AmCham: Amerikaner sorgen für mehr Gleichgewicht im Kongress – Wirtschaft setzt auf Fortsetzung des transatlantischen Dialogs  

Frankfurt/Main  (7.11.18)Die Amerikaner haben in den Zwischenwahlen wieder für mehr politisches Gleichgewicht im Kongress gesorgt: Die Demokraten haben im Repräsentantenhaus die Mehrheit errungen. Im Senat behalten die Republikaner die Mehrheit. Das bedeutet eine Veränderung der Machtverhältnisse. Es besteht jedoch die Gefahr der Blockade und des Stillstands. Mit der Mehrheit können die Demokraten politische Projekte der Republikaner blockieren. AmCham Germany hofft auf eine konstruktive Zusammenarbeit des Kongresses mit dem Präsidenten. Politischer Stillstand durch gegenseitige Blockaden hingegen wäre schlecht für die Wirtschaft. Die überdurchschnittliche hohe Zahl an gewählten weiblichen Abgeordneten, Abgeordneten mit Indigenem- oder Migrationshintergrund und die Wahl des ersten offen homosexuellen Gouverneurs begrüßt AmCham Germany als positive Entwicklung, dass sich die gesellschaftliche Vielfalt nun auch auf höchster politischer Ebene niederschlägt.

Das Ergebnis der Midterm-Wahlen spiegelt die Stimmung im Land wider und ist das Zeugnis einer gespaltenen Gesellschaft. Es ist wichtig, die amerikanische Gesellschaft zu vereinen und das Land nachhaltig zu stärken. Wichtig sind nun Investitionen in Bildung, Ausbildung und Infrastruktur, und auch ein klares Bekenntnis zum fairen und freien Handel. Beide Parteien müssen gemeinsam die Projekte angehen, sich kompromissbereit zeigen und das Land stärken.

AmCham Germany hofft, dass die US-Administration einer starken transatlantischen Partnerschaft zwischen Europa und Amerika einen hohen Stellenwert einräumen wird. „Der intensive und konstruktive Dialog zwischen den Partnern in der EU und in den USA muss auch in Zukunft fortgeführt werden. Wir brauchen weiterhin den Willen, nach gemeinsamen Lösungsansätzen zu suchen. Und: Wir müssen auch immer wieder die Gemeinsamkeiten aufzeigen, von denen beide Seiten all die Jahre profitiert haben. AmCham Germany wird sich weiterhin dafür einsetzen, das Verständnis füreinander und die gemeinsamen Handelsbeziehungen zu stärken“, sagt Frank Sportolari Präsident der AmCham Germany. Die transatlantische Wirtschaft ist dazu mit der US-Administration in Washington, DC, im Dialog, sowohl mit den politischen Akteure der Bundesstaaten sowie den Gouverneuren. Sie spielen eine wichtige Rolle bei der amerikanischen Gesetzgebung.