Gefragtes Gallus, gesuchtes Griesheim – Wohnquartiere nahe an der City Frankfurts

Frankfurt/Main (Oktober 2017)/PK – Immer mehr Leute zieht es in die Stadt, je näher an der City, umso besser. Egal, ob Single, kinderloses Ehepaar oder Familie mit Kleinkindern: wer es sich irgendwie leisten kann, rückt ins Zentrum. Nahe an der City zu wohnen, bietet überzeugende Vorteile: Schulen, Arbeitsplätze, Kitas, Läden, Kneipen, Restaurants, Ärzte und Kultur-Stätten liegen dicht beieinander, sind zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem ÖPNV gut zu erreichen. Auto, nein Danke! — Weil die attraktivsten unter den citynahen Vierteln in Frankfurt – also Westend, Ostend und Nordend – kaum noch Platz zum Wohnen bieten und den Neu-Quartieren, wie etwa dem Europaviertel, (noch) das anheimelnde Flair fehlt, rücken zweitklassige Bezirke mit Patina nach vorn. Wie etwa das Gallusviertel und Griesheim. Vom Römerberg, den ich für das Stadtzentrum Frankfurts halte, von dort aus sind Gallus und Griesheim passabel zu erreichen. Kein Wunder also, dass entlang der Mainzer Landstraße und ihrer Nebenstraßen im vergangenen Jahrzehnt Tausende neuer Wohnungen errichtet wurden. Und werden.

Bis jetzt markieren nur metertiefe Erdmulden, wo derzeit die Neu-Wohnungen entstehen werden. Hunderte sind es an der Galluswarte und im Euroviertel, Dutzende werden es in Griesheim sein. Vier der jüngsten Beispiele stelle ich Ihnen hier nun vor. Nämlich das „Living 21″ in Griesheim, das „Wings“ an der Galluswarte, das benachbarte „Link“ und den „Grand Tower“ am Skyline-Plaza-Einkaufszentrum.

Wohnen als Größenwahn – Der Grand Tower am Skyline-Plaza

Er wird alle bisher bekannten Dimensionen in Deutschland sprengen. Denn der Grand Tower wird mit seinen 172 Metern nach seiner Fertigstellung im Sommer 2019 das höchste Wohnhochhaus Deutschlands sein und das  Anfang der siebziger Jahre errichtete Colonia Haus  in Köln in dieser Spitzenrolle ablösen. Wen es in die oberen Etagen des Grand Towers zieht, muß gut bei Kasse sein. Die rund 400 Zwei-bis Fünf-Zimmer-Wohnungen werden zu Preisen von 566.000 bis 8,3 Millionen € angeboten. Je höher, desto teurer: dieses weltweit gültige Motto gilt auch hier als Preis-Prinzip.

Living 21 in Griesheim – Randlage zum Schnäppchenpreis

Viel volkstümlicher sind die Quadratmeter-Preise in den über 30 Wohnungen des Living 21 in Griesheim. Sie liegen deutlich unter 5000 € pro m2 und damit merklich unter dem Niveau, das inzwischen im Gallus als normal empfunden wird. Aber: Griesheim ist nicht Gallus und die Lage des Living 21 in Griesheim zwischen Akazien- und Mainzer Landstraße ist, na sagen wir, suboptimal. Über Straßenbahn und nahem S-Bahnhof erreichen die künftigen Living 21-Bewohner allerdings mühelos und rasch die Frankfurter Innenstadt oder die von Höchst. – Die eigenen Baukörper schirmen den Lärm nach innen ab und schaffen drinnen eine für diesen Standort vergleichsweise ruhige, grüne Piazza. Wie in vergleichbaren Ensembles üblich, wird den Erdgeschosswohnungen ein Sondereigentum am Garten eingeräumt, als Mini-Oasen.

Der „Link“ wirkt als Schanier zwischen altem und neuem Gallus

Wo die fast 80 Zwei- bis Vier-Zimmerwohnungen des „Link“ an der Günderrodestraße entstehen, standen zuvor jahrzehntelang heruntergekommene Autogaragen, die dank Ihrer Häßlichkeit offenbar bei Filmemachern punkten konnten. Vor einigen Jahren dienten die schäbigen Garagen daher als Kulisse eines Frankfurter Tatorts. Inzwischen sind die Garagen plattgemacht und Bagger wühlen sich durchs Erdreich, um den Boden für das neue Wohnquartier zu ebnen.  Unter 435.000,00 € ist hier keine Wohnung zu haben. Plus 24.000 € für einen Tiefgaragenplatz. Nördlich grenzt der „Link“ an das neue, zum Gallus zählende Euroviertel an, südlich an blasse Althäuser.

Das Wings ähnelt von oben einer aufgebogenen Büroklammer – seitlich geschlossen, innen begrünt

Westlich vom künftigen Wings-Wohnkomplex steht ein Backsteingebäude der traditionsreichen Adlerwerke, südlich dann das breite Gleisbett des Hauptbahnhofs, nördlich mündet die Kleyerstraße in die Mainzer Landstraße. Und vis a vis wacht die Galluswarte. Auf dem einstigen Areal von BMW-Glöckner und Autohaus Peugeot spreitzen die Gebäudeflanken des Wings ihre Flügel und schotten Lärm, Staub und unliebsame Mitbürger von der Gartenoase drinnen ab. Wer hier künftig wohnt, braucht kein Auto. Vieles, eigentlich fast alles, ist zu Fuß, Fahrrad, Straßenbahn oder mit der nahen S-Bahn erreichbar. Egal, ob’s citywärts oder raus in den Taunus geht. Alles wirkt irgendwie nah. Und damit punktet das Wings natürlich, was sich in den m2-Preisen widerspiegelt. Von den „deutlich unter 5000“ wie in Griesheim kann man hier nur träumen. Hier liegen wir bei „um die 6.000,00“ € je m2.

In eigener Sache: Sehr geehrte Leserin, Sehr geehrter Leser,
weil ich auch als Immobilienmakler arbeite und im Gallus seit Jahrzehnten lebe, kann ich Ihnen noch viel mehr über die vorgestellten Neubau-Projekte im Gallus und in Griesheim erzählen. Auch über weitere Vorzüge und Nachteile, dorthin zu ziehen. — Sie erreichen mich entweder über kochanski@geldanlagen-nachrichten.de oder info@peterkochanski.immobilien.