UBS Asset Management: Europäische Infrastrukturkredite zahlen sich gegenüber Unternehmensanleihen aus

Zürich (8.5.18) – Nicht nur in den Schwellenländern, sondern auch in den Industriestaaten besteht ein erheblicher Investitionsbedarf in Infrastruktur. In Europa schätzt die von den G20-Staaten gegründete Organisation Global Infrastructure Hub das benötigte Kapital bis 2040 auf rund zwölf Billionen Euro.

„Eine gewaltige Summe, die auch Chancen für institutionelle Investoren birgt, die einen langfristigen Anlagehorizont haben und in der aktuellen Niedrigzinsphase nach neuen Anlagemöglichkeiten mit stabilen Cashflows für ihr Fixed-Income-Portfolio suchen“, sagt Declan O’Brien, Senior Infrastructure Analyst bei UBS Asset Management.

 

Infrastrukturkredite weisen zahlreiche Eigenschaften auf. Als Erstes ein geringeres Risiko und höheres Renditepotenzial gegenüber klassischen Unternehmensanleihen sowie vorteilhafte Diversifikationseigenschaften. Eine Untersuchung der Rating-Agentur Moody’s zeigt, dass Unternehmensanleihen (ohne Bankpapiere) mit einem BBB-Rating einen deutlich höheren erwarteten Verlust über zehn Jahre aufweisen, als Infrastrukturkredite mit einem BBB-Rating. O’Brien: „Aufgrund ihrer Struktur mit monopolistischen Eigenschaften und einer hohen Stabilität sind Infrastrukturkredite im Vorteil.“

Dank ihrer hohen Stabilität und weitgehenden Unabhängigkeit vom Wirtschaftszyklus sind Infrastrukturpapiere außerdem eine attraktive Quelle für laufende Erträge. Die niedrigen europäischen Anleiherenditen strahlen allerdings bereits auf den privaten Finanzierungsmarkt für Infrastrukturanlagen aus.