ZEW: Erwartungen nahezu

unverändert bei schwächelnder Konjunktur

Mannheim (19.2.19) – Die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland steigen im Februar 2019 um 1,6 Punkte auf einen neuen Wert von minus 13,4 Punkten an. Der Indikator hat sich damit zwar geringfügig verbessert, befindet sich aber nach wie vor sehr deutlich im negativen Bereichund unterhalb des langfristigen Durchschnitts von 22,4 Punkten. Die Bewertung der aktuellen konjunkturellen Lage für Deutschland hat sich im Februarweiter deutlich verschlechtert. Sie fällt um 12,6 Punkte auf einen Wert von 15,0 Punkten.

„Eine schnelle Korrektur der schwächelnden Wirtschaftsentwicklung wird aktuell nicht erwartet. Die konjunkturelle Lage in Deutschland hat sich vor allem im produzierenden Gewerbe enttäuschend entwickelt. Die Industrieproduktion ist erneut gesunken, die Auftragseingänge stocken und vom Außenhandel kommen derzeit keine neuen Impulse. Dies spiegelt sich im starken Rückgang der Lageeinschätzung wider. Für die kommenden sechs Monate erwarten die Finanzmarktexperten/-innen unserer Umfrage auch keine Verbesserung“, kommentiert ZEW-Präsident Prof. Achim Wambach, Ph.D. Die Erwartungen der Finanzmarktexperten/-innen an die Konjunkturentwicklung in der Eurozone steigen um 4,3Punkte auf einen neuen Wert von minus 16,6 Punkten. Der Indikator für die aktuelle Konjunkturlage im Eurogebiet sinkt hingegen erneutdeutlich. Der aktuelle Wert der Lageeinschätzung beträgt minus 3,0 Punkte und liegt damit 8,3 Punkte unterhalb des Wertes vom Vormonat.Die Einschätzungen zu zukünftigen kurzfristigen Zinsengehen entsprechend ebenfalls stark zurück. Die Erwartungen für kurzfristige Zinsen für das Eurogebiet sinken um 5,3 Punkte auf einen neuen Wert von 6,8 Punkten.