den vergangenen vier Jahren weltweit mehr als 46 Milliarden Euro. Davon rund 21 Milliarden Euro in Deutschland. Hinzu kamen mehr als 14 Milliarden Euro für Mobilfunklizenzen. Der Erfolg dieser massiven Investitionen zeigt sich an den zahlreichen gewonnenen Netztests in den vergangenen Jahren und vor allem im ungebrochen starken Kundenwachstum, auf beiden Seiten des Atlantiks.

    Der Rückgang beim bereinigten Konzernüberschuss erklärt sich vor allem durch die positiven Einmal-Auswirkungen der US-Unternehmenssteuerreform im Vorjahr, der diesmal kein vergleichbarer Effekt gegenüberstand. Im Jahr 2018 lag der bereinigte Konzernüberschuss deshalb mit 4,5 Milliarden Euro um 24,7 Prozent unter dem Vorjahreswert. Der berichtete Konzernüberschuss ging um 37,4 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro zurück. Hier waren 2017 zudem hohe positive Sondereinflüsse aus der Wertaufholung bei US-Mobilfunkspektrum und Verkaufserlöse von Strato und Scout aufgetreten.
    Auf Basis der erreichten Ergebnisse schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung am 28. März eine Dividende von 70 Cent je Aktie vor. Im Vorjahr waren noch 65 Cent je Aktie ausgeschüttet worden.

    Die konkreten Zahlen werden stark beeinflusst durch die ab 2019 verpflichtende Anwendung des Rechnungslegungsstandards IFRS 16 zur Bilanzierung von Leasingverhältnissen. Um die Vergleichbarkeit sicherzustellen, verwendet die Deutsche Telekom im Einklang mit europäischen Wettbewerbern angepasste Kennzahlen: bereinigtes EBITDA AL (after leases, d. h. ohne Leasingkosten) und Free Cashflow AL (after leases, d. h. ohne Leasingausgaben). Als Aufsetzbasis für die Prognose 2019 verwenden wir Pro-forma-Werte AL für 2018, die neben der erläuterten
    AL-Logik die Zukäufe in Österreich und den Niederlanden zur besseren Vergleichbarkeit für das gesamte Jahr 2018 beinhalten.

    Der Umsatz soll im laufenden Jahr ebenfalls weiter steigen. Die Planungen sehen zudem vor, dass die Investitionen weltweit ausgehend vom Rekordwert 2018 weiter zulegen sollen.

    Operative Segmente: Performance 2018 im Detail

    Deutschland – positive Trends intakt
    Erfolge bei MagentaEINS, Ausbau der Marktführerschaft im Mobilfunk und stetiges Wachstum der Kundenbasis bei glasfaserbasierten Produkten (FTTH und FTTC/Vectoring) kennzeichneten das Jahr 2018 im Deutschland-Geschäft. Am Ende des Jahres standen hier beeindruckende Zahlen.

    Unter den eigenen Mobilfunk-Vertragskunden nutzen inzwischen 50,7 Prozent die Bündelprodukte aus Mobilfunk und Festnetz. Ein Jahr zuvor waren es erst 41,7 Prozent. Die Zahl der MagentaEINS Kunden stieg zum Jahresende auf 4,3 Millionen. Das waren 17,5 Prozent mehr als Ende Dezember 2017.

    Mit einem Plus von 2,0 Prozent bei den Mobilfunk-Serviceumsätzen setzte sich die Telekom auch im Schlussquartal 2018 an die Spitze der Branche bei dieser wichtigsten Leistungskennzahl im Mobilfunk.

    Der seit Jahren forcierte Glasfaserausbau führt zu einer stetigen Steigerung der Kundenzahl. Inzwischen nutzen 12,2 Millionen Kunden einen glasfaserbasierten Anschluss. Damit lag der Wert mehr als 27 Prozent höher als Ende 2017. Etwa die Hälfte der eigenen Privatkunden im Breitbandgeschäft profitiert schon von den hohen Geschwindigkeiten der Glasfaserleitung.

    Bei einem mit minus 1,1 Prozent annähernd stabilen Umsatz von 21,7 Milliarden Euro stieg das bereinigte EBITDA im Segment Deutschland im Gesamtjahr 2018 um 2,4 Prozent auf 8,6 Milliarden Euro. Die Erstanwendung des neuen Rechnungslegungsstandards IFRS 15 wirkte sich negativ auf den Umsatz und positiv auf das bereinigte EBITDA aus.

    USA – T-Mobile US wieder nicht zu stoppen
    Keine Bremsspuren bei T-Mobile US. Im Gegenteil. Der Un-carrier beschleunigte sein rasantes Wachstum noch einmal. Die Zahl der eigenen Vertragskunden stieg allein im vierten Quartal 2018 um 1,4 Millionen.
    Ein Jahr zuvor hatte das Plus noch 1,1 Millionen betragen. Zum Jahresende verzeichnete T-Mobile US einen Kundenbestand von 79,7 Millionen. Im abgelaufenen Jahr ist diese Zahl um mehr als 7 Millionen gestiegen.

    Die Nettozuwächse sind nicht nur auf steigende Zahlen an Neukunden zurückzuführen. Auch die Loyalität der Bestandskunden wächst kontinuierlich. Dies zeigt sich in einer immer geringeren Wechslerrate. Im Abschlussquartal 2018 fiel dieser Wert für die eigenen Telefonie-Vertragskunden auf
    0,99 Prozent. Ein Jahr zuvor hatte diese Wechslerrate noch 1,18 Prozent betragen.

    Positiv entwickelten sich auch die Finanzkennzahlen von T-Mobile US. Der Gesamtumsatz legte 2018 um 6,8 Prozent auf 43,1 Milliarden Dollar zu. Das bereinigte EBITDA stieg gleichzeitig um 13,6 Prozent auf 11,9 Milliarden Dollar.

    Europa – stabile Zuwachsraten erreicht
    Wachstum bei Umsatz und Ergebnis in allen vier Quartalen des Jahres 2018. Das ist die stolze Bilanz des Europa-Geschäfts im abgelaufenen Jahr. Auf organischer Basis legte der Umsatz im Gesamtjahr um 1,5 Prozent, das bereinigte EBITDA um 1,8 Prozent zu. Die berichteten Zahlen stiegen wegen der Erstkonsolidierung von UPC in Österreich noch stärker. Der Umsatz kletterte 2018 um 2,6 Prozent auf 11,9 Milliarden Euro. Beim bereinigten EBITDA gab es ein Plus von 3,5 Prozent auf 3,9 Milliarden Euro.

    Die Erfolgsstory bei Bündelprodukten aus Festnetz und Mobilfunk ging 2018 weiter. Zum Jahresende nutzten 3,3 Millionen Kunden diese konvergenten Angebote. Das waren etwa 50 Prozent mehr als noch ein Jahr zuvor. Künftig werden auch T-Mobile Austria dank der Übernahme des Kabelnetzbetreibers UPC und T-Mobile Polska nach der Vereinbarung über die Nutzung des Glasfasernetzes eines Wettbewerbers solche Produkte auf den Markt bringen und zum Wachstumstrend in diesem Bereich beitragen können.

    Auch die positive Entwicklung bei Mobilfunk-Vertragskunden blieb mit einem Plus von 4,6 Prozent auf 26,7 Millionen Kunden intakt. Die Zahl der Breitband-Privatkunden schoss dank der UPC-Übernahme und organischer Zuwächse um 15,8 Prozent auf 6,4 Millionen nach oben.

    Systemgeschäft – neue Deals für T-Systems
    Mit einer starken Entwicklung beim Auftragseingang hat T-Systems das Jahr abgeschlossen. Mit 6,8 Milliarden Euro überstieg das Volumen neuer Abschlüsse den Vorjahreswert um 29,3 Prozent.

    Der Umsatz blieb im abgelaufenen Geschäftsjahr mit plus 0,3 Prozent bei 6,9 Milliarden Euro stabil und übertraf damit leicht die Erwartungen. Positive Entwicklungen in Wachstumsfeldern wie Cloud, Health oder IoT standen Rückgängen im klassischen IT-Geschäft gegenüber. Das bereinigte EBITDA ging um 15,7 Prozent auf 429 Millionen Euro zurück. Dieser Ergebnisrückgang ist im Wesentlichen auf geplante Investitionen in Wachstumsfelder und die Netzmigration zu IP zurückzuführen.