Merck Finck:  Die meisten Konjunkturdaten enttäuschen

München (4.1.19) – Nach wie vor enttäuschen die meisten Konjunkturdaten die Markterwartungen – wie der Absturz der Stimmung der US-Einkaufsmanager. „Die anhaltend schwächeren Daten schüren die Konjunktursorgen immer mehr“, sagt Robert Greil. Der Chefstratege von Merck Finck Privatbankiers weiter: „Auf Basis der jetzt auch spürbar schwächeren US-Indikatoren werden die Konsenserwartungen hinsichtlich des Wirtschaftswachstums weiter sinken – und damit auch die Gewinnerwartungen der Unternehmen“. Greil: „Während der Konsens für 2019 sowohl in Europa als auch in den USA immer noch mit 8 Prozent Gewinnplus rechnet, halten wir eher 5 bis 6  Prozent für realistisch.“ Zudem lasse die politische Unsicherheit zwischen Handelskonflikten, partiellem US-Government Shutdown und dem bevorstehenden Brexit-Showdown nicht nach. „Damit dürfte der Druck auf die Aktienmärkte vorerst anhalten“, prognostiziert Greil.

Kommende Woche stehen erstmals in diesem Jahr wieder zahlreiche Konjunkturdaten auf der Agenda: Am Montag startet die Woche mit Auftragseingangszahlen aus Deutschland und den USA. In Amerika wird zudem der „ISM“-Bericht für den Dienstleistungssektor zeigen, ob hier die Stimmung genauso stark nachgelassen hat wie in der Industrie. In Deutschland stehen zudem die Einzelhandelsumsätze im November an.