DZ Bank zum Anlagejahr 2017: „Landunter“ bei der realen Verzinsung privater Geldvermögen

Frankfurt/Main (2.1.18) – Die Privathaushalte in Deutschland lassen sich in ihren Sparbemühungen nicht von niedrigen Zinsen entmutigen. So stieg die Sparquote 2017 im vierten Jahr in Folge auf zuletzt 9,8 Prozent. Allerdings hat sich auch der „Geldanlagestau“ vergrößert. Bis Ende 2017 wuchs der Anteil der in Bargeld und Sichteinlagen dauerhaft „zwischengeparkten“ Anlagemittel auf ein Viertel des gesamten privaten Geldvermögens.

Dank schwacher Inflation blieb die reale Verzinsung von Einlagen, Rentenwerten und Versicherungen über weite Strecken der Niedrigzinsphase positiv. Mit der „Rückkehr“ der Inflation änderte sich das 2017 jedoch: Die Inflationsrate stieg auf 1,7 Prozent und der Realzins drehte mit -0,8 Prozent stark ins Minus. Für die privaten Haushalte bedeutete das Wertverluste ihres Geldvermögens von 38 Mrd. Euro. Dafür profitierte ein Teil von steigenden Aktienkursen. In der Summe sorgten Kursgewinne für Wertzuwächse bei Aktien, Fonds und Zertifikaten privater Haushalte von 93 Mrd. Euro. Alles in allem wuchs das Geldvermögen 2017 voraussichtlich um 5,2 Prozent. Bei weiter niedrigen Zinsen, einer guten Konjunktur und einer leicht steigenden Sparquote dürfte das Geldvermögen der Privathaushalte 2018 um gut vier Prozent wachsen.