Frankfurter Büromarkt erzielt höchsten

Quartalswert aller Zeiten

Frankfurt/Main (5.1.18) – Mit einem Umsatz von 299.000 Quadratmetern hat der Frankfurter Büromarkt im vierten Quartal 2017 den höchsten je registrierten Quartalswert erreicht. Der Zuwachs spiegelt sich auch im Gesamtjahresergebnis wider, das mit 729.600 Quadratmetern nur vom Ergebnis im Jahr 2000 übertroffen wurde (780.000 Quadratmeter). Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Flächenumsatz um mehr als ein Drittel an.

Acht Neuverträge für Großflächen von je über 10.000 Quadratmetern wurden abgeschlossen, die sich auf knapp 171.000 Quadratmeter summieren. Dieser Wert übertraf deutlich den des Vorjahres, in dem es vier Abschlüsse mit insgesamt rund 91.000 Quadratmetern gegeben hatte.

Stärkste Mietergruppen waren 2017 Banken und Finanzdienstleister. Insgesamt wurden knapp 157.000 Quadratmeter von diesem Sektor umgesetzt. Zwei der drei größten Flächenabschlüsse des Jahres trugen fast 50 Prozent dazu bei: Die Deutsche Bundesbank unterzeichnete im vierten Quartal einen Vertrag von über 44.400 Quadratmetern im Frankfurter Büro Center, während die Hessische Landesbank im dritten Quartal im Teilmarkt Offenbach-Kaiserlei ein Objekt mit 27.500 Quadratmetern erwarb. Die Deutsche Bahn AG war 2017 das aktivste Einzelunternehmen, das insbesondere im letzten Quartal mehrere Abschlüsse tätigte. Insgesamt trug das Unternehmen mehr als 80.000 Quadratmeter zum Jahresergebnis bei, nicht zuletzt durch die Voranmietungen des Büroprojektes Brick und dem angrenzendem Büroturm im Europaviertel.

Internationale Co-Working Anbieter haben ihren Frankfurter Markteintritt 2017 getätigt. Die vier Konzepte Design Offices, WeWork, Tribes Inspiring Workplace und Mindspace sicherten sich neun innerstädtische Standorte mit insgesamt rund 40.000 Quadratmetern.

Als bevorzugter Standort für Neuanmietungen erwies sich 2017 das Bankenviertel: Dort wurden knapp 178.000 Quadratmeter umgesetzt, was im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg um mehr als das Zweifache bedeutete (2016: ca. 74.000 Quadratmeter). Die Neuanmietungen im Bankenviertel trugen somit zu fast 25 Prozent des Umsatzes am Gesamtmarkt bei. Die gesteigerte Nachfrage erklärt sich durch die zentrale Lage sowie Neubauaktivitäten und geplante Projekte mit einem hohen Standardausbau, was Unternehmen attraktive Entwicklungsmöglichkeiten bietet. Durch Großprojekte wie FOUR, Global Tower, Omnitower oder Marienturm entwickelt sich das Bankenviertel derzeit zu einem modernen Lebens- und Arbeitsquartier.

Die realisierbare Spitzenmiete erreichte am Jahresende 42,00 Euro pro Quadratmeter/Monat, während die über alle Neuabschlüsse gewichtete Durchschnittsmiete im Bankenviertel bei 31,40 Euro pro Quadratmeter/Monat lag.

„Trotz etlicher Bauaktivitäten und Projekte erfolgt die Versorgung des Marktes mit neuen Büroflächen zur kurzfristigen Anmietung eher schrittweise“, so Marco Mallucci, Head of Office Agency Frankfurt bei Cushman & Wakefield. „Zwar werden 2018 mit knapp 150.000 Quadratmetern deutlich mehr Baufertigstellungen erwartet als 2017 mit rund 83.000 Quadratmetern, doch stehen von diesen aktuell

Berliner Büromarkt erlebt das umsatzstärkste Jahr aller Zeiten
Berlin (5.1.18) – Im vierten Quartal 2017 bestätigte der Berliner Büromarkt seine hervorragende Verfassung, sodass mit 940.000 Quadratmetern insgesamt das umsatzstärkste Bürojahr aller Zeiten verbucht wurde. Der bisherige Bestwert aus dem Vorjahr 2016 (852.300 Quadratmeter) wurde um 11,4 Prozent übertroffen. Das Abschlussquartal war mit 235.500 Quadratmetern vermieteter Bürofläche für ein Viertel des Gesamtumsatzes verantwortlich.

Mit einer Leerstandsquote von 2,2 Prozent nähert sich der Büroflächenbestand derweil einem Vollvermietungsstatus an. Der Leerstand hat sich im Vergleich zum Vorjahreszeitpunkt um ein Drittel reduziert. Zum Jahresende standen noch rund 400.000 Quadratmeter Büroflächen zum kurzfristigen Bezug zur Verfügung; mit rund 70 Prozent liegt der Großteil davon außerhalb der zentralen Bürolagen.

Heiko Himme, Niederlassungsleiter Berlin und Head of Office Agency Germany bei Cushman & Wakefield, sagt: „Vor allem großflächige Gesuche lassen sich angesichts der Flächenknappheit fast nur noch in Projektentwicklungen unterbringen. Größere zusammenhängende Flächen in Bestandsobjekten sind nur noch vereinzelt verfügbar.“

Büromieten steigen weiter
Das Mietwachstum ist in Berlin ungebrochen: Die über alle Neuabschlüsse gewichtete Durchschnittsmiete liegt für das Jahr 2017 bei 18,90 Euro pro Quadratmeter im Monat. Das sind 3,40 Euro mehr als 2016. Noch stärker war der Anstieg in den zentralen Bürolagen. Hier stieg die Durchschnittsmiete für 2017 um 3,60 Euro auf 21,60 Euro. Die Spitzenmiete erreichte am Jahresende 29,00 Euro pro Quadratmeter im Monat. Allein im vierten Quartal ist sie um 1,50 Euro gestiegen. In Premiumobjekten in besonders attraktiven Lagen sind auch Mietabschlüsse von über 30,00 Euro möglich. Das Mietwachstum in Berlin wird sich auch 2018 Jahr weiter fortsetzen.

Co-Working-Konzepte treiben den Markt
Hohe Nachfrage wurde 2017 insbesondere von internationalen Co-Working-Konzepten registriert: Im Jahresverlauf trugen 12 Abschlüsse dieser Branche mit insgesamt mehr als 60.000 Quadratmetern zum Flächenumsatz bei. 2016 war der Anteil mit rund 14.000 Quadratmetern (4 Abschlüsse) deutlich niedriger.

8 der 11 Abschlüsse mit mehr als 10.000 Quadratmetern Bürofläche im Gesamtjahr 2017 entfielen auf Projektanmietungen oder Baustarts für Eigennutzerobjekte. Diese 11 Abschlüsse summieren sich auf über 250.000 Quadratmeter und machen 27 Prozent des gesamten Flächenumsatzes in Berlin aus. 2016 wurden lediglich 7 Abschlüsse in dieser Kategorie registriert, die einen Anteil von 16 Prozent zum gesamten Flächenumsatz beigetragen haben.

Das Fertigstellungsvolumen neuer Büroflächen blieb 2017 auf lediglich 131.500 Quadratmeter begrenzt. 2018 wird ein deutlicher Anstieg um mehr als das Doppelte auf über 300.000 Quadratmeter erwartet.
Heiko Himme: „Auch von den 2018 bezugsfertig werdenden Flächen sind zwei Drittel vorvermietet, sodass eine Entlastung des Marktes in den nächsten Monaten nicht zu erwarten ist.“