Arbeitsgruppe des privaten Sektors zu risikofreien Zinssätzen  für das Euro-Währungsgebiet empfiehlt ESTER als risikofreien Euro-Zinssatz

Frankfurt/Main (14.9.18) – Heute hat die Arbeitsgruppe des privaten Sektors zu risikofreien Zinssätzen für das Euro-Währungsgebiet ESTER als neuen risikofreien Euro-Zinssatz empfohlen. Die Arbeitsgruppe spricht sich insbesondere dafür aus, den Euro Overnight Index Average (EONIA) durch den neuen risikofreien Euro-Zinssatz zu ersetzen. Grund hierfür ist, dass der EONIA in seiner jetzigen Form nicht länger den Kriterien der EU-Benchmark-Verordnung genügt und seine Verwendung daher ab dem 1. Januar 2020 eingeschränkt wird. Mithilfe von ESTER lassen sich auch Rückfalllösungen für Kontrakte entwickeln, deren Referenzzinssatz der Euribor ist, denn im Jahr 2019 wird beurteilt, ob die überarbeitete Methodik des Euribor mit den Vorgaben der EU-Benchmark-Verordnung in Einklang steht.

Wie bei ähnlichen Foren in anderen Währungsräumen ist die Empfehlung der Arbeitsgruppe für die Marktteilnehmer nicht rechtsverbindlich. Sie bietet allerdings eine Orientierungshilfe und bildet den Marktkonsens in Bezug auf den präferierten risikofreien Euro-Zinssatz ab, auf den die Marktteilnehmer nun beginnen können umzustellen.