IKB: Jetzt andere Investitionsdynamik

Düsseldorf (6.12.18) – Die Investitionsdynamik in Deutschland hat sich seit der Finanzkrise grundsätzlich geändert. Die Ursachen hierfür scheinen weniger aktuelle globale Konjunkturrisiken zu sein. Es sind eher die Erfahrungen aus der Finanzkrise, die zur anhaltenden Investitionszurückhaltung geführt haben.

Unternehmen investieren nicht mehr, um zu wachsen, sondern weil die Wirtschaft gewachsen ist und sich Kapazitätsengpässe gebildet haben. Die Unternehmen reagieren mehr, als dass sie agieren. Die aktuellen Revisionen bei den deutschen Wachstumsprognosen für 2019 stärken diese eher skeptische Einstellung der Unternehmen und werden kaum für eine grundsätzliche Veränderung im deutschen Investitionsverhalten und damit einen bedeutenden Anstieg in der Investitionsquote sorgen. Dies spricht für eine moderate, aber auch relativ stabile deutsche Konjunkturentwicklung in den nächsten Jahren.