KfW unterstützt indische Solarenergieerzeugung – Ein weiterer Schritt zur Umsetzung des Pariser Klimaabkommens

Frankfurt/Main (6.12.17) – Die KfW hat im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) einen Vertrag in Höhe von 150 Mio. EUR mit der State Bank of India unterzeichnet. Das Ziel dieser ersten von zwei geplanten Kreditlinien ist es, den Aus- und Umbau der indischen Energieversorgung mittels der Refinanzierung von Endkrediten für die Installation von Solaranlagen stärker auf die Nutzung von erneuerbarer Energiequellen auszurichten. Ermöglicht werden durch beide Kreditlinien Investitionen für Solaranlagen in Höhe von bis zu 400 Mio. EUR. Hierdurch kann eine Kapazität von mindestens 400 MW geschaffen werden. Bisher wurden in Indien Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von etwa 15 GW errichtet. Bis 2022 sollen in Indien 100 GW der Stromerzeugungskapazitäten aus Photovoltaikanlagen kommen.

„Die deutsch-indische Solarpartnerschaft leistet einen wichtigen Beitrag zum globalen Umweltschutz und stellt einen weiteren Schritt zur Umsetzung des Pariser Klimaabkommens dar. Indien ist nach China und den USA der drittgrößte Energiekonsument und Treibhausgasemittent weltweit. Durch die verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien kann der weitere Anstieg der indischen Treibhausgasemissionen verlangsamt werden und die Versorgung der indischen Bevölkerung mit Strom enorm verbessert werden“, sagte Prof. Dr. Joachim Nagel, Mitglied des Vorstands der KfW Bankengruppe.

Die Kreditlinie ist ein weiterer Schritt auf dem Weg zur Erreichung der indischen Solarausbauziele, für den die Einbeziehung des Finanz- und Privatsektors unerlässlich ist.

Im Oktober 2015 wurde das Memorandum zur „Deutsch-Indischen Solarpartnerschaft“ unterzeichnet. Darin wurden über einen Zeitraum von 5 Jahren Zusagen in einer Größenordnung von insgesamt einer Mrd. EUR in Aussicht gestellt. Hiervon wurden inzwischen 550 Mio. EUR zugesagt.